Stagnation der Kognitivität ab Mitte 30?

21. Oktober 2020 Kommentare deaktiviert für Stagnation der Kognitivität ab Mitte 30?

Die gute Nachricht: Unsere kognivite Leistung, also Wahrnehmen und Verarbeiten, ist besser als noch vor 100 Jahren. Die schlechte Nachricht: Sie soll wohl ab Mitte 30 stagnieren.

Festgestellt wurde dies anhand 24.000 abgespeicherter Schach-Turnierspiele aus 125 Jahren, die mit Computerzügen abgeglichen wurden. So konnte mathematisch die Leistungskurve(n) von Profi-Schachspielern errechnet werden. (Hm, ob man allerdings MEINE kognitiven Fähigkeiten mit diesen Ergebnissen vergleichen kann, das wage ich zu bezweifeln, bzw. will ich lieber mal nicht herausfinden.)

Etwas irritierend ist die Aussage in der PM: „Die kognitive Leistungsfähigkeit folgt einem Altersprofil, das zunächst ansteigt und ab etwa der Mitte des vierten Lebensjahrzehnts ein Plateau erreicht.“ Wie jetzt … doch erst später? Na, das klingt doch schon besser!

Dass wir uns sogar noch bis 50 geistig steigern können, lässt folgende Bemerkung hoffen: Die Spieler würden ab einem gewissen Alter nicht mehr spielen, weil nicht mehr gut genug, und man könne wegen des Selekionseffekts die Kurve nicht auf die breite Bevölkerung übertragen.

Also, wisst ihr was … Studie hin oder her … ich wäre doch einfach nur froh um ein Patt, sagen wir mal um die 60 herum? Ich möchte dann einfach so viel Neues gelernt wie verlernt haben, dass sich das Verlernen (ab der Rente meist reflexhaft als „Demenz“ bezeichnet) als wohltuende Erholung anfühlt. Vielleicht habe ich dann endlich genügend geistige Kapazität frei, um das Schachpielen meiner Jugend wieder aufzunehmen!

Belasten Hyperlinks das Arbeitsgedächtnis?

21. Januar 2016 Kommentare deaktiviert für Belasten Hyperlinks das Arbeitsgedächtnis?

Einen Text lesen ist für viele Belastung genug. Worte müssen decheffriert, neues mit altem Wissen abgeglichen und verknüpft und der Text in seiner Bedeutung erfasst werden. Beim medialen Lesen sind zusätzlich Entscheidungen vonnöten: Link anklicken oder es bleiben lassen.

Diese Entscheidung findet im Arbeits(kurzzeit)gedächtnis statt. Wie stark es dabei belastet wird, wurde mit Hilfe Blickbewegungsdaten und EEG in in mehreren Studien untersucht. Tatsächlich sind wir beim Anblick von Links kognitiv höher belastet, was man an erweiterten Pupillen und Hirnstromveränderungen erkennen konnte. So what?!

Ergebnisse dieser Studien könnten dazu beitragen, Hypertexte und multimediale Lernmaterialien möglichst nutzerfreundlich und effektiv zu gestalten, indem unnötige Belastungen des Arbeitsgedächtnisses vermieden werden.

Das würde bedeuten, weniger Belastung durch weniger Links. Hm. Ehrlich gesagt: ich liebe Links, die mir unkompliziert dabei helfen, relevante Schlüsselbegriffe oder -aussagen weiterzuverfolgen – je mehr, desto besser. Denn mich entlastet es eher, wenn ich ein „Menü“ an Auswahlmöglichkeiten in petto habe. Vielleicht, weil ich mich ohnehin nicht sonderlich stark ablenken lasse, sobald ich ein (Lern-)Ziel verfolge. Ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass jüngere Menschen diese Konzentration noch nicht im hohen Maße besitzen. Oder möglicherweise über weniger Erfahrung verfügen, ob ein Link jetzt eher zu sehr aufs Nebengleis führen wird oder nicht. Dass sie mehr Stress empfinden, weil sie befürchten, etwas zu übersehen oder zu verpassen.

