15.7. –Welttag für den Kompetenzerwerbs junger Menschen – in Coronazeit kein Leichtes

15. Juli 2021 Kommentare deaktiviert für 15.7. –Welttag für den Kompetenzerwerbs junger Menschen – in Coronazeit kein Leichtes

Klingt ein wenig sperrig, ist jedoch löblich: Der „Welttag für den Kompetenzerwerbs junger Menschen“
oder auch: Youth Skills Day – was uns Deutschen nicht wirklich leichter über die Lippen bzw. Zunge geht. In der Pandemiezeit ist es ebenfalls kein Leichtes, jungen Menschen Kompetenzen aneignen zu lassen.

Heute las ich in meiner Heimatzeitung über eine Abschlussklasse, in dem ein Schüler 2x ein Covid-Negativ-Ergebnis hatte, dann aber doch erkrankt war. Das führte nach einem positiven PCR-Test am Wochenende mit dadurch bedingter Verspätung zur 10-tägigen Quarantäne einer 19-köpfigen Klasse. Glück gehabt: In den wenigen Stunden, die die Klasse noch beieinander saß, kam es zu keiner weiteren Ansteckung.

Pech allerdings, dass das nun anberaumte Homescooling in die Woche der Praktika fiel. Dem Zeitungsbericht zufolge war der Chef der Praktikumsfirma not amused, seinen möglicherweise künftigen Lehrling nicht kennenlernen zu können.

All das schlägt vielen auf die Psyche und den Geldbeutel.

Jugendliche, Eltern, Ausbildungsbetriebe sollten sich nicht damit alleine fühlen, sondern sich kompetente Unterstützung holen. Beispielsweise könnte eine erste und unkomplizierte Anlaufstelle das Familienportal des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit seinem Angebot einer Krisentelefonberatung sein.

Auch unsere österreichischen Nachbarn bieten eine Notrufnummer unter dem Slogan Rat auf Draht für Kinder und Jugendliche und auf einer Extraseite auch für Eltern anonym und kostenlos an.

Im Artikel „Ausbildung ist das Gebot der Stunde“ wird auf die Parole bzw. das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ verlinkt. Hierbei geht es um die Ausbildungsprämien, Zuschüsse zur Verhinderung von Kurzarbeit, den Lockdown II-Sonderzuschuss und die Übernahmeprämie.

Zu „Ausbildung in Zeiten von Corona“ hat der BIBB ein Papier (Heft-Nr. 223) herausgebracht. Es sind die Ergebnisse einer empirischen Studie zu Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Ausbildungsbetriebe. Die 42 Seiten sind als kostenlose PDF downloadbar.

Auszug aus S. 25: „Im Zuge der coronabedingten Kontaktbeschränkungen haben nur relativ wenige Betriebe der ausgewählten Berufe digitale Geräte eingeführt. Insgesamt nur fünf Prozent der Betriebe haben in der Krise in dieser Hinsicht reagiert. Hier zeigt sich erneut, dass der öffentliche Dienst (13 %) und Industrie und Handel (11 %) etwas aktiver wurden als das Handwerk (4%) und das Gastgewerbe (3 %).“

„Digitales Deutschland“ als neues Angebot des Instituts für Medienpädagogik

23. März 2021 Kommentare deaktiviert für „Digitales Deutschland“ als neues Angebot des Instituts für Medienpädagogik

„Digitales Deutschland“ – Mensch, Gesellschaft und Kompetenzen im digitalen Wandel. Dieses neue Projekt plant, auf seiner Webseite einen systematischen Überblick über die digitalen Kompetenzen zu verschaffen, den es bisher in dieser Form wohl noch nicht gab. Der Service wird folgende Ziele beinhalten:

  • Forschungslücken schließen
  • Bedarfsermittlung
  • Fundierte Entscheidungsgrundlagen für Kompetenzanforderungen in Bezug auf die Digitalisierung an verschiedene Bevölkerungsgruppen feststellen
  • Darstellung der notwendige Rahmenbedingungen, um allen Teilen der Bevölkerung adäquate Angebote zur Weiterentwicklung digital- und medienbezogener Kompetenzen zu bieten
  • Datenank mit Studien und Modellen zu Medien- und Digitalkompetenz

Mit Ergebnissen wird im Sommer 2021 gerechnet. Mal im Auge behalten!

