Atlas der Innovation führt zu Ideenschmieden in und für die Verwaltung

8. März 2021 Kommentare deaktiviert für Atlas der Innovation führt zu Ideenschmieden in und für die Verwaltung

Gleich mal rund um Bamberg gekuckt: Die nächste innovative Stadt ist dem Atlas nach Coburg. Aha, die „Herzöglichen“ punkten mit Creapolis,und zwar fürs Kommunale als „angestrebten Wirkungskreis“. Der Link führt – nicht ganz überraschend – zur Hochschule Coburg … und zu einer Fehlermeldung. So viel zu Innovation. Frau behilft sich mit der Sucheingabe und wird auch gleich fündig:

CREAPOLIS hat zum Ziel, das Know-how und die an der Hochschule Coburg vorhandenen Kompetenzen stärker in die Region zu tragen und gemeinsam mit unseren Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft neue Kompetenzen auf- und auszubauen. Dieser Austausch von Wissen stellt neben Lehre und Forschung die sog. ‚dritte Mission‘ der Hochschule dar und wird als ‚Transfer‘ bezeichnet. Durch diverse Transferaktivitäten möchte CREAPOLIS zu einer positiven, innovationsbasierten Regionalentwicklung beitragen.

Hinter dem Atlas steht das aus der „Kleinen Exzellenzinitiative“ hervorgegangene Projekt WITI, Wissens- und Ideentransfer für Innovation in der Verwaltung, angesiedelt an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaft Speyer.

Mein zweites Beispiel führt uns zu LEONARDO und in meine Heimatstadt Nürnberg. Im Atlas ist unter den „Akteursgruppen“ ebenfalls nicht „Politik und Verwaltung“, stattdessen Wissen und Zivilgesellschaft angegeben. Das „Zentrum für Kreativität und Innovation“ bietet beispielsweise auf über 1.000 qm Workshopräume, Präsentationsflächen und unterschiedliche Werkstätten für Lehrende, Studierende und Mitarbeiter*innen der beteiligten Hochschulen sowie Personen aus sozialen und gemeinnützigen Organisationen, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft der Region Nürnberg und darüber hinaus, so ist auf den Webseiten zu erfahren.

Doch der Pressemeldung nach soll der Atlas soger „über 110 Innovationeinheiten der öffentlichen Verwaltung in Deutschland, Österreich und Schweiz […] enthalten“.  Findet Sie sie! Ihr könnt dazu den Filter „Wirkungsbereich“ nutzen.

11.2. Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft

11. Februar 2021 Kommentare deaktiviert für 11.2. Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft

„Auch an diesem Thema könnten unsere Bibliotheken wunderbar andocken und für Unterstützung und Veränderungen sorgen.“

Vor einem Jahr … herrje, noch völlig ahnungslos, was da auf uns zukommen würde … stellte ich diese Möglichkeit in den Raum. Und?! Wollte und konnte auch nur eine einzige Bibliothek diesen „Bedenk-Tag“ 2020 bzw. 2021 mit einer Veranstaltung oder Aktion begehen? Das würde mich sehr, sehr interessieren. Eine erste Recherche ergab – nichts. Oder was habe ich übersehen?

Historiker-Projekt zur Coronakrise – auch für Bibliothekserfahrungen!

10. Juni 2020 Kommentare deaktiviert für Historiker-Projekt zur Coronakrise – auch für Bibliothekserfahrungen!

Bald alles wieder vergessen, was uns einst so stark beschäftigte, ein gesichertes Einkommen oder und den Schlaf raubte, Beziehungen auf die Probe stellte und die Bibliotheksorganisation strapazierte, aber auch strahlend-blauen Himmel, neue Freundschaften und reichlich Phantasie bescherte? Mitmachen beim Historiker-Projekt zur Coronakrise, bevor wir wieder zur Tagesordnung übergehen! Hierbei könnten Bibliotheken ins kollektive Gedächtnis der in der Krise (so gut wie) vereinten Leidenswelt gelangen. Und ein Stück weit eigene Aufarbeitung ist es allemal …

Bildschirmmedien beeinflussen Vorstellungskraft von Kindern

13. Mai 2020 Kommentare deaktiviert für Bildschirmmedien beeinflussen Vorstellungskraft von Kindern

… und ich bin mir nicht sicher, ob nicht auch Erwachsene so langsam die ihrige ebenfalls verlieren, sofern mal vorhanden. Ich halte das Ergebnis der Studie von Regensburger Pädagogen an Kindern für durchaus realistisch und nachvollziehbar. Wer alles fertig vorgesetzt bekommt, muss nicht selbst denken oder die innere Quelle eigener Emotionen entdecken und ergründen. Die Phantasie liegt brach, die schließlich Motor aller Gedankenreisen ist. Kein Wunder, dass das Home-Schooling nur ein rudimentärer Ersatz für „echtes Er-Leben und Er-Denken“ sein kann.

