Auszeichnung für Podvertising

2. November 2021 Kommentare deaktiviert für Auszeichnung für Podvertising

Als „kleine Dissertation“ sogar wurde die Masterarbeit von Laura Siehler zu Podvertising, ausgezeichnet u. a. mit dem Kulturpreis Bayern, bezeichnet. Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt kann stolz auf sie und sich sein. Ich halte die Meldung nicht nur wegen der räumlichen Nähe zu meinem Heimatort Bamberg für elektrisierend, sondern auch, weil mir (Nicht-Hörbuch-Hörerin) auch das Podcast-Thema von je her nicht allzu bedeutend erschienen – was es aber sein sollte! Zumindest für Bibliotheken.

Denn durch dieses Genre lassen sich offensichtlich viele erreichen und lässt sich Vertrauen aufbauen. Wenn Bibliotheken das überhaupt noch nötig haben. Aber sie zeigen damit, dass sie den Anschluss an die Mediengewohnheiten der Bevölkerung nicht verpasst haben.

Nun gut, ist sicher eine Frage des Geschmacks und eben auch der Gewohnheit. Ich ertappe mich beim Zuhören, dass ich nebenher noch lese und schreibe und meine Gedanken logischerweise abdriften. Ruhig dazusitzen und zu lauschen … ne, das liegt mir nicht. Mal abgesehen davon, wenn es beruflich geboten ist. Aber ich fahre auch nicht zur Arbeit und freue mich, im Stau sinnvoll unterhalten zu werden.

Situation der Erwachsenenbildung im Ländervergleich

1. April 2021 Kommentare deaktiviert für Situation der Erwachsenenbildung im Ländervergleich

Knapp 40% der befragten Personen [in Österreich] geben an, sich in den letzten 12 Monaten [2020] an formalen und non-formalen Lernmöglichkeiten für den Job beteiligt zu haben. In den USA, die in diesem Punkt auf Platz 1 liegen, liegt der Prozentsatz bei 50%. (erwachsenenbildung.at)

2019 hatten „rund die Hälfte der Erwachsenen in den OECD-Ländern […] kein Interesse an entsprechenden Angeboten. Deutschland liegt hier mit 46 Prozent der Erwachsenen, die an berufsbezogener Fort- und Weiterbildung teilnehmen, über dem OECD-Durchschnitt (40 Prozent).“ (wb-web)

IMöchen Sie wissen, wie sich diese und weitere Situationen für Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern in Sachen Erwachsenenbildung für 2020 verhielt? Hat sich die Teilnahmebereitschaft in der Corona-Krise verändert? Hier geht’s zum „Dashboard on priorities for adult learning“ der OECD.

Trendstudie Fernstudium 2021 – hochzufrieden trotz Pandemie! 

9. März 2021 Kommentare deaktiviert für Trendstudie Fernstudium 2021 – hochzufrieden trotz Pandemie! 

Besonders über die Studienbedingungen waren über 96% der 6.400 Befragten sehr zufrieden, und das vor allem im Bezug auf einen ungestörten Ablauf. Nicht ganz dreiviertel der Fernstudierenden meinten, die Pandemie hätte sich nicht auf das Studium ausgewirkt, so die Pressemeldung der IUBH Internationale Hochschule GmbH.

Da Lern-Apps, Videokonferenzen, Tutorials und Podcasts ohnehin zu ihrem Studienalltag gehört, diese nun aber auch im Alltag der Bildungsanbieter Dank Corona besser funktioniere, kann man von einem echten Zugewinn ausgehen. Dabei sei eine individuelle Betreuung für 93% der Studierenden wichtig.

Ich finde es bemerkenswert, dass „durch Corona […] 25% der befragten Interessierten überhaupt erst klar geworden [ist], wie wichtig Weiterbildung ist.“ Ja, ja … 🙂

Stagnation der Kognitivität ab Mitte 30?

21. Oktober 2020 Kommentare deaktiviert für Stagnation der Kognitivität ab Mitte 30?

Die gute Nachricht: Unsere kognivite Leistung, also Wahrnehmen und Verarbeiten, ist besser als noch vor 100 Jahren. Die schlechte Nachricht: Sie soll wohl ab Mitte 30 stagnieren.

