„Tag der Bildung“ statt „Primus-Preis der Stiftung Bildung und Gesellschaft“

10. November 2021 Kommentare deaktiviert für „Tag der Bildung“ statt „Primus-Preis der Stiftung Bildung und Gesellschaft“

Nicht zu verwechseln mit dem alle zwei Jahre stattfindenden Deutschen Weiterbildungstag ist der neu ausgerufene Tag der Bildung am 08.12. Er ersetzt den Primus-Preis der Stiftung Bildung und Gesellschaft¹. (By the way: Nun jedoch verlinkt die „alte“ Primus-Seite auf den Wettbewerb Bildungsorte. Noch konnte ich niemanden erreichen, der mir diese Verwirrnis erklären kann.)

Aber gehen wir davon aus, dass es zwei Paar Stiefel sind und konzentrieren wir uns auf den Tag der Bildung. Im Leitfaden (PDF) sind die Protagonist(inn)en aufgeführt, die sich am 8. Dezember mit Aktionen beteiligen können. Wow, und darunter sind sogar mal „Bibliotheken“ genannt!

Wer kann sich beteiligen?
Die Initiative Tag der Bildung richtet sich an alle Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft
oder öffentlicher Hand, die sich mit einer oder mehreren Aktionen zum Thema „Bildung in Zeiten
digitaler Transformation“ am Programm beteiligen möchten. Das können sein:
» Akteure rund um Schule (z.B. Lehrkräfte, Schülerinnen- und Schüler-Initiativen,
Elternverbände)
» außerschulische Initiativen (z.B. Sport- und Bildungsvereine, Jugendhäuser, Musikschulen)
» universitäre Einrichtungen (z.B. Fachschaften, Studentenwerke, studentische
Vereinigungen)
» kulturelle Institutionen (z.B. Museen, Galerien, Theater)
» öffentliche Akteure (z.B. Tourismusbüros, Bibliotheken, Stadtverwaltungen)
» (gemeinnützige) Unternehmen.

Die Aktionen, die rund um den 8. Dezember 2021 durchgeführt werden, sollten einen möglichst
breiten Personenkreis ansprechen sowie kostenlos und leicht zugänglich sein, zum Beispiel durch
einfache Anmeldung.

Na, dann mal los! Wenn nicht mehr heuer, vormerken fürs nächste Jahr.


¹Ich erlaube mir aus Nostalgie die Verlinkung auf mein alter ego, die Bamberger Schulbiene, die den Primus-Preis einmal zwischen ihren Flügeln hielt.

08.10. – Welttag der Buchhandlungen

8. Oktober 2021 Kommentare deaktiviert für 08.10. – Welttag der Buchhandlungen

Zum World Bookshop Day gratulieren wir unseren Lieferantinnen und Lieferanten recht herzlich und danken für ihren Service, den sie an das und für die Bibliothekswesen (also Bibliotheken und ihren Kund(inn)en nebst lesenden Bibliothekar(inn)en) jahrein, jahraus verrichten!

Eine Statistik, wie viele Buchhändler/innen zu Bibliotheksmitarbeiter/innen „mutieren“, gibt es leider nicht. Doch im Laufe meiner Berufsjahre sind mir sehr viele Vitas begegnet, die ihren Ursprung in der kaufmännischen Branche hatten und die Arbeit in Bibliotheken sehr bereicherten. Ob Kund(inn)enbegegnungen, Präsentationskenntnisse oder Organisationskenntnisse … sie ergänzen die außerdem immer vorhandene Affinitiät zur Medienvermittlung und fügen sich so nahtlos in die Rolle der „Knolle Murphies“ ein. Noch dazu sind ihnen Samstagsdienste nicht fremd. 😉

Ein Hoch auf die (noch) verbliebenen Buchhandlungen und ihres Personals. Möget ihr Amazon weiterhin die Stirn bieten, und  falls das nicht mehr an eurem Ort möglich sein sollte … na ja, eine zweite Ausbildung hat noch nie geschadet. 😉 Wir heißen euch jedenfalls sehr gerne willkommen!

 

07.09. – Kauf-ein-Buch-Tag

7. September 2021 Kommentare deaktiviert für 07.09. – Kauf-ein-Buch-Tag

Der amerikanische „National Buy a Book Day“ sollte auch in Deutschland begangen werden. Mit jedem Buch lernt man dazu. Das muss ich sicherlich niemanden unter unserer geneigten Leserschaft sagen. Doch für viele ist es nicht selbstverständlich, zu lesen. Außer natürlich die Flut an Kurznachrichten auf dem Handy. Heute erlebte ich in der Bahn eine junge Lady, die eben jenes tat und ihr Kind mit dem Befehl „Halt’s Maul“ abtat, als es die Oma auch sprechen wollte, die offenbar Gesprächspartnerin war.

Ich will jetzt gar nicht auf Moralapostelin machen. Und der Dame nicht unterstellen, sie würde niemals gelesen haben, denn dann wäre sie vielleicht gebildeter. Auch kluge, belesene Leute sagen schlimme Sachen. Doch wenn Bücher kaufen davor schützen könnte, gemein zu sein, … ach ja, was wäre das für eine wundervolle Welt.

