Rezension zu Düren/Lipke: Praxishandbuch Strategische Planung und Controlling in Bibliotheken

16. Juni 2020 Kommentare deaktiviert für Rezension zu Düren/Lipke: Praxishandbuch Strategische Planung und Controlling in Bibliotheken

„Brauchen Bibliotheken noch ein weiteres Buch zum Thema ‚Strategisches Management und Controlling?'“, um mit dem ersten Satz des Vorworts zu beginnen. Die Frage ist berechtigt, sind doch in letzter Zeit etliche vergleichbare Bände erschienen. Kommen wir am Ende der Besprechung noch einmal auf diese Frage zurück!

Quantitativ gesehen bildet mit rund 100 Seiten der Teil I zur „Strategischen Bibliotheksplanung“ den Schwerpunkt des Buches. Ihm schließt sich der qualitativ wichtigere Teil II zum „Operativen Management und Controlling“ mit rund 40 Seiten an. Teil III dann besteht aus nicht einmal drei Seiten und reißt so das Thema der „Relevanz von Strategien und Berichten für Bibliotheken“ folglich nur ansatzweise an.

Das Anreißen von Themen ist symptomatisch für das gesamte Büchlein, dem mehr ein Einführungscharakter denn Vollständigkeit beschieden werden kann. Seine Stärke liegt in den zahlreichen Beispielen zu subjektiv ausgewählten Methoden und Werkzeugen, nicht jedoch in einer umfassenden Abhandlung zum Strategischen Management und Controlling. Dieses beabsichtigen die beiden Verfasserinnen, Petra Düren und Regine Lipka auch nicht. Vielmehr sehen sie das „Praxishandbuch“ in ihrer Einleitung als eine „Handreichung für das Bibliotheksmanagement“ und (in ihrem Vorwort) als „Anregung zur Verbesserung“ an. Wer beispielsweise noch nie mit Berichtsarten zu tun hatte, dem helfen einige Beispiel-Tabellen zu Standard- und Abweichungsberichten (also Monats- und Quartalsberichte sowie jährlich erstellte Statistiken und Jahresberichte) mit fiktiven Werten, um einen guten Eindruck zur Handhabung vor allem für das Reporting zu gewinnen. Vorangestellt ist den Abbildungen eine kurze Übersicht mit nachfolgenden Einführungen, die sich aufs Wesentliche besinnen, aber auch ein paar praktische Tipps beinhalten.

Andere Themenbereiche wie beispielsweise zum Leitbild lassen einen hungrig zurück, da zwar die Inhalte (das „Was“), nicht jedoch das organisatorische und betriebliche, also prozesshafte Erreichen (das „Wie“) eines Leitbildes thematisiert wurde – davon ausgehend, dass niemand ernsthaft aus den zahlreichen Formulierungsbeispielen aus Bibliotheksleitbildern abschreiben will.
Im Gegensatz dazu ist das „Was“ und die Schritte zum „Wie“ einer „Vision“ weit praxisnäher abgebildet, und mit – wenngleich unausgewogen – ausgewählten Beispielen belegt: Die Stadtbibliothek Köln als einzige deutsche öffentliche Bibliothek, sodann folgen fünf wissenschaftliche Institutionen, davon drei aus dem Ausland.

Ebenfalls etwas dünn geraten ist das Kapitel der effektiven Arbeitsmethoden, das gerade einmal die Arbeitssitzungen und Kreativitätstechniken vorstellt. Von Kreativität ist nicht viel zu spüren, wenn die aufgeführten Techniken das vielgescholtene Brainstorming, das längst etablierte Mindmapping oder die wenig begeisternde ABC-Methode und – mit gleichem Duktus – die K-Fragen umreißen oder auch die aus den späten 60er Jahren stammende 6-3-5-Methode. Einzig etwas Spaß und damit Grundlage für Kreativität versprechen die altbekannten „Sechs Denkhüte“ nach Edward von Bono. Eine breitere theoretische Grundlage mit charakteristischen Unterscheidungen nach systematisch-analytischen und kreativ-intuitiven Techniken oder Konfrontations- und Imaginationstechniken etc. nebst typisierenden Beispielen wie Bildkarten-Brainwriting, Umkehrtechnik, Reizwortanalyse, Delphi-Technik, Design Thinking oder Szenarien- und Zukunftswerkstätten etc. wären erwünscht gewesen.

