Räume für „Moderne Lehr- und Lernkonzepte“

1. Oktober 2020 Kommentare deaktiviert für Räume für „Moderne Lehr- und Lernkonzepte“

Ein Artikel zum Thema auf der CHE-Homepage mit Links zu einem DUZ-Heft und einem Interview. Unter „modern“ kann man sich alles mögliche vorstellen – es kommt schon auf den Bedarf von Lehre und von Studierenden drauf an, welcher je nach Studienphase und Fach recht unterschiedlich ausfallen kann.

Schön ist ja, dass zwei Bücher der „Lernwelt“-Reihe (herausgegeben u.a. von Richard Stang) auch Open Access verfügbar sind:

Lernwelt Hochschule : Dimensionen eines Bildungsbereichs im Umbruch / Hrsg. von Alexandra Becker; Richard Stang. Berlin [u.a.] : de Gruyter Saur, 2020. X, 217 Seiten: Illustrationen (Lernwelten) ISBN 978-3-11-058780-7 – Hardcover: EUR 99,95. Open Access unter https://doi.org/10.1515/9783110591026

Zukunft Lernwelt Hochschule : Perspektiven und Optionen für eine Neuausrichtung = The Future College Learning Environment: Approaches and Options for Reform / Herausgegeben von: Richard Stang und Alexandra Becker. – Berlin [u.a.] : De Gruyter Saur, 2020. – XIV, 273 Seiten. (Lernwelten) ISBN 978-3-11-064946-8 – Festeinband : EUR 99,95. Open Access unter DOI: https://doi.org/10.1515/9783110653663

Leichter Start für Virtual Reality

23. März 2018 Kommentare deaktiviert für Leichter Start für Virtual Reality

… so zumindest verspricht es ein Beitrag in Ask a Teacher. Tatsächlich: es ist so leicht, dass sogar der Google-Übersetzungsdienst ein verständliches Deutsch zustande bringt. Jedenfalls animierte es mich, der Anleitung aus dem Blogbeitrag stellenweise nachzugehen. Nachfolgend stichpunktartige Übersetzung, angereichert mit meinen Ergebnissen und eigenen Überlegungen.

1. Ausrüstung

Um Virtual Reality im Klassenzimmer (oder in der Bibliothek) zu nutzen, werden benötigt:

  • Smartphone zum herunterladen von VR-Apps oder Videos
  • VR-Headset, z. B.  das Google Cardboard-Headset. Die aus Pappe kosten etwas über 6 Euro, die teuersten liegen bei rund 63 Euro. P. S.: Im Makerspace gleich mal eines basteln lassen und hinterher ausprobieren! Siehe z. B. Heise-online Make: und Pinterest.
    P.P.S.: Ja, es gibt auch die über 500 Euro, doch Hightech ist nun mal nicht so ohne Weiteres für große Gruppen erschwinglich.
  • Plattformen und Dienste, die speziell auf die Klassenzimmer zugeschnitten sind. Alles, was man für den VR-Unterricht benötigt, bietet z. B. die (englischsprachige) Plattform Nearpod (Headsets, standardisierte oder personalisierte Unterrichtspläne, interaktive Lektionen. Einbau interaktiver Elemente in eine Präsentation, etc). Zum Ausprobieren kostenlos.

2. Beginnen mit einer App oder einem Video

  • Apps. Eine erste Recherche im Web starten mit dem Sucheingabe „Virtual Reality App für X“. Ich gab „Virtual Reality App für Leseförderung“ in Google ein und stieß auf die Stiftung Lesen mit Empfehlungen zu Apps. Fündig werde ich im Seitenmenü unter „Digitale Lesewelten“. Es bringt mich auf einen Beitrag zu VR und Lesen. Dort entdecke ich den weiterführenden Link zum Lehrerclub und zu Virtuelle Klassenreisen mit Google Expeditions.
    Um VR-Headsets direkt auszuprobieren, würde ich z. B. mit DiscoveryVR starten.
  • 360° Video, z. B. via Youtube. Die Sucheingabe „VR Video“ ergab eine Treffermenge von 12.400.000. Da ist doch bestimmt was für bzw. von Bibliotheken dabei! Suchwort ergänzt – und einen Dinosaurier gefunden! TREX in Bibliothek 360 Grad Video auf Balustrade. Schade, dass ich grad kein VR-Headset zur Hand habe.