Vielleicht bin ich aber auch nicht mehr neugierig genug? Na ja … also, an dieser Eigenschaft mangelt es mir sicher weniger. Sonst hätte ich schließlich nicht diesen Link hier angeklickt 😉

„Reg‘ dich doch nicht so auf …“

26. Februar 2014 Kommentare deaktiviert für „Reg‘ dich doch nicht so auf …“

… warum eigentlich nicht? Weil, wer eine hohe motorische Erregbarkeit aufweist, hat meist das bessere Arbeitsgedächtnis, so das Ergebnis einer Studie der Universität Basel. Aktive Menschen scheinen folglich aktive Gehirnfunktionen zu besitzen und damit eine höhere „Leistungsfähigkeit gewisser kognitiver Funktionen.“

Hm, warum nur erfüllt mich das mit einer gewissen Befriedigung?

[idw-online]

Nicht besser gelaunt, jedoch entspannter

13. August 2013 § 2 Kommentare

Dass es einer Studie zu kognitiven und und emotionalen Prozessen bedarf, um festzustellen, dass ein gemeinsam eingenommenes Essen das Umgehen miteinander entspannter gestaltet, … nun ja. Interessant jedoch die Erkenntnis, dass das miteinander komponierte Gabel-und-Messer-Konzert nicht unbedingt die Laune heben muss. Was das mit Fortbildung zu tun hat?

Im Süden

Als Trainerin und Organisatorin von Fortbildung bin ich seit je her Verfechterin gemeinsamen Essens an selbigen Tagen. Im Süden muss ich da wenig Überzeugungsarbeit leisten. Hier lieben es die Teilnehmenden, sich gute ein- bis eineinhalb Stunden den Stress der Anreise von der Seele zu reden und spätestens beim Espresso per Du zu sein. Das kürzt zwar die Inhalte einer Fortbildung drastisch, nenne ich jedoch keinesfalls eine verlorene Zeit. Denn den entspannten Austausch und das damit verbundene Netzwerken halte ich für nachhaltiger, als es mancher Lerninhalt wohl zu sein vermag. (JA, ich stehe auf das Wort „Netzwerken“, und JA, und ich verwende auch „Nachhaltig“ im vollen Bewusstsein seiner ECHTEN Bedeutung!)

Im Osten

Im Osten Deutschlands reicht den meisten Teilnehmenden eine halbe Stunde für ein mitgebrachtes Schniddschen völlig aus. Der Vorschlag, miteinander Essen zu gehen, wird nur von wenigen angenommen. Von denen dann die Hälfte seltsamerweise unterwegs zum ausgemachten Ort hin verloren geht. Und der Rest, der um den kleinen Tisch passt, nicht aus Ostdeutschland gebürtig stammt. Dafür reicht die restliche Zeit für den Lerninhalt. Falls nicht wiederum mehrere den früheren Zug nehmen müssen, weil die DB-Verbindungen so schlecht sind. Ja, ist immer noch so.

Im Rest Deutschlands

Und im restlichen Fortbildungs-Deutschland? Ist Ruhetag beim einzig halbwegs genießbaren Italieners des Ortes. Oder muss pünktlich um 11.30 Uhr die Mensa aufgesucht werden, weil man später sonst ewig in der Schlange steht oder nichts anständiges mehr bekommt. Woraufhin man zwar gemeinsam aufbricht, sich die Gruppen und Grüppchen jedoch weiträumig im Saal verteilen.

Nun wollen die Wissenschaftler auf diesem Feld weitere Untersuchungen anstellen und herausfinden, wie sich die Essenssituation beispielsweise auf Empathie und Kreativität auswirkt.

DARAUF bin ich jetzt mal gespant. Sollte das Ergebnis sein, dass gemeinsames Essen kreativer macht, werde ich künftig nicht nur meine obligatorischen Gummibärchen verteilen, sondern gleich zum Brunch ausrufen! Berlin, ich bleibe dran!

[via idw-online]

 

 

Kognitiver Verfall durchs Arbeiten?

9. August 2013 Kommentare deaktiviert für Kognitiver Verfall durchs Arbeiten?

Vorsicht! Ununterbrochen zu arbeiten könnte dem kognitiven Verfall Vorschub leisten – so jedenfalls lese ich die Aussage einer Studie der Universität Luxemburg. Unterbrechungen des Arbeitslebens wie Elternzeit oder Weiterbildung verlangsamen den Prozess des geistigen Älterwerdens bzw. vergrößern die „kognitiven Reserven“.

Die Untersuchungsergebnisse stimmen mit anderen Studien überein, die darauf hindeuten, dass kognitiv stimulierende Aktivitäten die kognitive Reserve vergrößern und kognitive Beeinträchtigungen im Alter hinauszögern können“, so die Forscherin Anja Leist,

[via idw-online]

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