Nochmal Tellerrandblick: Pädagogische Woche

2. Oktober 2020 Kommentare deaktiviert für Nochmal Tellerrandblick: Pädagogische Woche

Über 50 Veranstaltungen rund ums digitale Unterrichten: „Wie lässt sich Lernstoff gut videobasiert vermitteln? Wie unterrichte ich mit einem Lernmanagementsystem? Wie können schon Kinder im Grundschulalter programmieren lernen? Und wie können Schülerinnen und Schülern seriöse Informationsquellen erkennen und andererseits Fake News enttarnen?“ (Pressemeldung)
Obgleich die Zielgruppe der Online-Tagung zum digitalen Unterrichten, die #PW2020 digital – 34. Pädagogische Woche, eher Lehrkräfte, aber auch Universitäten sind, so halte ich die Fragestellungen und das Programm auch für Bibliothekswesen, insbesondere Schulbibliotheken, die mit Lehrkräften kooperieren oder eigene Angebote an Schulkinder kreieren, für geeignet. 5. – 7. Oktober unter dem Motto: „Gemeinsam Chancen nutzen und Hürden überwinden“.

Charisma und Coolness als Schlüsselkompetenz?!

23. September 2020 Kommentare deaktiviert für Charisma und Coolness als Schlüsselkompetenz?!

Wer denkt denn an so was?! Tatsächlich finden sich die Kriterien Charisma und Coolness im 6C-Modell, welches das 4K-ModellKommunikation, Kollaboration, kritisches Denken und Kreativität (auch: 4C-Modell in entsprechend englischer Sprache) – ergänzt. Es sind dies also die Schlüsselkompetenzen für Lernende im 21. Jahrhundert, stellt Dr. Christian Büttner von der Digitalen Schule fest, die es braucht, um „Jugendliche auf die Zukunft vor[zu]bereiten“, so der Video-Titel.

„Wie die Welt von morgen aussehen wird, hängt in großem Maß von der Einbildungskraft jener ab, die gerade jetzt lesen lernen.“ Mit diesem Zitat von Astrid Lindgren eröffnet Dr. Christian Büttner seinen Impulsvortrag.

Die komplette Beschreibung des Videos findet sich auf lehrer-online.

Spießig, spaßbefreit, sorgenvoll … nein, wir reden hier nicht von uns!

24. Juli 2020 Kommentare deaktiviert für Spießig, spaßbefreit, sorgenvoll … nein, wir reden hier nicht von uns!

Es ist die Jugend zwischen 14 und 17 Jahren, so das Ergebnis der Sinus-Jugend-Studie, die sich ernst und besorgt, im besten Falle „gedämpft-optimistisch“ sieht. Party ade … am Ende lesen die gar wieder! 😉

Spaß beiseite … in Bibliotheken bleiben wir den Entwicklungen auf der Spur und stellen uns darauf ein. Mit Medien, Veranstaltungen und Bildungsangeboten. Daher sind derartige Studien Pflichtlektüre. Und ich musste unlängst feststellen … es scheint zu stimmen, was die da schreiben. Selbst erlebt.

In meinem Ehrenamt als Bamberger Schulbiene hatte ich mehrere Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahre zu einem netten Thema (Honig entdeckeln und schleudern, natürlich mit Kostproben) im Rahmen des BUND-Sommerprogramms. Also ganz entspannt eigentlich, nichts Verpflichtendes für die Kinder, alles freiwillig. Doch die Stimmung wirkte anders als alles, was wir bisher erlebten. Eben ernster, zurückhaltender, gut zuhörend, brav alles befolgen, was wir erbitten mussten (Hygiene, Sicherheitsaspekte), und irgendwie bar jedes Aufbegehrens, kaum Neugierde, keine Fragen, kein Unterbrechen, nichts einfordernd … es war gruselig. Nicht mal unsere Plüschtiere wurden in Augenschein genommen wie sonst, oder gar gestreichelt. Vielleicht tragen die ja auch den Virus und man muss Abstand halten?!

Nun, wir gaben den geforderten Abständen und den Mund-Nasen-Masken die Schuld an der seltsamen Stimmung. Wir waren schließlich Fremde und blieben es auch, da unsere Mimik nicht erkennbar war. Also, mir würde das auch die Petersilie verhageln, so als Kind.

Natürlich ist die Corona-Krise für oben genannte Studienerkenntnisse nicht ausschlaggebend gewesen. Der Zeitraum war ein anderer. Doch die Themen, die im Hintergrund fürs Verhalten sorgen, sind die gleichen. Ihr wisst schon … Klima, Umwelt, Hetze, Feindseligkeiten, Seuchen, … eben dystopische Aussichten.

So what?!

Ich schätze, wir werden lernen müssen, gegenüber der Jugend noch viel achtsamer mit dem, was wir körpersprachlich und verbal vermitteln, umzugehen. Wir werden genau hinhören und hinsehen lernen, um auf Augenhöhe und Respekt mit denjenigen zu kommunizieren, deren Zukunft mir (ehrlich, ganz ehrlich gesagt, und das trotz all meines bisherigen Grundoptimismusses) nicht geheuerlich ist.

Doch vor allem sollten wir eines in Bibliotheken für diese Generation tun: Sie unterstützen in ihrem Kampf gegen alles, was da auf sie zukommt. Und außerdem ihnen wieder etwas Ablenkung und Spaß bereiten! Denn nur ein frohes Herz hat Mut und Kraft, um das Leben zu meistern!

Das war mein Wort zum Sonntag … habt Spaß an diesem Wochenende, allem zum Trotz!!!

Aber – HALLO?! Lesen gehört NICHT in den Lebenslauf?!

7. April 2020 Kommentare deaktiviert für Aber – HALLO?! Lesen gehört NICHT in den Lebenslauf?!

Okay, dieser Mist wurde ein Jahr VOR der Coronakrise verzapft. Und … sorry, ich bin sonst nicht so deutlich. Aber DAS geht ja mal gar nicht! Das war keinen Stern wert, lieber STERN!

Ein Hobby, das besser nicht in den Lebenslauf gehört, ist Lesen. Denn wer seine Nase oft in Büchern versteckt, wird schnell als Eigenbrötler abgestempelt.

Sie verweisen wiederum auf die Quelle businessinsider.my, die ich zur Strafe nicht verlinke.

Unbestritten hat sich das Blatt gewendet. Lesen und Bücher sind ja wohl (nicht nur derzeit) das wichtigste Kulturgut gegen Langeweile, Lagerkoller und Lasterhaftigkeit. Das hat auch das von mir gerügte Magazin erkannt und berichtet (zu seiner Ehrenrettung) aktuell übers Schreiben und Lesen recht ausgiebig. Der Spiegel gar verweist auf das Historiker-Projekt „Coronavirus – Wie wollen wir uns an die Coronakrise erinnern?“

Na, da hätten einige von uns Bibliothekswesen ziemlich viel zu sagen, nicht wahr?! Da mögen klorollenbestückte Regale als Aprilscherz aus Krefeld (via Lesewolke, via bibliothekarisch.de) noch der erheiternste Teil von ansonsten vielen – *hier ein Adjektiv Ihrer Wahl* – Diskussionen (via inetbib, via forumoeb) sein.

Corona-Himmel ohne FlugzeugeMein Beitrag heute zu diesem Thema ist das Lesen des Himmels. Himmlisch frei ohne Flugzeuge nämlich. Das ist unbeschreiblich. Daher lasse ich’s einfach und genieße es, solange mir nichts anderes übrig bleibt.

Und sollte ich mich wirklich noch bewerben müssen – so als Selbständige ist das derzeit nicht ganz ausgeschlossen –, ich würde mich in allen Anklagepunkten das Lesen und Schreiben betreffend für absolut schuldig und zurechnungsfähig bezeichnen! Bei einem Arbeitgeber, der dieses abstempelt … ne, also, da würde ich dann doch lieber „stempeln gehen“!

 

 

Papier und Bleistift gegen Tablet

17. Februar 2020 Kommentare deaktiviert für Papier und Bleistift gegen Tablet

Wie wirken sich Schreibwerkzeuge beim Lesen und Schreiben aus? Die Digitalisierung fordert mehr und mehr auch die Schulen heraus. Wie der Streit um den Digitalpakt gezeigt hat, stehen sich an den Meinungsfronten zwei extreme Positionen gegenüber: die einen sehen im Tablet-Computer ein Allheilmittel, um deutsche Schülerinnen und Schüler fit für die Zukunft zu machen. Die anderen glauben fest an die didaktische Überlegenheit klassischer Werkzeuge wie Stift und Papier. Die Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten Interventionsstudie mit Vorschulkindern sprechen für einen gesunden Mittelweg. So konnten Forschende der Universität Ulm zeigen, das analoge und digitale Schreibwerkzeuge ihre jeweils eigenen Stärken haben [via idw-online].

Netzwerk Leseforschung

31. Januar 2020 Kommentare deaktiviert für Netzwerk Leseforschung

„Das Netzwerk Leseforschung ist ein Verbund von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis, Leseförderung und Bildungspolitik, die sich in verschiedenen Disziplinen und Dimensionen mit dem Lesen als spezifischem Rezeptionsprozess sowie verschiedenen Lesemedien und -materialien auseinandersetzen.“

[via Bildungsserver]

Die Zukunft der Arbeit: Kompetenzen

5. März 2018 Kommentare deaktiviert für Die Zukunft der Arbeit: Kompetenzen

Harold Jarche zählt in einem Blogpost zunächst Kompetenzen auf, die wir für zukünftige Arbeit erwerben sollten und fasst dann das Bild in einer Visusalisierung der „Personal Knowledge Mastery“ zusammen.

Internetbasierte Werkzeuge in der universitären Lehre

26. Februar 2018 Kommentare deaktiviert für Internetbasierte Werkzeuge in der universitären Lehre

„Einsatz internetbasierter Werkzeuge zur Unterstützung selbstorganisierten Lernens in einer persönlichen Lernumgebung“ – eine Doktorarbeit von Thomas Bernhardt, verortet im Blog E-Learning 2.0 als Open Access. DANKE!

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