Aber – HALLO?! Lesen gehört NICHT in den Lebenslauf?!

7. April 2020 Kommentare deaktiviert für Aber – HALLO?! Lesen gehört NICHT in den Lebenslauf?!

Okay, dieser Mist wurde ein Jahr VOR der Coronakrise verzapft. Und … sorry, ich bin sonst nicht so deutlich. Aber DAS geht ja mal gar nicht! Das war keinen Stern wert, lieber STERN!

Ein Hobby, das besser nicht in den Lebenslauf gehört, ist Lesen. Denn wer seine Nase oft in Büchern versteckt, wird schnell als Eigenbrötler abgestempelt.

Sie verweisen wiederum auf die Quelle businessinsider.my, die ich zur Strafe nicht verlinke.

Unbestritten hat sich das Blatt gewendet. Lesen und Bücher sind ja wohl (nicht nur derzeit) das wichtigste Kulturgut gegen Langeweile, Lagerkoller und Lasterhaftigkeit. Das hat auch das von mir gerügte Magazin erkannt und berichtet (zu seiner Ehrenrettung) aktuell übers Schreiben und Lesen recht ausgiebig. Der Spiegel gar verweist auf das Historiker-Projekt „Coronavirus – Wie wollen wir uns an die Coronakrise erinnern?“

Na, da hätten einige von uns Bibliothekswesen ziemlich viel zu sagen, nicht wahr?! Da mögen klorollenbestückte Regale als Aprilscherz aus Krefeld (via Lesewolke, via bibliothekarisch.de) noch der erheiternste Teil von ansonsten vielen – *hier ein Adjektiv Ihrer Wahl* – Diskussionen (via inetbib, via forumoeb) sein.

Corona-Himmel ohne FlugzeugeMein Beitrag heute zu diesem Thema ist das Lesen des Himmels. Himmlisch frei ohne Flugzeuge nämlich. Das ist unbeschreiblich. Daher lasse ich’s einfach und genieße es, solange mir nichts anderes übrig bleibt.

Und sollte ich mich wirklich noch bewerben müssen – so als Selbständige ist das derzeit nicht ganz ausgeschlossen –, ich würde mich in allen Anklagepunkten das Lesen und Schreiben betreffend für absolut schuldig und zurechnungsfähig bezeichnen! Bei einem Arbeitgeber, der dieses abstempelt … ne, also, da würde ich dann doch lieber „stempeln gehen“!

 

 

Berufliche Interessen sagen Lebenslauf voraus

26. September 2016 Kommentare deaktiviert für Berufliche Interessen sagen Lebenslauf voraus

Partnerschaft, Kinderkriegen, sozial aktiv, traditionelle Werte leben, hohes oder niedriges Einkommen, Voll- oder Teilzeit arbeitend, gesund oder mit Beschwerden … je nach Beruf lässt sich ziemlich sicher vorhersagen, wie die eigene Lebensbiografie verlaufen wird, so das Ergebnis einer Studie der Uni Tübingen.

Dabei gingen die Wissenschaftler von sechs „Interessentypen“ aus.

  1. praktisch-technisch Interessierte wählen oft handwerkliche oder technische Berufe aus. Sie legen viel Wert auf das Einkommen und den sozialen Status.
  2. intellektuell-forschende … befassen sich gerne mit abstrakten Problemen und legen viel Wert auf Bildung.
  3. Künstlerisch-sprachlich … idealistisch, wollen sich selbst verwirklichen und messen der Ästhetik einen hohen Wert bei. Das steht oft im Gegensatz zu ökonomischen Zielen und geht deshalb mit einem niedrigeren Einkommen oder einem höheren Risiko einher, arbeitslos zu sein.
  4. sozial-orientiert … Berufe, in denen viel Kontakt zu anderen Menschen besteht. Da sie auch privat soziale Aktivitäten in den Mittelpunkt stellen, arbeiten sie oft weniger Stunden und verdienen deshalb weniger.
  5. unternehmerisch-orientiert … selbstbewusst, ehrgeizig, energisch und gewinnorientiert. Sie streben nach Leistung, Erfolg, Prestige und Karriere.
  6. ordnend-verwaltend … gewissenhaft, effizient und gründlich. Sie streben nach konservativen und traditionellen Werten.

Erstaunlich: Berufliche Interessen spielen eine größere Rolle als Persönlichkeitsmerkmale und Intelligenz.

Wie ist das nun mit uns Bibliothekswesen? Ich habe festgestellt, dass sich in unserem angeblich „ordnend-verwaltenden“ Beruf alle anderen Interessenstypen ebenfalls wiederfinden, also alle Gehaltsstufen und Beschäftigungsverhältnisse vertreten sind, mit und ohne Kinder etc. und sicherlich für uns kaum Vorhersagen möglich sind. Wir sind praktisch „unberechenbar“ 😉

Lebenslanges digitales Lernen

24. April 2015 Kommentare deaktiviert für Lebenslanges digitales Lernen

Wo wird „digitales Lernen“ verortet, in welchen Institutionen? Matthias Rohs stellt, ausgehend von der geplanten „Digitalen Agenda“ der Bundesregierung, Überlegungen an, dass nicht nur Schulen hier als Akteure in Frage kommen können, wenn doch vom „gesamten Lebenslauf“ die Rede ist. Er hat die Erwachsenenbildung im Blick – mögliche Akteure wären hier aber auch die Bibliotheken. [via HEAD.Z-Blog]

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