Festgestellt wurde dies anhand 24.000 abgespeicherter Schach-Turnierspiele aus 125 Jahren, die mit Computerzügen abgeglichen wurden. So konnte mathematisch die Leistungskurve(n) von Profi-Schachspielern errechnet werden. (Hm, ob man allerdings MEINE kognitiven Fähigkeiten mit diesen Ergebnissen vergleichen kann, das wage ich zu bezweifeln, bzw. will ich lieber mal nicht herausfinden.)

Etwas irritierend ist die Aussage in der PM: „Die kognitive Leistungsfähigkeit folgt einem Altersprofil, das zunächst ansteigt und ab etwa der Mitte des vierten Lebensjahrzehnts ein Plateau erreicht.“ Wie jetzt … doch erst später? Na, das klingt doch schon besser!

Dass wir uns sogar noch bis 50 geistig steigern können, lässt folgende Bemerkung hoffen: Die Spieler würden ab einem gewissen Alter nicht mehr spielen, weil nicht mehr gut genug, und man könne wegen des Selekionseffekts die Kurve nicht auf die breite Bevölkerung übertragen.

Also, wisst ihr was … Studie hin oder her … ich wäre doch einfach nur froh um ein Patt, sagen wir mal um die 60 herum? Ich möchte dann einfach so viel Neues gelernt wie verlernt haben, dass sich das Verlernen (ab der Rente meist reflexhaft als „Demenz“ bezeichnet) als wohltuende Erholung anfühlt. Vielleicht habe ich dann endlich genügend geistige Kapazität frei, um das Schachpielen meiner Jugend wieder aufzunehmen!

Beziehung stärken zu älteren Beschäftigten erhöht deren Hilfsbereitschaft

17. September 2020 Kommentare deaktiviert für Beziehung stärken zu älteren Beschäftigten erhöht deren Hilfsbereitschaft

Eigentlich ganz einfach: Hochwertiger Kontakt und eine positiv gestaltete Beziehung führen zu mehr sozialer Achtsamkeit und Empathie. Wozu es da eine Studie braucht? Egal, sie ist nun mal da. Das Besondere an ihr ist, dass sie sich der Altersunterschiede im Beruf annimmt und ihr Augenmerk besonders auf die älteren Beschäftigten richtet.

Diese wären nämlich nicht mehr so sehr an „Wachstum“ und „Eintwicklung“ interessiert – (Einspruch: Ich erlebe das auf dem Bibliothekssektor derzeit ganz, ganz anders! Die kurz vor der Rente stehenden Kolleginnen drehen oft so richtig nochmal auf!) –, sondern wären mehr an „sozial-emotional bedeutsamen Erfahrungen“ interessiert, so die Pressemeldung via idw-online.

Wie auch immer …

Die direkte Folge dieser Offenheit für die Bedürfnisse und Interessen anderer war eine erhöhte Bereitschaft [der Älteren], Kolleginnen und Kollegen bei der Lösung schwieriger oder zeitkritischer Aufgaben zu unterstützen. Auch die Motivation zu emotionaler Unterstützung stieg deutlich an.

Fazit: Mentorenprogramme und, wie ich meine, kollegiales Lernen sind in Zeiten von … (ätsch, nein nicht in corona-, sondern von) … immer älter werdender Bibliotheks“wesen“ ein „Must have“ für jeden Betrieb.

Depressiven Verstimmungen wirkungsvoll begegnen

25. August 2020 Kommentare deaktiviert für Depressiven Verstimmungen wirkungsvoll begegnen

In eine leicht depressive Stimmung könnte kommen, wer eine In- wie Auslandstour gemieden hat und stattdessen coronafallzahlensenkend zuhause blieb. Aber auch alle, die das derzeitige Berufsleben abstands- und maskenbedingt als sehr belastend empfindet, brauchen irgendwann etwas, was sie wieder halbwegs nach oben zieht. Urlaub zum Beispiel … ach ne, geht ja nicht. Hier springt der iFightDepression® in die Bresche. Der von der European Alliance Against Depression kostenlos zur Verfügung gestellte Selbsttest soll laut einer Studie tatsächlich hilfreich sein, um die physische Gesundheit zu stärken.

Dazu klickt man auf den Button „Selbsttest“ und scrollt sodann nach unten (bei mir am PC mit Firefox hat sich wider erwarten keine neue Seite oder kein neues Fenster aufgetan.) Es folgen 9 anzukreuzende Befindlichkeitsfragen. Nach dem Abschicken erhält man online sofort die Auswertung.