Gegen die im gleichen Kapitel unter „Arbeitssitzung“ empfohlene Nutzung von Metaplanwand und Metaplanpapier (Achtung, „Meta“ ist eine eingetragene Marke!) ist zwar nichts einzuwenden. Diese sind auch heute noch in Gebrauch, doch die fehlenden Hinweise auf zeitgemäße virtuelle Techniken wie die Nutzung von kollaborativ einsetzbaren Visualisierungsmöglichkeiten wie „Etherpad lite“ oder „Mentimeter“ und das Einbeziehen von Gamingelementen („Gamification“) oder wenigstens einer praktischen Simultan-Foto-Dokumentation wirken ein wenig uninspiriert. Ohnehin – manche „klassische“ Methoden im Bereich des strategischen wie auch des operativen Managements erscheinen als nicht mehr zeitgemäß oder werden als noch nie sonderlich praktikabel für die Non-Profit-Welt angesehen, beispielsweise die SWOT-Analyse und die „Balanced Scorecard“. Letztere scheiterte nicht zuletzt in Deutschland auch daran, dass niemand sich in die Karten schauen ließ und deshalb der Vergleich zwischen Institutionen schwierig war und ist.

Was kann man nun über einen in einer in der Reihe „Reference“ erscheinenden Titel sagen? Alles in allem ist das Werk weder Ergänzung noch Vertiefung, doch ganz sicherlich in der klaren Struktur ein mögliches Einführungswerk im Bereich der Ausbildung und für BA-Erstsemester. Allerdings müßte der Inhalt vielfältiger und aktueller sein: Die Literaturangaben sind meist ein paar Jahre alt, aktueller (bis 2018) sind nur jene der Beispiele. Gerade Literatur, die für das Studium geeignet erscheint, sollte einen angemessenen „state of the art“ bieten. Im Literaturverzeichnis fehlt beispielsweise das Werk „Prozessmanagement in Bibliotheken und Informationseinrichtungen, das hier auf bibfobi am 04.02.20 besprochen wurde oder auch das Loseblattwerk „Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen“, herausgegeben von Vonhof und Umlauf. Im dritten Teil stammen die Aussagen zweier Abschnitte lediglich aus einem Aufsatz. An ein „Handbuch“ dürften andere Ansprüche gestellt sein.

Ilona Munique, Jürgen Plieninger


Düren, Petra ; Lipka, Regine: Praxishandbuch Strategische Planung und Controlling in Bibliotheken. – Berlin [u.a.] : De Gruyter Saur, 2019. – VIII, 158 Seiten : graphische Darstellungen. (Reference) ISBN 978-3-11-052590-8 – Festeinband : EUR 79,95. Auch als E-Book erhältlich. Und bis Ende des Monats in Hochschulnetzen auf der De Gruyter-Homepage frei verfügbar.

Rezension zu Praxishandbuch Prozessmanagement in Bibliotheken und Informationseinrichtungen

4. Februar 2020 Kommentare deaktiviert für Rezension zu Praxishandbuch Prozessmanagement in Bibliotheken und Informationseinrichtungen

Literaturtipp nicht nur für Lernende – das Praxishandbuch Prozessmanagement¹. Alles, was man sich im Einzelnen in Sachen Prozessen und Management angelesen oder auf Fortbildungen und im Studium erfahren hat, findet in diesem Handbuch seinen folgerichtigen, weitgehend prozesschronologisch nachvollziehbaren Platz. Gemessen an der Vielfalt der methodischen Instrumente und Modelle des Entwickelns, Planens, Definierens, Darstellens, Kommunizierens, Organisierens, Steuerns, Analysierens, Dokumentierens und Bewertens, um letztendlich von der Theorie zur praktischen Umsetzung zu gelangen, eine bemerkenswerte publizistische Leistung und Zusammenarbeit der Autorinnen Cornelia Vonhof und Eva Haas-Betzwieser.

Dass dabei in Teilkapiteln hin und wieder verdichtend vorgegangen wurde – beispielsweise beim „Umgang mit Widerständen“ (S. 66-68, nicht im Register aufgeführt) oder dem Kapitel „Modellieren mit Softwaretools“ (S. 85-86) –, schmälert diese Leistung nicht. Eher ist herauszustellen, dass sich durch diese Themensplitter das Bild rundet und Lust auf weiterführende Informationen macht. Anhand von grau hinterlegten Beispielen und etlichen Reflexionen einzelner Bibliotheken und ihrer Leitungen lässt sich auch zu kurz Geratenes ausreichend verständlich machen – die Fähigkeit zur Abstraktion vorausgesetzt. Jene dürfte vor allem für das fünfte Kapitel, den hierzulande (noch) als innovativ geltenden Ansätzen gefragt sein. Während Agiles Prozessmanagement etwas mehr noch bekannt ist, gilt den Autorinnen zufolge der Ansatz des „Adaptiv Case Management“ als recht neu. Er liegt im Bereich des Wissensmanagements – jenes übrigens ebenfalls an verschiedenen Stellen explizit thematisiert. Abstraktionsvermögen dürfte vor allem den Studierenden die kundenorientierte Methode „Service Blueprint“ abverlangen, doch hier helfen Beispiele und weiterführende Literatur ebenfalls weiter.

Ein Verdienst auch des Verlages ist es, mittels auflockernder Gestaltung mit Tabellen und Grafiken, Absatzgliederungen durch Einschübe oder Leerzeilen sowie durch ein angenehm zu lesendes Schriftbild für Durchhaltevermögen beim Lesen zu sorgen. Einerseits lädt die Gestaltung zum Durchblättern und Stöbern ein, andererseits zum vertieften, konzentrierten Aufnehmen einzelner Managementfacetten.

Apropos anspruchsvoll – das Thema Prozessmanagement genießt zwar durch seine in allen Institutionen vorzufindenden Alltagsrolle eine gewisse Praxispräsenz, doch neigen Fachbücher und Modelle dazu, diese allgegenwärtigen Arbeitsgrundlagen komplizierter als notwendig darzustellen. Überbordende Grafiken und Matrices gibt es zur Genüge. Manchmal aber reicht zum Verständnis eine Auflistung mittels Spiegelstrichen, und sofort stellt sich ein Gefühl der Checklistenatmosphäre ein. Wir alle lieben Checklisten, nicht wahr?!

Ob im Studium oder in einer großen Bibliotheken – und alles, was dazwischen ist – sollte das Praxishandbuch griffbereit stehen.


¹Praxishandbuch Prozessmanagement in Bibliotheken und Informationseinrichtungen / Cornelia Vonhof, Eva Haas-Betzwieser. 1. Aufl. Berlin/Boston : De Gruyter Saur. 2018.

Rezension Munique zu „Praxishandbuch Informationsmarketing“

2. Juli 2019 Kommentare deaktiviert für Rezension Munique zu „Praxishandbuch Informationsmarketing“

Sechs Jahre nach Erscheinen des ersten Praxishandbuches Bibliotheks- und Informationsmarketing1 ergänzt und erweitert ein zweiter Band2 das Themenfeld. Doch wo ist die Bibliothek geblieben?

Zielgruppen

Der neue verknappte Titel verrät nichts mehr über die Zielgruppe. Wen wundert’s, ist sie doch tatsächlich eine sehr umfängliche: Kommunalverantwortliche sowie Mitarbeiter/innen in der Öffentlichkeitsarbeit und im Marketing von Bibliotheken, weiteren Gedächtniseinrichtungen und Medienunternehmen sowie Marketingexpert(inn)en. Der Anspruch liegt ferner darin, sowohl Öffentliche wie Wissenschaftliche Bibliotheken zu erreichen, also auch in der Ansprache von Expert(inn)en wie Studierenden. Achtung, Spoiler! Anspruch erfüllt.

Letztere, also die Studierenden, werden dankbar das Vorwort aufgreifen bzw. in ihren Arbeiten zu zitieren wissen, denn es werden darin grundlegende Begriffe erläutert, beispielsweise Marketing, Service-Dominat Logic for Marketing (die Austauschbeziehungen vom Marktteilnehmenden betreffend), Information (vor allem in Richtung „Handlungsorientiert­heit“), des weiteren Informationsdienstleistungen, -ökonomie und –marketing.

Anspruch und Erfüllung

Schaffen es die Leser/innen, sich mit Hilfe dieses rund 600 Seiten starken Werkes bzw. einzelner Beiträge daraus, auf dem Informationsmarkt zu positionieren, dann sollten die Herausgeberinnen Prof. Frauke Schade (HAW Hamburg) und Prof. Dr. Ursula Georgy (TH Köln) das Ziel ihres Praxishandbuches erreicht haben. Zusammen mit diesen beiden Koryphäen ihres Faches bemühen sich 28 weitere Mit-Autor(inn)en sowie eine Korrektorin und natürlich der verdienstvolle Verlag DeGruyter Saur, um in 37 Beiträgen konvergente Strategien, Methoden und Konzepte (so der Untertitel) vorzustellen, aber auch Entwicklungen aufzuzeigen, in Themen ein- wie weiterzuführen und Impulse zu setzen. Sehr fein die den Beiträgen jeweils vorangestellten Abstracts und nachgestellte Literatur sowie – dankenswert, wenngleich obligatorisch – Abkürzungs- und Autor(inn)enverzeichnis und ein Register.