Genau so dürfte es auch uns Erwachsene gehen. Viele Fähigkeiten werden verschüttet, sehr viel spontan abrufbares Grundwissen geht verloren durch übermäßigen Gebrauch von Bildschimrmedien. Wer noch zu den Lesenden oder zu den Schreibenden zählt, ist allerdings bestens gewappnet gegen Stumpfsinn und Banalitätsrauschen im Hirn. Auch, wer noch aus dem Fenster sieht und, die Wolken und das Licht betrachtend, sagen kann: „Sieht nach baldiger Wetterbesserung aus. Ich glaube, heute gehe ich noch mit dem Hund raus!“, statt die Wetterapp aufzurufen, sollte gefeit sein vor der Allmacht elektronischer Auskunftsmittel, die das „nackte“ Denken nur noch als unnütze oder luxuriöse, ja, gar schon als nerdige Spielerei erscheinen lassen. Denn Nerds sind nicht mehr die Technik-Freaks, sondern diese seltsame Spezies, die graue Gehirnzellen ohne Not von alleine routieren lässt.

Fazit – und ein uralter Hut: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“
(Okay, ja, ich habe den korrekten Spruch von Paracelsius nachrecherchiert – elektronisch unterstützt. Aber das alles vorher war echt von mir selbst erdacht, angeregt durch die Pressemeldung via idw-online – ich schwöre!)

P. S.: Wir haben in diesem Blog bislang noch nie die Schlagwörter „Vorstellungskraft“ und „Phantasie“ benutzt. Es scheint, als wären Daten, Fakten, gesichertes Wissen als ausschlaggebend für unsere Meldungen. Sind wir zu sehr Wissenschaftler/innen?! Zur Ehrenrettung: Auch da ist Vorstellungskraft etwas sehr essentielles, um Gedankenmodelle zu entwickeln, die es zu erforschen gilt. Vielleicht aber sollten wir dennoch mehr auf eine Balance achten, mit welchen Themen wir uns tagtäglich beschäftigen. Und eben auch, durch welche Medien wir sie konsumieren, interpretieren und abschließend euch servieren … 😉

11.2. Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft

11. Februar 2020 Kommentare deaktiviert für 11.2. Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft

Auch an diesem Thema könnten unsere Bibliotheken wunderbar andocken und für Unterstützung und Veränderungen sorgen.

Die deutsche UNESCO-Kommissionsseite: „Wissenschaft braucht die besten Köpfe. Allerdings wird immer noch viel Forschungspotenzial verschenkt, da zu wenige hochqualifizierte Frauen in der Forschung arbeiten.“ Sie sieht außerdem ein Handlungsfeld bei den Müttern.

Die österreichischen Seiten der UNESCO stößt ins gleich Horn, ergänzt jedoch in Richtung „solide und bodenständig“.  „Weltweit geht viel Forschungspotenzial verloren, da zu wenige hoch qualifizierte und gut ausgebildete Frauen in der Forschung arbeiten.“ Sie vergisst im weiteren Verlauf des Artikels auch die Mädchen nicht.

Zum Vergleich nun noch das englischsprachige Statement.

 

Broschüre „Urheberrecht in der Wissenschaft“

20. September 2019 Kommentare deaktiviert für Broschüre „Urheberrecht in der Wissenschaft“

Diese Handreichung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unter Mitwirkung des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. soll eine Orientierung geben, in welchem Rahmen und unter welchen Voraussetzungen urheberrechtlich geschützte Werke für die Lehre und Forschung im Hochschulbereich genutzt werden können. 

[ https://www.bildung-forschung.digital/de/urheberrecht-in-der-wissenschaft-ein-ueberblick-fuer-forschung-lehre-und-bibliotheken-2648.html]

MobyDig könnte ein großer Fang sein …

16. August 2019 Kommentare deaktiviert für MobyDig könnte ein großer Fang sein …

… in Sachen Blended Learning und Flipped Classroom mit differnzierten Lernmodi, innovativ durch neueste IKT-Technolgie und einem integrierten Mobilitätskonzept namens ISPs (Intensive Study Programmes) aufgemotzt und das alles als OER-Content. Im Moment ist das vom EU-Programm Erasmus+ geförderte Projekt der Kooperation verschiedener internationaler Universitäten lediglich gedacht zur Erhöhung der Attraktivität von MINT-Fächern, beginnend mit Chemie. Doch könnte der Fisch groß genug sein, um seine Wellen auch auf andere Strände schwappen zu lassen.