3. Eine Plattform wählen

Im Folgenden eine Google-Übersetzung des originalen Blogbeitrags. Was sich dort auf Schulen bezieht – und in den USA ist man wie gewohnt bereits einige Schritte weiter als hierzulande – könnten wir adaptieren auf Lernräume in Bibliotheken. Das allerdings sollte vielleicht von Pädagog(inn)en begleitet werden. Oder unser Berufsbild müsste sich einmal mehr wandeln. Oder wir sollten in die Personalentwicklung investieren. Doch nun zum Text:

„Wenn Sie bereit sind, sich selbst und Ihr Klassenzimmer ein bisschen tiefer in VR einzutauchen, sollten Sie eine Plattform finden, die Unterrichtspläne und Unterrichtsideen bietet. ClassVR bietet sowohl den VR-Inhalt als auch einfach zu verwendende herunterladbare Lektionen und Arbeitsblätter. Die Lektionen orientieren sich an nationalen Standards und schlagen follow-up und fächerübergreifende Aktivitäten vor, um das Lernen nach dem Absetzen der Headsets aufrechtzuerhalten.

Wie bereits erwähnt, ist Nearpod auch eine großartige VR-Plattformoption. Sie bieten alles von den Lektionen über die Headsets bis hin zu den Videos. Und, was toll ist, es funktionieren die Videos auf jedem Gerät, auch wenn es nicht VR ist. So können alle Schüler die Exkursionen erleben, sogar während andere die Headsets benutzen.

Fazit

Sehen Sie? In drei einfachen Schritten können Sie von einem VR-Anfänger zu einem Hightech-Lehrprofi werden! Das Tolle an der VR-Technologie ist, dass die Apps und Videos die meiste Arbeit für dich erledigen und dich dazu bringen, das zu tun, was du am besten kannst: unterstütze deine Schüler. Sie müssen nicht herumlaufen, um alle Arten von komplexen Ressourcen für Ihre Schüler zu finden – ein Telefon, ein Headset und Ihr eigenes Lehrplanwissen machen es einfach, VR in Ihren Klassenraum zu bringen!“

Soviel Begeisterung – das ist ansteckend, nicht wahr?! Ist im Übrigen auch eine Empfehlung des Beitrags:

Being a tech ambassador is a great way to influence change in your school on an organizational level so get excited and let your enthusiasm be contagious!

Globales Lernen ist angesagt

13. März 2018 Kommentare deaktiviert für Globales Lernen ist angesagt

… und das nicht nur bei der Jugend! Das Portal Globales Lernen hält Bildungs- und Unterrichtsmaterialien parat, behandelt Fokusthemen wie z. B. „Weniger ist mehr / Degrowth“, „Flucht & Asyl“, „Abfall & Müllexporte“ oder vermittelt Referenten (unter „Schulentwicklung“) und bietet Hintergrundliteratur (unter „Theorie und Praxis) etc. Denkbar also für (Schul-)Bibliotheken, die Lernräume zur Verfügung stellen und ihren jungen Nutzern eine Hilfestellung bei der Bewältigung der Hausaufgaben bieten möchten. Und natürlich zur eigenen Information, denn sicherlich fehlt auch uns Erwachsene der eine oder andere schnelle Zugang, bzw. möchten wir uns einfach einen schnellen Überblick verschaffen.

OEE DISCUSSION ON LEARNING SPACES

30. Januar 2018 Kommentare deaktiviert für OEE DISCUSSION ON LEARNING SPACES

„On 30 January 2018 Open Education Europa (OEE) invites you to join an online discussion on learning spaces and how they can change teaching approaches.
The live chat session is organised as part of OEE’s January focus on learning spaces in open education and it will be moderated by Dr Ebba Ossiannilsson. Dr Ossiannilsson is an expert in open online and flexible learning, as well as an OEE ambassador.“

Haben Sie in der Mittagspause schon etwas vor? Wenn nicht, können Sie 12-13 h (Central European Time, CET) der Diskussion folgen.

Südtirols innovative Schulbibliotheken

18. März 2013 Kommentare deaktiviert für Südtirols innovative Schulbibliotheken

Innovative Schulbibliotheken – was hat das Heft 3 der Reihe „Wege zu pädagogisch gestalteten Lehr- und Lernräumen“ 2013 mit (Fort-)Bildung zu tun?

Nun, Günter K. Schlamp führt zu Recht „[…] das Sprichwort vom Raum als drittem Erzieher (neben den Lehrern und den Mitschülern)“ an. „Wie soll man solche Orte in der Schule nennen?“ ist seine Frage. Nicht in Frage kommen für ihn Zungenbrecher  oder Abkürzungen, die „klingen wie Güterverkehrszentrum (GVZ)“.

Josef March begeistert sich u. a. über den Lesesaal der Schulbibliothek der Wirtschaftsfachoberschule Bruneck, der er „eine Atmosphare der feierlichen Ruhe und Entspannung, die die Konzentration fördert“ konstatiert.

Von Denkerraum, Marktplatz, buntem Treiben, Flüstergrüppchen, Bookcrossing, kleinen Geschäften einer italienischen Piazza, Facebook,  Biblio-Blog, File-Sharing, E-Book-Reader und Tablet-PCs, Datenbanken und Online-Ressourcen, didaktisches Netz, learning commons / Wissenskern, Satellitenplätze, Logenplätze, Schatzkisten, digitale Theke, schnellem Konsum gegen Lese- und Informationshunger (Fast-Food-Service), Lesehaus, Lesekojen, verewigte Autoren, Leseterasse, Multitouchscreen, Kinoprogramm, Kunstausstellung … und ihrem intuitiven Verneigen vor der Expertin für Bibliotheksdidaktik schreiben mit spürbar weit aufgerissenen Augen und Mündern Markus Fritz und Josef Watschinger. Wo diese Bibliothek steht? Sie gibt es wohl erst morgen.

Verena Pernthaler stellt die Schulbaurichtlinien vor. Die Partner bei der Planung einer Schulbibliothek „arbeiten an einem gemeinsamen Ziel: […] den Lernprozess […] unterstützen“. Grundlage hierfür ist das „Raumprogramm“, welches Aussagen zur Konzeption (früher: Leitbild), beispielsweise zur Zielvorstellung, dem Medienangebot, dem Personal, der Organisation des Bibliotheksbetriebs, der technischen Ausstattung etc. und zu den (Teil-)Bereichen der Schulbibliothek beinhaltet.

Stichwortartig stellt (sich) Markus Fritz die Kompetenzvermittlung in der Schulbibliothek vor, sowie in einem weiteren Kapitel ein bewährtes Modell, die „kombinierte Bibliothek“, vor allem für kleinere Ortschaften.

„Die Bibliothek als Teil der Lernlandschaft“ übertiteln Maria Hofmann und Josef Watschinger die Vorstellung der Schulbibliothek in der Grundschule Weisberg, die keinen eigenen Raum besitzt. Dennoch finden sich Lernwerkstätten, Lesekojen, Lesezelt, Schreibstube … wieder. „[…] diese diffuse Präsenz in eine konkrete Situation zu verwandeln“ ist das Geheimnis einer am augenblicklichen Bedarf orientieren Schulbibliothek.

Wie eine Bibliothek freie Flächen erobert (Margareth Ebner), was für einen vielseitigen Seminarraum spricht (Sonja Gschnitzer), wo man die Seele baumeln lassen kann (Hilde Kofler), wie kleine Impulse eine große Wirkung bringen (Evi Schweigkofler), … schlussendlich, wie Orte aussehen, wo man sich gerne aufhält, und eben keine „bloßen Büchereiausleihorte“ sind (Vorwort Dr. Ingrid Keim und Dr. Volker Klotz), dieses und mehr lesen und vor allem sehen sie in der ansprechend und bunten Broschüre, einem faszinierenden „Daumenkino“ innovativer Schulbibliotheken.

Auf der Homepage des Amtes für Bibliotheken und Lesen kann die Broschüre kostenlos angefordert werden

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