Informationen und Wissen können heilen

25. August 2021 Kommentare deaktiviert für Informationen und Wissen können heilen

Das ist doch mal eine gute Nachricht, wenngleich sie für viele, und wenn auch nur intuitiv, nichts Neues sein dürfte. Information und Wissen haben heilsame Wirkung.

Ganz genau. Und dazu tragen Bibliotheken mit ihren Beständen bei. Denn nicht alle können oder wollen sich einen „Pschyrembel“ oder die neueste Ausgabe „Bittere Pillen“ kaufen, weil bei ihnen etwas zwickt. Ich schätze, für alle Lebenslagen gilt das selbe: Gut informiert sein ist das halbe Leben. Und es sollte doch ein gutes Leben sein!

Online-Rausch ist geschlechtsabhängig

16. März 2016 § Ein Kommentar

Die Online-Nutzung von 28% der männlichen Studienteilnehmer und gut 24% der weiblichen wurde einer Studie zufolge als problematisch eingeschätzt. Die These: Frauen sind häufiger in sozialen Netzwerken unterwegs und erleben dort stärkeren Frust als Männer. Diese wiederum sind vermehrt bei Online-Spielen anzutreffen und verfügen wohl auch eine höhere Reizschwelle. Der „MS Wissenschaft“ verdanken wir die Grundlagendaten. Sie wurden über eine Umfrage ermittelt, bei der die Teilnehmenden im Schnitt 29 Jahre alt waren. „Ein Großteil der Probanden waren Schüler (46 %), doch auch Berufstätige und Senioren fanden sich darunter.“ [via idw-online]

Für den oft internetintensiven Fort- und Weiterbildungbereich des Lebenslangen Lernens, insbesondere beim E-Learning, lässt sich daraus ableiten, dass jede/r Strategien und Kompetenzen entwickeln muss, um einen „Online-Rausch“ bzw. Suchtgefahren und Frustrationen vorzubeugen. Doch wie lässt sich die drohende Gefahr einschätzen? Die Parameter suchttypischer Verhaltensauffälligkeiten erfragt ein Internet-Abhängigkeitstest (short Internet Addiction Test – s-IAT) (hier ein englischsprachiger Test)*, z. B.:

  • sozialer Rückzug
  • Realitätsflucht
  • vernachlässigte Alltagspflichten
  • vernachlässigte Körperhygiene
  • Verlust der Impulskontrolle
  • Heimlichtuerei im Hinblick auf die Internetnutzung
  • Schlafmangel
  • Entzugserscheinungen, z. B. Nervosität, Reizbarkeit, Depression, Launenhaftigkeit, Schweißausbrüche

Geht’s Ihnen noch gut?! Wenn nicht, üben Sie einen neuen Umgang ein und haben Sie dabei Geduld. Denn erst nach 100 Tagen gewöhnt sich der Mensch tatsächlich an eine neue „Betriebsweise“

* Nachtrag 11.20 Uhr: Auf meiner Heimatseite findet sich ab sofort eine sinngemäße deutsche Übersetzung der IAT-Testfragen.

Überlebens-ABC zum Semesterstart für Macher (2): Geistesleben

6. Oktober 2015 Kommentare deaktiviert für Überlebens-ABC zum Semesterstart für Macher (2): Geistesleben

Zweiter Tipp: ABC des Geistesleben, sprich: der inneren Haltung gegenüber „Stressoren“ wie beispielsweise dem Semesterstart, im Einklang mit „Körperlichkeit“.

3x A – Anspruchshaltung klären, die fremden wie die eigenen. Nicht kirre machen lassen, sondern kurz inne halten, um die verschiedenen Ansprüche gegeneinander abzuwägen. Nicht alles hat sofort Priorität, nicht alles muss zu 100% gelingen und vor allem – nicht alles muss MÜSSEN.

Achtsamkeit gegenüber den Warnsignalen des Körpers – Durst, Hunger, Müdigkeit, Angstschweiß, Aggression, Gefühllosigkeit, Herzklopfen, Gesichtsröte, Verkrampfungen, etc. – ist mehr als angebracht. Die Erfüllung der wenigstens kleinen „Bedürfnisse“ (ja, auch dieser natürlich) nicht zu lange hinausschieben. Ein paar Minuten des Ausstiegs aus der Mühle schenken uns hinterher die Gelassenheit und Kraft, wieder mitzulaufen im Rad.

Anekdoten-Haltung einnehmen. Mal was anderes, hat man so noch nicht gehört. Ich stelle mir in nervigen Stress-/Streitsituationen die ganze Geschichte als Anekdote her, die ich später mal meinen Urgroßnichten und -neffen erzählen werde. Ich könnte auch A wie Abstand einnehmen schreiben, doch das trifft’s nicht völlig, denn das Quentchen Augenzwinkern und der Humor wären nicht mit im Boot.

3x B – Bunt-denken statt Schwarz-Weiß. Also kein „blöder Kerl – nettes Mädchen“, „Läuft ätzend – läuft super“ etc. Es gibt so viele Farben dazwischen, die sich lohnen, bewusst wahrzunehmen. Ein lindes Grün (immerhin hat der blöde Kerl „Guten Morgen“ gesagt“) zwischen der Schwärze des Augenblicks („Schon wieder die Endlosdiskussion um die Gebühren“) zeigt statt einer dunklen Höhle, in die man sich verkriechen möchte, dann womöglich das Licht-Schattenspiel eines tropischen Regenwalds dicht am Boden. Riechen Sie die Würze der Erde? Na also! Wären wir beim nächsten Stichwort …

Beherzt herangehen. Nicht mit Ingrimm oder angstvoll, sondern mit Herz und Verstand. Übermenschlichkeit erwartet doch keiner, und wenn doch – deren Problem! Die Einstellung: „Ich tue, was ich kann, und wenn es ständig zu viel ist und ich bin ausgepowert, nutze ich keinem mehr“ gibt Ihnen die innere, geistige Freiheit, für sich zu sorgen zurück. Manchmal reicht das ja auch schon, um es wieder „beherzt“ anzupacken.

Banalitäten-Inseln schaffen. „Ach guck mal, was für ein lustiger Rucksack“, „Sollte ich mal wieder Händewaschen zwischendrin?“, „Heute nehme ich mir zur Abwechslung meinen eigenen Kaffee mit – und dann genussvoll Augen zu beim Schlürfen“, „Hi, Jürgen, habe mich verwählt, aber nett, dich kurz mal gesprochen zu haben!“ … verschaffen Denkpausen, in denen man wieder A wie Abstand erhält. Mini-Ausstiege aus dem Hamsterrad sind besser als ein späterer Burnout, der garantiert länger dauert.

3x C wie Character bewahren (Mich nicht auf die selbe Stufe herabbegehen, wie sich mein Gegenüber verhält), Coach-myself (Geistige Grundhaltung des eigenen Coach einnehmen. In etwa so: „Was würde mein Coach jetzt an mir feststellen? Was würde er mich fragen? Was würde ich ihm antworten?“), Counseling (wie Coaching plus erweitertes Umfeld in den Blick nehmen)

Na dann – geistig wie körperlich vorbereitet lasst uns den Semesterstart lächelnd begrüßen und anständig bewältigen!

Wo bin ich?

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