Urlaubspause beendet? Neue Ein-/Ansichten gewonnen?

16. September 2021 § Hinterlasse einen Kommentar

In jedem Lern- und Arbeitsleben sind sie unverzichtbar: Die Urlaubszeiten. Nun ist auch in Bayern die Ferienzeit diese Woche zu Ende gegangen, ebenso meine kleine Auszeit unter dem Motto „Ora et labora“.

Wie immer wir diese Zeiten verbringen, so ist sie die mit der persönlichsten Note versehen, die wir uns eingestehen und quasi von uns selbst einfordern. Das Fitmachen des Körpers oder das Abtauchen in Herz, Seele und Geist ist für viele befreiend, die sich oftmals regiden und zeitraubenden Tagesabläufen unterordnen müssen. Eine Pause von vielen Fragen und Entscheidungen wie …

Was soll ich heute anziehen? Wird wieder Stau sein? Bekomme ich einen Parkplatz? Wird mein Zug rechtzeitig ankommen? Wird der Chef heute gut gelaunt sein? Wird die Chefin endlich Zeit finden für mein Anliegen? Was habe ich gestern liegen lassen müssen? Was hält meine Kollegin für dringlich, wichtig, unaufschiebbar, hat Eile, …? Was halte ich selbst für überflüssig, belanglos, ohne Wert, alter Zopf, usw.? Werden wir uns jemals einigen?

Diskurse, Auseinandersetzungen, Neustarts, Entschlüsse … sie alle gelingen nach einem Urlaub um einiges besser. Doch bevor wir uns in Diskussionen stürzen, sollten wir den Urlaubseffekt noch ein wenig auskosten und ausdehnen.

„Das bedeutet, dass Urlauber nicht direkt am Tag nach dem Urlaub wieder ins Büro zu einem übervollen Schreibtisch zurückkehren, sondern im Optimalfall in eine aufgeräumte, saubere Wohnung, in der ein frisch gefüllter Kühlschrank auf die Rückkehrer wartet. […] Geht es dann kurz darauf zurück zum Job, können kleinere Pausen in der ersten Arbeitswoche dabei helfen, das entspannte Urlaubsgefühl noch ein paar Tage länger zu behalten.“ ¹

In meinem Falle ist das gelungen. Reinhold empfing mich im Bienengarten mit einem glutenfreien Zwetschgenkuchen, die Wohnung war tipptopp, der frische Federweiße leitete unverkennbar den Herbst ein … jetzt bin ich dafür bereit. Und: Im 25. Jahr meiner Selbständigkeit fasste ich den Entschluss, eine 25-Stunden-Woche einzuführen. Ausgedehnt wird sie vermutlich noch oft genug, doch der Ansatz sollte stimmen. Mo-Di u. Fr. vormittag, Mi-Do. ganztags. So der Auszug aus meinem Plan. Mal sehen, wie ich damit zurecht komme.

Und was habt IHR Neues nach eurem Urlaub eingeführt?!

¹Erholsamer Urlaub. Das braucht die Psyche wirklich. In: Wissenschaft.de, 09.07.2021

 

18.08. – Tag des Versandhauskatalogs … fürs Leben gewappnet und Lust auf Träume

18. August 2021 Kommentare deaktiviert für 18.08. – Tag des Versandhauskatalogs … fürs Leben gewappnet und Lust auf Träume

Was hat der „Tag des Versandhauskatalogs“ mit unserem Blog zu Fortbildung zu tun? Also, ganz ehrlich: Ich vermisse meinen jährlichen IKEA-Katalog. Auch den von Manufactum und Office-Discount, memo, Schäfer-Shop und wie sie alle heißen, … (nein, Klamottenkataloge waren nie meins). Ich bestellte sie ab, um Ressourcen zu sparen. Geht ja auch alles online. Allein – da schaue ich denn doch nicht rein, zumindest nicht ohne eine bestimmte Kaufabsicht.

Doch das Blättern in den „richtigen“ Katalogen beflügelte zugegeben meinen Geist. Ich fand Lösungen für Probleme, von denen ich vorher nichts gewusst hatte, das ich sie überhaupt habe. Kann man doof finden. Mir aber gefiel es, ohne akute Not zu entdecken, was ich bräuchte, wenn der Ernstfall eintreten würde. Ich lernte neue Gerätenamen wie Wiedehopfhaue, Pendelhacke und Setzhäundl (Gartenkatalog Manufactum) kennen und fühlte mich nach der Lektüre von „Es gibt sie noch, die guten Dinge“ für alle Lebenslagen gewappnet.