Details:

„Die Studierenden können die Online-Kursinhalte flexibel in ihrer Lerngeschwindigkeit, -zeit und -umgebung bearbeiten, während die „virtuellen Klassenzimmer“ bspw. für Diskussionsrunden / „Q & A-sessions“, für Gruppen- / Projektarbeiten oder dem Erfahrungsaustausch dienen. Die Intensivstudienprogramme bieten ein hohes Maß an praktischen Erfahrungen, einen direkten Wissenstransfer zu realen Anwendungen sowie eine interaktive Lernumgebung. Das Kurskonzept ermöglicht auch den Erwerb transversaler Kompetenzen und Skills, die für den Arbeitsmarkt von hoher Relevanz sind. Vom Kompetenzerwerb profitieren nicht nur die Studierenden, sondern auch das Lehrpersonal. Moby Dig generiert zusätzlich ein nachhaltiges und übertragbares Lernkonzept, um die Attraktivität von MINT-Fächern/ -modulen zu erhöhen.“ [via idw-online]

Lassen Sie sich nichts gefallen!

12. Februar 2019 Kommentare deaktiviert für Lassen Sie sich nichts gefallen!

„Während Wissenschaftler mitgenommen werden auf Tagungen und Konferenzen, hört das bei Frauen dann irgendwie auf, die werden nicht mehr mitgefördert und bleiben in dem mittleren Segment hängen.“ (Prof. Dr. Katja Sabisch)

Am gestrigen International Day of Women and Girls in Science / Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in den Wissenschaften erklären Wissenschaftlerinnen in einem Interview mit Martin Horn (Westfälische Rundschau), warum Frauen es in der Wissenschaft immer noch schwer haben.

„Laut dem UNESCO-Institut für Statistik liegt der weltweite Frauenanteil in der Forschungs- und Entwicklungsarbeit bei unter 30 Prozent“, so die Österreichische UNESCO-Kommission.

Also, lassen Sie sich mitnehmen! Haken Sie immer wieder nach, bringen Sie sich selbst ins Spiel! Spielen Sie nicht die Beleidigte, sondern handeln Sie einen Deal aus, beispielsweise „einmal ER, einmal SIE“. Sprechen Sie mit ihrer Gender-Beauftragten. Lassen Sie sich nichts gefallen, und verhalten Sie sich niemals als Opfer des Systems!

Altern – wen interessiert das? Publikationstipp

11. Mai 2017 Kommentare deaktiviert für Altern – wen interessiert das? Publikationstipp

Uns natürlich! Bibliotheken sollten sich immer wieder aufs Neue mit verschiedenen Altersstrukturen auseinandersetzen. Nur so lassen sich neue Kunden generieren und sowieso alte Kunden (also jetzt doppeldeutig gemeint) binden. „Menschen in Deutschland altern heute später, länger und anders als frühere Generationen“, stellt Prof. Dr. Hans-Werner Wahl, Alternsforscher an der Uni Heidelberg, fest. Seine Publikation „Die neue Psychologie des Alterns. Überraschende Erkenntnisse über unsere längste Lebensphase“ (Kösel-Verlag 2017) könnte also auch für Bibliotheksmitarbeitende eine gute Quelle sein, den eigenen Umgang mit ihren „alten“ Kunden zu überprüfen, aber auch allfällige Bestandsarbeiten entsprechend den Erkenntnissen anpassen. Diese sind beispielsweise, dass sich die heute Älteren wesentlich jünger fühlen und auch zufriedener sind, als es in der Generation beispielsweise meiner eigenen Großeltern noch war.

Der Titel der Pressemeldung „Vom richtigen Umgang mit dem „jungen Alter“ und dem „alten Alter“ ist folglich eine Aufforderung an uns, die wir doch immer wieder nahe am Menschen sind, uns stärker mit dieser Facette der Kundenorientierung zu befassen. Letztendlich auch mit uns selbst, denn der überwiegende Anteil der an Bibliotheken Beschäftigten dürfte bald selbst das eigene Altern „an die Hand“ nehmen.

Wo bin ich?

Du durchsuchst momentan Beiträge mit dem Schlagwort wissenschaft auf Fortbildung in Bibliotheken.

%d Bloggern gefällt das: