Wenn eine Bewerbung gescheitert ist …

16. Mai 2017 § Hinterlasse einen Kommentar

… und Sie sich miserabel fühlen, weil Sie sich total ignoriert fühlen, dann liegen Sie mit Ihrem Kummer durchaus richtig. Soziale Wesen brauchen Antworten oder zumindest kleine Gesten, dass sie wahrgenommen wurden und eine Bedeutung für andere haben. Sogar ein klares Nein ist immer noch besser als gar keine Reaktion.

„Welche Faktoren zu einer Verbesserung der negativen Gefühle nach einer sozialen Ausgrenzung führen, haben Psychologen der Universität Basel und der Purdue University (USA) Rahmenbedingungen untersucht, die solche Situationen erträglicher machen“, so die idw-Pressemitteilung. Dabei wurden verschiedene, auch unveröffentlichte Studien mit einbezogen. „Alle Untersuchungen zeigen, dass bereits kleinste Zeichen von Integration und Aufmerksamkeit den Kummer infolge sozialer Ausgrenzung verbessern. So schnell und sensibel wie Menschen auf den Ausschluss reagieren, lassen sie sich also auch von Zeichen der Wiedereingliederung und Aufmerksamkeit beeinflussen. Die Art der Anerkennung – ob positiv oder negativ – spielt dabei keine Rolle.“

Was diese Meldung in unserem Blog zu suchen hat? Nun, wer sich weiterbildet, möchte meist seine beruflichen Chancen verbessern. Voller Elan werden Bewerbungen geschrieben, die leider nicht immer sofort zum Erfolg führen. Von daher soll Sie dieser Beitrag seelisch unterstützen. Falls Sie also einmal ein Gefühl von Ausgegrenztsein verspüren … WIR WISSEN, dass Sie ein toller Mensch sind! Lassen Sie sich trösten und umarmen, es ist nicht IHRE Schuld, wenn andere unhöflich sind.

Altern – wen interessiert das? Publikationstipp

11. Mai 2017 § Hinterlasse einen Kommentar

Uns natürlich! Bibliotheken sollten sich immer wieder aufs Neue mit verschiedenen Altersstrukturen auseinandersetzen. Nur so lassen sich neue Kunden generieren und sowieso alte Kunden (also jetzt doppeldeutig gemeint) binden. „Menschen in Deutschland altern heute später, länger und anders als frühere Generationen“, stellt Prof. Dr. Hans-Werner Wahl, Alternsforscher an der Uni Heidelberg, fest. Seine Publikation „Die neue Psychologie des Alterns. Überraschende Erkenntnisse über unsere längste Lebensphase“ (Kösel-Verlag 2017) könnte also auch für Bibliotheksmitarbeitende eine gute Quelle sein, den eigenen Umgang mit ihren „alten“ Kunden zu überprüfen, aber auch allfällige Bestandsarbeiten entsprechend den Erkenntnissen anpassen. Diese sind beispielsweise, dass sich die heute Älteren wesentlich jünger fühlen und auch zufriedener sind, als es in der Generation beispielsweise meiner eigenen Großeltern noch war.

Der Titel der Pressemeldung „Vom richtigen Umgang mit dem „jungen Alter“ und dem „alten Alter“ ist folglich eine Aufforderung an uns, die wir doch immer wieder nahe am Menschen sind, uns stärker mit dieser Facette der Kundenorientierung zu befassen. Letztendlich auch mit uns selbst, denn der überwiegende Anteil der an Bibliotheken Beschäftigten dürfte bald selbst das eigene Altern „an die Hand“ nehmen.

Ideen entstehen beim Gehen und Stehen

17. November 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

Büroarchitektur für das kreative Potential der Mitarbeiter

Quelle: Büroarchitektur für das kreative Potential der Mitarbeiter: https://idw-online.de/de/news663434

… und weil das so ist, sollte Büroräume entsprechend gestaltet werden. Das würde die Kopierecken oder die oft schmalen Gänge zu den Arbeitsräumen, in denen man sich gemeinhin trifft, sehr entlasten. „Kollissionen“ ist – nach Phillips – neuerdings positiver Ausdruck einer Mitarbeiterbegegnung mit Potenzial.

Offenbar sind’s die neutralen Punkte wie oben beschrieben, die den Druck mindern, der an Arbeitstischen oder in Besprechungsräumen entsteht. Locker an einem Stehtischchen in der Nähe einer ohnehin „irgendwie immer blöd im Weg stehenden“ Säule, und schon wäre auch dieser Platz gewinnbringend genutzt. Durchaus auch denkbar für Nutzergespräche in Bibliotheken, etwas Abseits der Hauptströme.

Ein derartiger Ansatz ist den World Cafès eigen, auch dort trifft man sich locker um einen großen, runden Tisch und malt nach Lust und Laune seine Einfälle direkt auf die Tischdecke. Dass das kreatives Potenzial entfaltet, wissen wir aus den berühmten Kaffeehäuser in Paris, Wien oder Prag etc.