Aber versuchen sollten wir’s. Mein Buch, das ich in dieser Woche lesen möchte und mir etwas lehren soll, heißt „Erfülltes Leben“ vom Altmeister der Kommunikation, Friedemann Schulz von Thun. „Ein kleines Modell für eine große Idee“, so der Untertitel. Für meine einwöchige Auszeit in einem evangelischen Konvent gerade richtig, um auf andere Gedanken zu kommen. Corona zerrt wohl nicht nur an den Nerven junger Mütter 😉

18.08. – Tag des Versandhauskatalogs … fürs Leben gewappnet und Lust auf Träume

18. August 2021 Kommentare deaktiviert für 18.08. – Tag des Versandhauskatalogs … fürs Leben gewappnet und Lust auf Träume

Was hat der „Tag des Versandhauskatalogs“ mit unserem Blog zu Fortbildung zu tun? Also, ganz ehrlich: Ich vermisse meinen jährlichen IKEA-Katalog. Auch den von Manufactum und Office-Discount, memo, Schäfer-Shop und wie sie alle heißen, … (nein, Klamottenkataloge waren nie meins). Ich bestellte sie ab, um Ressourcen zu sparen. Geht ja auch alles online. Allein – da schaue ich denn doch nicht rein, zumindest nicht ohne eine bestimmte Kaufabsicht.

Doch das Blättern in den „richtigen“ Katalogen beflügelte zugegeben meinen Geist. Ich fand Lösungen für Probleme, von denen ich vorher nichts gewusst hatte, das ich sie überhaupt habe. Kann man doof finden. Mir aber gefiel es, ohne akute Not zu entdecken, was ich bräuchte, wenn der Ernstfall eintreten würde. Ich lernte neue Gerätenamen wie Wiedehopfhaue, Pendelhacke und Setzhäundl (Gartenkatalog Manufactum) kennen und fühlte mich nach der Lektüre von „Es gibt sie noch, die guten Dinge“ für alle Lebenslagen gewappnet.

IKEA hingegen half mir, wenngleich auch manchmal Kopfschütteln bei mir auslösend, den Anschluss an die Moderealitäten der Innenarchitektur zu halten. Die typisch untypischen Designs von „Idioten Kaufen Einfach Alles“ waren ja eigentlich nicht immer so idiotisch. Wenn man bereit war, sozusagen „ums Eck“ zu denken. Wie bei der Gießkanne (PS 2002), die vom leeren Bauch nahtlos in die oben offene Ausgießtülle übergeht. Genial. (Ja, ich weiß, Manufactum hätte das stilvoller beschrieben. Und ja, den allerletzten IKEA-Katalog besitze ich noch!)

Mit den Office-Katalogen präparierte ich mich die Fortbildungen zu „Ordnung im Büro“. Vieles darin ist mittlerweile eher nostalgischer Art. Das papierlose Büro ist – seit gefühlt 30 Jahren heraufbeschworen – ist fast am Ziel, die Vorratslager diverser Büros noch gefüllt von nicht mehr verwendeten Heftstreifen, Hängetaschenhefter und Fächerhängemappen … Geister der Erinnerung an frühe Bibliothekszeiten steigen hoch, ach ja. Manches darf man auch verabschieden, um Platz für Neues zu schaffen. Auch das ist bekanntlich Lernen.

Aber wisst ihr was?! Ich bin grad sowas von nostalgisch gestimmt … ich bestelle mir jetzt doch wieder einen Bildband! Genüsslich beim Frühstücken sich völlig ohne Not fortzubilden, was der Konsum so zu bieten hat. Und mich dann daran erfreuen, dass ich doch (fast) schon alles habe oder gar nicht gleich brauche oder über nebenan.de ausleihen kann. Ein befriedigendes Gefühl. Satt, aber angeregt … ist das nicht herrlich?!
Und bereit, die Weihnachtswunschliste zu eröffnen … wie wäre es mit dem im Manufactum-Gartenkatalog zufällig entdeckten „Das neue Buch vom Leben auf dem Lande“ von John Seymour. Die 1976 als Ursprungsausgaben unter dem Titel „Das grosse Buch vom Leben auf dem Lande: Ein praktisches Handbuch für Realisten und Träumer“ mir wie eine Offenbarung vorkam. Das „Urban Gardening“ der jungen Menschen von heute lebt im kleinen Stil das, was wir im großen Stil (aus guten Gründen) nicht zur realisieren wagten. Auch damals blätterte ich inspiriert in Katalogen und Bildbänden. Doch gelernt hatte ich elternseits leider nur, nicht träumen zu dürfen. Das hole ich heute nach. Alleine vom Schreiben über „Kataloge“ fühle ich mich beschwingt … ja, diesen ulkigen amerikanischen „National Mail Order Catalog Day“ sollte man wirklich einmal im Jahr begehen!

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