Inhalte

Es versteht sich, dass die Rezensentin nur bruchstückhaft auf einige Beiträge eingehen kann, angefangen mit den „üblichen Verdächtigen“ – und das ist nicht despektierlich gemeint! – wie beispielsweise (Georgy und/oder Schade): Marktanalyse, Trendbeobachtungen, Strategisches und operatives Marketing oder Crowdsourcing (in einem Atemzug mit Open Innovation). Okay, für manche mag Crowdsourcing noch immer Neuland sein, wurde jedoch bereits 2006 erstmalig als Begriff verwendet, wie wir von Georgy erfahren, und ward im Bibliotheksbereich spätestens seit BUB 2011, H. 03, aufgegriffen sowie nachgerade in der OPL-Checkliste im Jahr 2012 erstmalig praxisrelevant in punkto „Crowdfunding“ aufbereitet3.

Nicht zu vergessen: Change Management (Petra Düren), das ja bei allen Veränderungsprozessen – und das ist im Bereich Informationsmarketing zwangsläufig meist der Fall – eine tragende Rolle spielt.

Andere Beiträge erfordern sicherlich eine höhere Bereitschaft, sich auf die jeweilige Thematik einzulassen. Nach wie scheint dies der Fall zu sein bei OER, also Open Educational Ressources (Sabine Stummeyer) – und ganz allgemein dem Openess –, Design Thinking (Ivonne Preusser), Prozessexzellenz (Christina Kläre), Gaming und Gamification (Christoph Deeg), Sprachsteuerung und digitale Assistenten (Sebastian Sünkler und Friederike Hanisch), Corporate Storytelling (Deborah Kyburz) und Altmetrics (Dirk Tunger und Andreas Meier). Hier bestehen wechselweise sowohl in Öffentlichen wie Wissenschaftlichen Bibliotheken Ressentiments und Unsicherheiten. Man nickt zwar wissend mit dem Kopf, ist aber oftmals noch nicht bereit dafür. Für jene lohnt sich das Praxishandbuch ganz sicherlich.

Ebenso treffen wir auf alte Bekannte im neuen Gewand beziehungsweise Kontext. Beispielhaft seien genannt das EFQM-Modell, hier als Basis eines nachhaltigen Informationsmanagements (Franziska Klaff und Beate Guba), Usability und User Experience, hier von Informationsdienstleistungen (Ulrike Spree) und Lernort Bibliothek, hier seine Entwicklung zum Lernraum Hochschule (Christine Gläser).

Ein wenig überraschend, auf das Thema E-Mail-Marketing (Johannes Neuer) zu stoßen. Da beileibe nicht mehr alle potentiellen Kund(inn)en über eine E-Mail-Adresse verfügen bzw. das E-Mail-Konto aktiv nutzen, wird diese Form der Kommunikation gemeinhin als nicht mehr zeitgemäß eingestuft. Trotz der getroffenen Aussage des Verfassers, basierend auf die Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse 2017, „die Anzahl der weltweit versendeten E-Mail-Nachrichten wird weiter zunehmen“, bestehen verhaltene Zweifel bei der Rezensentin, ob dem Marketing mit E-Mails eine höhere Arbeitspriorität einzuräumen sei. Doch allein die Teilkapitel Rechtliche Grundlagen … und der Einblick in die Praktiken und Strategien der New York Publik Library (NYPL), beispielsweise in Sachen Welcome, Conversion und Renewal Journey lohnen einen zweiten Blick. Und wie Neuer treffend feststellt: „Bei der Evaluation werden weiterhin nicht Benchmarks anderer Unternehmen im Vordergrund stehen, sondern eigene Erfahrungswerte, die durch sorgfältiges Testen und Verändern die Erfolge steigern“.

Besonders ans Herz gelegt

Den Studierenden bzw. Kursteilnehmenden an der FH Potsdam zum Bibliotheksmanagement bzw. zur Bibliothekswissenschaft wird die Rezensentin jedenfalls den Beitrag Crossmediale Kampagnen ans Herz legen, alldieweil das Wahlmodul „Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising“ eben mit dem Thema Kampagnen startet. Sich einen Überblick zu den mannigfaltigen Aktivitäten auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene zu verschaffen, weitet den Ideenhorizont, gibt Impulse und hilft dabei, Zeit und Ressourcen zu sparen, um das Rad kein zweites Mal erfinden zu müssen. So treffen wir erneut auf Neuer und seine Inspirationsquelle NYPL, die mit einiger Berechtigung Preisträgerin des „IFLA BibLibre International Marketing Award 2018“ ist.