IKEA hingegen half mir, wenngleich auch manchmal Kopfschütteln bei mir auslösend, den Anschluss an die Moderealitäten der Innenarchitektur zu halten. Die typisch untypischen Designs von „Idioten Kaufen Einfach Alles“ waren ja eigentlich nicht immer so idiotisch. Wenn man bereit war, sozusagen „ums Eck“ zu denken. Wie bei der Gießkanne (PS 2002), die vom leeren Bauch nahtlos in die oben offene Ausgießtülle übergeht. Genial. (Ja, ich weiß, Manufactum hätte das stilvoller beschrieben. Und ja, den allerletzten IKEA-Katalog besitze ich noch!)

Mit den Office-Katalogen präparierte ich mich die Fortbildungen zu „Ordnung im Büro“. Vieles darin ist mittlerweile eher nostalgischer Art. Das papierlose Büro ist – seit gefühlt 30 Jahren heraufbeschworen – ist fast am Ziel, die Vorratslager diverser Büros noch gefüllt von nicht mehr verwendeten Heftstreifen, Hängetaschenhefter und Fächerhängemappen … Geister der Erinnerung an frühe Bibliothekszeiten steigen hoch, ach ja. Manches darf man auch verabschieden, um Platz für Neues zu schaffen. Auch das ist bekanntlich Lernen.

Aber wisst ihr was?! Ich bin grad sowas von nostalgisch gestimmt … ich bestelle mir jetzt doch wieder einen Bildband! Genüsslich beim Frühstücken sich völlig ohne Not fortzubilden, was der Konsum so zu bieten hat. Und mich dann daran erfreuen, dass ich doch (fast) schon alles habe oder gar nicht gleich brauche oder über nebenan.de ausleihen kann. Ein befriedigendes Gefühl. Satt, aber angeregt … ist das nicht herrlich?!
Und bereit, die Weihnachtswunschliste zu eröffnen … wie wäre es mit dem im Manufactum-Gartenkatalog zufällig entdeckten „Das neue Buch vom Leben auf dem Lande“ von John Seymour. Die 1976 als Ursprungsausgaben unter dem Titel „Das grosse Buch vom Leben auf dem Lande: Ein praktisches Handbuch für Realisten und Träumer“ mir wie eine Offenbarung vorkam. Das „Urban Gardening“ der jungen Menschen von heute lebt im kleinen Stil das, was wir im großen Stil (aus guten Gründen) nicht zur realisieren wagten. Auch damals blätterte ich inspiriert in Katalogen und Bildbänden. Doch gelernt hatte ich elternseits leider nur, nicht träumen zu dürfen. Das hole ich heute nach. Alleine vom Schreiben über „Kataloge“ fühle ich mich beschwingt … ja, diesen ulkigen amerikanischen „National Mail Order Catalog Day“ sollte man wirklich einmal im Jahr begehen!

Rund um Online-Umfragen

11. August 2021 Kommentare deaktiviert für Rund um Online-Umfragen

Wichtige Funktionen in Online-Umfragen für den Support der eigenen Website-Angebot und was zu beachten ist, bspw. in punkto Aufmerksamkeitsspanne, außerdem eine Übersicht von 40 Anbietern und was sie ausmacht inklusive Preise stellt Jan in Digital Affin sehr eingängig dar in seinem Beitrag „Womit führe ich eine Umfrage online durch? – 43 Online Umfrage Tools im Vergleich“.

ASpB-Tagung Frühbuchertarif bis 31.07.21

27. Juli 2021 Kommentare deaktiviert für ASpB-Tagung Frühbuchertarif bis 31.07.21

Für die virtuelle Jubiläumstagung unter dem Motto „Veränderung nur ist das Salz des Vergnügens – 75 Jahre ASpB“ am 15.-16.09. lässt sich bis zum 31.07.2021 der Frühbuchertarif nutzen.
Hier zur Anmeldung.

15.7. –Welttag für den Kompetenzerwerbs junger Menschen – in Coronazeit kein Leichtes

15. Juli 2021 Kommentare deaktiviert für 15.7. –Welttag für den Kompetenzerwerbs junger Menschen – in Coronazeit kein Leichtes

Klingt ein wenig sperrig, ist jedoch löblich: Der „Welttag für den Kompetenzerwerbs junger Menschen“
oder auch: Youth Skills Day – was uns Deutschen nicht wirklich leichter über die Lippen bzw. Zunge geht. In der Pandemiezeit ist es ebenfalls kein Leichtes, jungen Menschen Kompetenzen aneignen zu lassen.