[idw-online]

Study Buddys motivieren Fernstudierende

19. Juli 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

Sogenannte Study Buddys, also Freundschaften im virtuellen Raum, sollen den Erfolg durch Motivation von Fernstudierenden, fördern, so die Fern-Universität Hagen. Sie sorgen vor allem in der Studieneingangsphase für mehr Zufriedenheit. Wie schwierig es allerdings offenbar ist, diesen Typus der Freundschaft“ zu charakterisieren, zeigen die sich widersprechenden Beschreibungen in der Pressemeldung. In der Hauptüberschrift als „reale Freundschaften im virtuellen Raum“ bezeichnet, finden sich im Text sodann „… virtuelle Freundschaftsbeziehung … „ und „… (rein virtuelle) Freundschaftsbeziehung …“  oder auch „… virtuelle Partnerschaften …“. Egal – wenn’s hilft. Und die Studierenden wissen, wo sie und zu wem sie hingehören.

 

Für Ratgebende ist Schlafmangel ideal

1. Juli 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

Eigentlich sollte es ein launiger Artikel werden darüber, dass sich Ratgebende, Coaches, Trainer, Lernbegleiter … samt aller -innen etc. über unausgeschlafene Teilnehmende und Klienten freuen sollten.  Ratschläge werden nämlich schneller und unreflektierter angenommen, wenn die Augendeckel all derjeniger zufallen, die bis in die Puppen die EM-Ergebnisse gefeiert haben. Aber ich bin einfach zu müde heute und werde den Rat meines Partners, nur ganz, ganz kurz auf die Studie „Schlafmangel und die Nutzung von Ratschlägen“ hinzuweisen und stattdessen noch mal eine Runde Kaffeetrinken gehen, beherzigen.

Online-Rausch ist geschlechtsabhängig

16. März 2016 § Ein Kommentar

Die Online-Nutzung von 28% der männlichen Studienteilnehmer und gut 24% der weiblichen wurde einer Studie zufolge als problematisch eingeschätzt. Die These: Frauen sind häufiger in sozialen Netzwerken unterwegs und erleben dort stärkeren Frust als Männer. Diese wiederum sind vermehrt bei Online-Spielen anzutreffen und verfügen wohl auch eine höhere Reizschwelle. Der „MS Wissenschaft“ verdanken wir die Grundlagendaten. Sie wurden über eine Umfrage ermittelt, bei der die Teilnehmenden im Schnitt 29 Jahre alt waren. „Ein Großteil der Probanden waren Schüler (46 %), doch auch Berufstätige und Senioren fanden sich darunter.“ [via idw-online]

Für den oft internetintensiven Fort- und Weiterbildungbereich des Lebenslangen Lernens, insbesondere beim E-Learning, lässt sich daraus ableiten, dass jede/r Strategien und Kompetenzen entwickeln muss, um einen „Online-Rausch“ bzw. Suchtgefahren und Frustrationen vorzubeugen. Doch wie lässt sich die drohende Gefahr einschätzen? Die Parameter suchttypischer Verhaltensauffälligkeiten erfragt ein Internet-Abhängigkeitstest (short Internet Addiction Test – s-IAT) (hier ein englischsprachiger Test)*, z. B.:

  • sozialer Rückzug
  • Realitätsflucht
  • vernachlässigte Alltagspflichten
  • vernachlässigte Körperhygiene
  • Verlust der Impulskontrolle
  • Heimlichtuerei im Hinblick auf die Internetnutzung
  • Schlafmangel
  • Entzugserscheinungen, z. B. Nervosität, Reizbarkeit, Depression, Launenhaftigkeit, Schweißausbrüche

Geht’s Ihnen noch gut?! Wenn nicht, üben Sie einen neuen Umgang ein und haben Sie dabei Geduld. Denn erst nach 100 Tagen gewöhnt sich der Mensch tatsächlich an eine neue „Betriebsweise“

* Nachtrag 11.20 Uhr: Auf meiner Heimatseite findet sich ab sofort eine sinngemäße deutsche Übersetzung der IAT-Testfragen.

Gespenstische Schnelligkeit des Gehirns

25. Februar 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

Kennen Sie? Sie besuchen eine Fortbildung, kommen in den Raum mit einer Gruppe und entscheiden blitzschnell, in welche Ecke Sie sich dazu setzen möchten. Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass Sie da richtig sitzen? Einer Studie nach bewerten Menschen ihr Gegenüber innerhalb weniger Millisekunden und entscheiden über Sympathie oder Antipathie. Irgendwie gespenstisch. Und unfair womöglich auch. Wie gut, dass wir im Laufe der Stunden unsere Ansichten revidieren können. Denn lernfähig sind wir ja außerdem, nicht nur (zu) schnell.

Wo bin ich?

Du durchsuchst momentan Beiträge mit dem Schlagwort psychologie auf Fortbildung in Bibliotheken.