Soweit, so allgemein. Löblich, dass es auch Seiten für „junge Menschen“, „Familie und Freunde“, „Multiplikatoren“, „Ärzte und Apotheker“ und für Arabisch Sprechende“ gibt. Letzteres erscheint ein wenig überflüssig, nachdem im Framebereich für einige andere Sprachen eine Ländereinstellung zur Verfügung steht. Wie auch immer …

Bei den Multiplikatoren lässt sich unterscheiden nach Medien, Lehrer, Pfarrer und Seelsorger, und Polizei. Medien meint natürlich wieder mal nur die Presse. Bibliotheken kommen sowieso nicht vor, also ordnen sie sich am besten selbst irgendwo zu. Wir vereinen ohnehin alle Berufe in unserer Jobbeschreibung.

Schauen wir mal zu den Lehrern und aller -innen (was allerdings nirgends gegendert ist). Neben dem obligatorischen Ratschlag, zu einem Besuch beim Hausarzt und zu klinischen Diagnosen zu raten, erfahren wir mehr über Diagnoseparameter. Diese sind mit 21 Faktoren etwas umfangreicher als die, die sich im Selbsttest auftaten und klopfen psychologische, physische und Symptome auf der Verhaltensebene ab.

Es ist daher wichtig, zwischen Depression und Stress oder normalem Leiden wie Trauer zu unterscheiden.

Doch mit den Selbsttest und allgemeinen bzw. zielgruppenorientierten Ratschlägen alleine kann natürlich noch keine wirksame Verbesserung depressiver Stimmung erreicht werden. Deshalb gibt es die Kernmodule.

Ähnlich wie bei einer Psychotherapie lernen die Betroffenen in sechs Kernmodulen, wie sie Selbstüberforderung vermeiden, mit negativen Gedankenschleifen umgehen oder wie Schlaf und Stimmung zusammenhängen. [idw-online]

Man findet diese, indem man unter dem permanent eingeblendeten Rechteck „Selbstmanagement-Ressourcen“ nicht nur einfach den Button „Zum Selbsttest“ klickt, sondern auf „Weiterlesen“. Sodann erscheint – neben wieder mehr allgemeinen Ratschlägen – am linken Bildrand ein Menü mit den weiterführenden Seiten:

  • Selbstmanagement-Ressourcen (also die Seite, auf die man gerade gelangt ist und die allgemeinen Ratschläge enthält)
  • Gesunde Ernährung
  • Positive soziale Kontakte
  • Tagesplanung
  • Körperliche Aktivität
  • Gesunde Schlafgewohnheiten
  • Selbsttest (selbiger, den ich eingangs beschrieb)
  • iFightDepressions® Tool

Letzteres ist oder wäre das eigentlich spannende Element. Jedoch:

Wenn Sie denken dass Sie an einer Depression leiden könnten und daran interessiert sind das iFightDepression® Tool zu nutzen, bitten wir um Verständnis, dass es nicht möglich ist, Ihnen direkt einen persönlichen Zugang bereitzustellen. Wir empfehlen Ihnen aber stark, sich bei Ihrem Hausarzt oder Psychotherapeuten zu melden, damit Sie dort Unterstützung und andere Behandlungsformen oder Hilfestellungen erhalten. [iFightDepression®]

Als Hausartzt oder Psychotherapeut kann man sich zu einem 70-minütigen Onlinetraining anmelden und erhält nach dessen Absolvierung ein Zertifikat. Erst dann kann dieser Zertifizierte seine Patienten zur kostenfreien Nutzung des Tools einladen.

Sprich: Ich muss meinen Hausarzt dazu überreden, sich die Zeit zu nehmen, um mir einen Zugang zu verschaffen. Wenn ich bisher noch nicht in eine leichte depressive Verstimmung gefallen bin, dann spätestens jetzt. 😉

Präsenz- und Homeoffice-Kultur im Öffentlichen Dienst

19. August 2020 Kommentare deaktiviert für Präsenz- und Homeoffice-Kultur im Öffentlichen Dienst

Im öffentlichen Dienst sowie im Bereich IT und technische Dienstleistungen war Homeoffice bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie für etwa jeden zweiten Beschäftigten die Ausnahme, und wurde von Vorgesetzten häufig skeptisch bis ablehnend gesehen. [via idw-online]

Ja, ne, kennen Sie?! Und jetzt?! Ja, ja, hat sich dann doch als möglich erwiesen. Manchmal muss der Druck nur hoch genug sein, und alle Ausreden entpuppen sich als das, was sie sind – Ausreden eben.