Heute las ich in meiner Heimatzeitung über eine Abschlussklasse, in dem ein Schüler 2x ein Covid-Negativ-Ergebnis hatte, dann aber doch erkrankt war. Das führte nach einem positiven PCR-Test am Wochenende mit dadurch bedingter Verspätung zur 10-tägigen Quarantäne einer 19-köpfigen Klasse. Glück gehabt: In den wenigen Stunden, die die Klasse noch beieinander saß, kam es zu keiner weiteren Ansteckung.

Pech allerdings, dass das nun anberaumte Homescooling in die Woche der Praktika fiel. Dem Zeitungsbericht zufolge war der Chef der Praktikumsfirma not amused, seinen möglicherweise künftigen Lehrling nicht kennenlernen zu können.

All das schlägt vielen auf die Psyche und den Geldbeutel.

Jugendliche, Eltern, Ausbildungsbetriebe sollten sich nicht damit alleine fühlen, sondern sich kompetente Unterstützung holen. Beispielsweise könnte eine erste und unkomplizierte Anlaufstelle das Familienportal des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit seinem Angebot einer Krisentelefonberatung sein.

Auch unsere österreichischen Nachbarn bieten eine Notrufnummer unter dem Slogan Rat auf Draht für Kinder und Jugendliche und auf einer Extraseite auch für Eltern anonym und kostenlos an.

Im Artikel „Ausbildung ist das Gebot der Stunde“ wird auf die Parole bzw. das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ verlinkt. Hierbei geht es um die Ausbildungsprämien, Zuschüsse zur Verhinderung von Kurzarbeit, den Lockdown II-Sonderzuschuss und die Übernahmeprämie.

Zu „Ausbildung in Zeiten von Corona“ hat der BIBB ein Papier (Heft-Nr. 223) herausgebracht. Es sind die Ergebnisse einer empirischen Studie zu Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Ausbildungsbetriebe. Die 42 Seiten sind als kostenlose PDF downloadbar.

Auszug aus S. 25: „Im Zuge der coronabedingten Kontaktbeschränkungen haben nur relativ wenige Betriebe der ausgewählten Berufe digitale Geräte eingeführt. Insgesamt nur fünf Prozent der Betriebe haben in der Krise in dieser Hinsicht reagiert. Hier zeigt sich erneut, dass der öffentliche Dienst (13 %) und Industrie und Handel (11 %) etwas aktiver wurden als das Handwerk (4%) und das Gastgewerbe (3 %).“

Studierende: Zurück zur Präsenz oder doch lieber online?

5. Juli 2021 Kommentare deaktiviert für Studierende: Zurück zur Präsenz oder doch lieber online?

Trotz Erleichterung durch geringere Kosten (Miete, Fahrten) möchten laut meiner Mini-Abfrage von Studierenden in Bibliothekswissenschaften an der TH Köln wieder zurück zur Präsenzveranstaltung. „Wir hatten uns auch mal auf ein Bier per Videochat getroffen, doch das war es nicht“, so die leicht frustrierte Ansage. Es zählt der fachliche wie auch zwischenmenschliche Austausch, und das kann kein Bildschirm auf Dauer ersetzen. Eine Zuschaltung von z. B. externen Dozent(inn)en wäre allerdings akzeptiert.

Ich schließe hier direkt an eine Meldung an, die mich nachdenklich stimmte. Daher – bevor ich sie zitiere – meine Bitte an alle Lehrende, aber natürlich auch an alle Arbeitgeber/innen und Vorgesetzte: Fragen Sie gezielt nach, welche Parameter geändert werden könnten, nachdem Covid uns alte und neue Handlungsmuster kennenlernen ließen. Dass alles beim Alten bleibt, kann es nicht sein.

In den vergangenen Wochen und Monaten haben viele Menschen anders gearbeitet als zuvor. Wenn sie jetzt an ihre Arbeitsplätze zurückkehren, würden sie einige dieser Veränderungen vielleicht gern beibehalten oder fürchten, dass alte Konflikte wieder zurückkehren – seien es Konflikte mit Kolleginnen und Kollegen, Vorgesetzten oder auch in der Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben. Leider zögern oder unterlassen es viele Menschen jedoch, an ihrem Arbeitsplatz Veränderungen anzustoßen; sie behalten Ideen, Fragen oder Bedenken lieber für sich, statt sie zu äußern, sagt Dr. Michael Knoll, Arbeits- und Organisationspsychologe an der Universität Leipzig.“ [via idw|

Vom Lernort zum Coworking-Space #bibtag21

29. Juni 2021 Kommentare deaktiviert für Vom Lernort zum Coworking-Space #bibtag21

Ein Text von Janet Wagner auf Biblioblog über die verschiedenen Konzepte, die Klaus Ulrich Werner auf dem Bibilothekartag behandelt hat.