Doch auch Lokales Marketing (Georgy) wird den Weg in die Literaturliste zum vorig erwähnten Potsdamer Weiterbildungskurs finden, hier besonders des eigenen Aha-Erlebnisses folgend, bislang dem Geofencing (etwa: „Gefundenwerden“) kaum Beachtung geschenkt zu haben, da als Informationsquelle persönlich nicht genutzt. Wie gut, dass wir darüber geredet … äh, … gelesen haben. Und so ergeht es sicherlich auch der einen oder dem anderen beim Durchschmökern dieses Praxishandbuches zum Informationsmarketings.

Allen Zielgruppen – allen voran natürlich den Bibliotheken jeglicher Art! – ans Herz gelegt sei der Beitrag von Dirk Lewandowski zur Zugänglichkeit von Information Services und ihren Inhalten über Suchmaschinen, da traditionelle wie zukunftsorientierte Handlungsmaxime innerhalb des bibliothekarischen Leistungsspektrums.

Best Practice

Dass das vierte und letzte Gliederungskapitel Best Practice lediglich zwei Beiträge vereint, nimmt Wunder. Davon der erste, lediglich aus einer halben Seite bestehende Beitrag (Georgy und Schade), der sich zudem lediglich als Vorwort zum zweiten entpuppt, dem von Ivo Vogel: Services in Informationsstrukturen: Überregionale Literaturversorgung im Recht, einfach? Dessen Beitrag will als „integrativ“ zu den vorangegangenen drei Gliederungskapitel Marketinganalyse, Strategisches Marketing und Operatives Marketing verstanden werden, so die Herausgeberinnen.

Nun ja, Best Practice findet sich schließlich in allen einzelnen Beiträgen quer durchs Buch. Speziell herausgegriffen soll am Ende Richard Stang werden – und ÖB wie WB werden sich mit Begeisterung auf ihn stürzen. Stang, der zur Verortung von Bibliotheken humorige Aussagen trifft, kommt dabei gewohnt kurzweilig-informativ zur Sache.

Fazit

Vom „gewichtigen Werk“ nicht abschrecken lassen, sondern stöbern, sich inspirieren und – ja, … auch ein wenig belehren lassen.


1 Praxishandbuch Bibliotheks- und Informationsmarketing. Hrsg. von Ursula Georgy und Frauke Schade. Red.: Klaus Stelberg. Berlin [u. a.] : De Gruyter Saur. 2012.

2 Praxishandbuch Informationsmarketing. Konvergente Strategien, Methoden und Konzepte. Hrsg. von Ursula Georgy und Frauke Schade. Korrektorat: Ingrid Furchner. Berlin [u. a.] : De Gruyter Saur. 2019.

3 Crowdfunding für OPL-Projekte nutzen : Finanzierung, Marketing, Social Networking / Ilona Munique. Hrsg. Berufsverband Information Bibliothek / Kommission für One-Person Librarians. – 1. Aufl. – 2012. (Checklisten ; 36)
Link zur 2. Aufl. 2015: http://www.bib-info.de/komm/opl/pub/check36_2A.pdf

Modelle professioneller Erwachsenenbildung in A und D

26. Februar 2013 Kommentare deaktiviert für Modelle professioneller Erwachsenenbildung in A und D

Wie lassen sich die Kompetenzen von Erwachsenenbildner(inne)n sichtbar machen? Zwei Länder, zwei Modelle – für Deutschland der KompetenzPASS, für Österreich die Abschlüsse der Weiterbildungsakademie (wba) – stellt der Band „Erwachsenenpädagogische Kompetenzen stärken“ vor, herausgegeben von meiner ehemaligen Professorin, Dr. Elke Gruber sowie von Gisela Wagner. Die Rezension von Dr. Giselheid Wagner (wba) resümiert:

Erfolgreich umgesetzte Anerkennungsverfahren mit breit anerkanntem Abschluss bilden bis jetzt nur die Weiterbildungsakademie Österreich und „Ausbildung der Auszubildenden“ (AdA) in der Schweiz.  Der EQF bzw. NQR/DQR müsste in einen sektoralen Qualifikationsrahmen für die Weiterbildung (SQR) übersetzt werden, wo dann von allen AkteurInnen akzeptierte Standards festgeschrieben werden. Dies ist aber derzeit allein aus bildungspolitischen Gründen noch Zukunftsmusik.

… für alle, die sich für das Thema Kompetenzanerkennung, -validierung und Zertifizierung interessieren.

Ich meine, auch für alle, die sich für Bildungspolitik schlechthin interessieren!

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