Bei den Befragten einer Studie mit nachfolgender Publikation zeigte es sich, dass ein grundlegender Grund zur fehlenden Bereitschaft, Homeoffice zuzulassen, wie so oft die fehlende Fortbildung hierzu ist.

80 % der Befragten gaben an, die Führungskräfte seien nicht darin geschult, die Beschäftigten im Homeoffice zu unterstützen.

Und wie so oft wird das MISSTRAUEN groß geschrieben. Könnte ja jemand zuhause weniger arbeiten als unter den Argusaugen sämtlicher Angestellten. Jedoch: Gruppendruck ist selten gewinnbringend, you know!

Auf der anderen Seite scheinen die Kolleginnen und Kollegen dann aber doch irgendwie zu fehlen. Zumindest wird das als Herausforderung gesehen, so das Ergebnis der Studie. Na klar, ein bisschen Druck ist dann doch auch wieder hilfreich für manche.

Bleibt als Schlusserkenntnis:

Die Präsenz- bzw. Homeoffice-Kultur in Organisationen stehe zudem in Zusammenhang mit der mentalen Gesundheit der Beschäftigten. Durch die Möglichkeit zur Arbeit im Homeoffice können zum Beispiel Pendelzeiten verringert, die Vereinbarkeit und Beruf und Familie gesteigert und so Stress reduziert werden. Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen den Bedarf, sich auch in Zukunft mit dem Thema zu beschäftigen und Lösungen zu entwickeln, die den individuellen Bedürfnissen der Beschäftigten entgegenkommen.

Jawohl. Das sollten wir tun. Indem wir einfach mal sehen, ob uns Corona nicht auch Chance, nicht nur Krise sein wird.

Spießig, spaßbefreit, sorgenvoll … nein, wir reden hier nicht von uns!

24. Juli 2020 Kommentare deaktiviert für Spießig, spaßbefreit, sorgenvoll … nein, wir reden hier nicht von uns!

Es ist die Jugend zwischen 14 und 17 Jahren, so das Ergebnis der Sinus-Jugend-Studie, die sich ernst und besorgt, im besten Falle „gedämpft-optimistisch“ sieht. Party ade … am Ende lesen die gar wieder! 😉

Spaß beiseite … in Bibliotheken bleiben wir den Entwicklungen auf der Spur und stellen uns darauf ein. Mit Medien, Veranstaltungen und Bildungsangeboten. Daher sind derartige Studien Pflichtlektüre. Und ich musste unlängst feststellen … es scheint zu stimmen, was die da schreiben. Selbst erlebt.

In meinem Ehrenamt als Bamberger Schulbiene hatte ich mehrere Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahre zu einem netten Thema (Honig entdeckeln und schleudern, natürlich mit Kostproben) im Rahmen des BUND-Sommerprogramms. Also ganz entspannt eigentlich, nichts Verpflichtendes für die Kinder, alles freiwillig. Doch die Stimmung wirkte anders als alles, was wir bisher erlebten. Eben ernster, zurückhaltender, gut zuhörend, brav alles befolgen, was wir erbitten mussten (Hygiene, Sicherheitsaspekte), und irgendwie bar jedes Aufbegehrens, kaum Neugierde, keine Fragen, kein Unterbrechen, nichts einfordernd … es war gruselig. Nicht mal unsere Plüschtiere wurden in Augenschein genommen wie sonst, oder gar gestreichelt. Vielleicht tragen die ja auch den Virus und man muss Abstand halten?!

Nun, wir gaben den geforderten Abständen und den Mund-Nasen-Masken die Schuld an der seltsamen Stimmung. Wir waren schließlich Fremde und blieben es auch, da unsere Mimik nicht erkennbar war. Also, mir würde das auch die Petersilie verhageln, so als Kind.

Natürlich ist die Corona-Krise für oben genannte Studienerkenntnisse nicht ausschlaggebend gewesen. Der Zeitraum war ein anderer. Doch die Themen, die im Hintergrund fürs Verhalten sorgen, sind die gleichen. Ihr wisst schon … Klima, Umwelt, Hetze, Feindseligkeiten, Seuchen, … eben dystopische Aussichten.