Wissens-Blitz: Aufgeräumt im Home Office

15. Juni 2021 Kommentare deaktiviert für Wissens-Blitz: Aufgeräumt im Home Office

Dreßler, Saskia (2021): Aufgeräumt im Home Office: Ein ordentlicher Schreibtisch erhöht die Arbeitseffizienz. wissens.blitz (213). http://www.wissensdialoge.de/ordentlich_arbeitsplatz

09.06. – Internationaler Tag der Archive – International Archives Day 2020

9. Juni 2021 Kommentare deaktiviert für 09.06. – Internationaler Tag der Archive – International Archives Day 2020

Mit Archiven verbindet uns Bibliotheken so einiges. Daher ist es nur gerechtfertigt, am „Internationalen Tag der Archive“ Glückwünsche auszusprechen und ihnen gute Erfolge zu wünschen und immer einen verlässlichen Regeletat. Doch ereiterte Mittel können alle Gedächtniseinrichtungen gut brauchen, und so wurde ich an der FH Potsdam, Archivwissenschaft, zu einem Gastvortrag zum Thema Fundraising eingeladen.

In der Vorbereitung hierfür unternahm ich Recherchen, um adäquate Beispiele für Medienrelevantes in Sachen Pressearbeit im Zusammenhang mit der Unternehmenskommunikation beim Sponsoring zu finden, aber auch zu Stiftungen oder Fördermittel. So fand ich Hinweise auf Förderungen etwa vom Land Baden-Württemberg für das Archivwesen und Kulturgut oder vom Land Nordrhein-Westfalen.

Merchandising hingegen gehört nur noch bedingt zum Fundraising und ist eher unter Kulturmarketing anzusiedeln. Dennoch dürften kleine Zusatzeinnahmen – vom Marketingeffekt her abgesehen, den jedoch auch Sponsoring erzielt – nicht schaden. So entdeckte ich im Blog der Archive im Kreis Siegen-Wittgenstein die Meldung: Werbung: Archiv-Merchandise für einen guten, archivischen Zweck, veröffentlicht am 09.03.2021 allerlei brauchbare Artikel, von der Getränkeflasche über Taschen und Tassen bis zum T-Shirt (Ursprungsquelle: Redbubble). Besonders angetan war ich von einem Kleid, die die Dienste von Archiven auflistete. Da wird so manche/r etwas verdutzt gucken und hoffentlich vor allem den Begriff „Anbietung“ gegenüber der Trägerin des Kleides nicht missverstehen.

Der Erlös daraus soll übrigens als Spende an das Archiv des Jugendhauses gehen. Von derlei Aktion können auch Bibliotheken gerne etwas lernen. Daher … schaut doch mal ums Eck zu euren guten Nachbarn, den Archiven!

Brückentagthema: Querulieren

4. Juni 2021 Kommentare deaktiviert für Brückentagthema: Querulieren

Brückentag nach Fronleichnam … ja, ein paar Bundesländer quengeln jetzt, da nicht katholisch genug. Könnt ja dagegen klagen. Ein/e echte/r Querulant/in würde dies tun. Anlässe zu Querulation (– was für ein herrlich altmodisch anmutendes Wort! –) gibt es mehr als genug, wer zänkisch aufgelegt ist. Und zwar nicht nur derzeit mit Themen wie Für-und-Wieder-Mund-Nasen-Schutz, Sperrstunden, Impfpflicht, Homeoffice, Grünenkanzlerin undsoweiterundsofort, sondern genügend Anlässe gab es schon immer.

Daher lautet mein heutiger „Orchideenthemen-Tipp“ für unseren (in meinem Falle) bayerischen Brückentag: Buchpräsentation von Rupert Gaderer: „Querulieren. Kulturtechniken, Medien und Literatur 1700-2000“, ausgerichtet vom Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen am 14.06.21 um 18 Uhr via Zoom.

In der Pressemeldung ist ebenfalls zu erfahren, dass diese Monografie der erster Band einer neuen Reihe mit dem Titel „Media. Literaturwissenschaftliche Forschungen“ des Verlags J. B. Metzler ist. Medieneinrichtungen wie Bibliotheken sollte das interessieren. Und mit Querelanten haben sie es ja auch zur Genüge zu tun. Vielleicht hilft ein Blick zurück in die Geschichte, um gelassener noch mit dem Thema umzugehen.

Mit Dr. Rupert Gaderer aus der Ruhr-Universität Bochum diskutiert Prof. Dr. Juliane Prade-Weiss aus der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zoom-Teilnahme nach Mail-Anmeldung bei Emily Beyer bis 11.06.21.

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