So what?!

Ich schätze, wir werden lernen müssen, gegenüber der Jugend noch viel achtsamer mit dem, was wir körpersprachlich und verbal vermitteln, umzugehen. Wir werden genau hinhören und hinsehen lernen, um auf Augenhöhe und Respekt mit denjenigen zu kommunizieren, deren Zukunft mir (ehrlich, ganz ehrlich gesagt, und das trotz all meines bisherigen Grundoptimismusses) nicht geheuerlich ist.

Doch vor allem sollten wir eines in Bibliotheken für diese Generation tun: Sie unterstützen in ihrem Kampf gegen alles, was da auf sie zukommt. Und außerdem ihnen wieder etwas Ablenkung und Spaß bereiten! Denn nur ein frohes Herz hat Mut und Kraft, um das Leben zu meistern!

Das war mein Wort zum Sonntag … habt Spaß an diesem Wochenende, allem zum Trotz!!!

Papier und Bleistift gegen Tablet

17. Februar 2020 Kommentare deaktiviert für Papier und Bleistift gegen Tablet

Wie wirken sich Schreibwerkzeuge beim Lesen und Schreiben aus? Die Digitalisierung fordert mehr und mehr auch die Schulen heraus. Wie der Streit um den Digitalpakt gezeigt hat, stehen sich an den Meinungsfronten zwei extreme Positionen gegenüber: die einen sehen im Tablet-Computer ein Allheilmittel, um deutsche Schülerinnen und Schüler fit für die Zukunft zu machen. Die anderen glauben fest an die didaktische Überlegenheit klassischer Werkzeuge wie Stift und Papier. Die Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten Interventionsstudie mit Vorschulkindern sprechen für einen gesunden Mittelweg. So konnten Forschende der Universität Ulm zeigen, das analoge und digitale Schreibwerkzeuge ihre jeweils eigenen Stärken haben [via idw-online].

Social-Media-Nutzung: Vom Stress zur Abwechslung in die Sucht?

11. September 2019 Kommentare deaktiviert für Social-Media-Nutzung: Vom Stress zur Abwechslung in die Sucht?

Abhängigkeit kann ursächlich im Stress entstehen, wenn auf Plattformen Abwechslung statt Loslösung erfolgt, so eine Studie unter 444 Facebook-Nutzern. „Die Idee, dasselbe Umfeld, das den Stress verursacht, als Mittel zur Bewältigung dieses Stresses zu verwenden, ist neu. Es ist ein interessantes Phänomen, das für Technostress, der durch soziale Medien hervorgerufen wird, charakteristisch zu sein scheint.“ (Prof. Monideepa Tarafdar via idw-online).

Da horchen wir doch wieder mal tief in uns rein, nicht wahr?! Beruflich, in der Weiterbildung und im Privatbereich völlig auf Social Media zu verzichten scheint heute fast unmöglich zu sein. Muss ja auch nicht, solange ich gezielt das tue, was ich plante, zu tun – also z. B. meine Veranstaltung zu bewerben oder mich in der Community in Erinnerung zu rufen. Und solange ich mich gezielt mit denjenigen austausche, die ich vorhatte, zu „sprechen“, und nicht mit Hinz und Kunz im Belanglosen zu versumpfen.

Es steht sicherlich auch nicht zur Debatte, dass ich meinerseits die Aufmerksamkeit für eine begrenzte Zeit auf die Werbung und das „Hallo-ich-facebooke-instagrame-twittere-etc.-also-bin-ich“ der anderen zu richten. Niemand von uns muss durch den Tag hecheln und darf nur sinnvolle Arbeit oder Gespräche leisten, sondern darf sich genau wie im fleischlichen Leben an den virtuellen Türrahmen lehnen und mal ein Plauderminütchen abhalten und der Sozialisation ihren Tribut zu zollen.

Aber eben das muss man sich bewusst machen. Alles in Maßen, und zur Not hilft ein Wecker, um die Zeit nicht zu übersehen. Früher war das ein rascher Blick auf die Armband- oder Wanduhr, ein „Ups, ich muss dann mal wieder, war nett …“. Da viele dafür nur noch aufs Handy starren, sind sie auch bereits schon wieder mitten drin im Technostress.

Also, passt auf euch auf! Wie immer macht die Dosis das Gift!

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