Nichts Neues trotz Hirnforschung?

3. November 2016 Kommentare deaktiviert für Nichts Neues trotz Hirnforschung?

Es ist faszinierend, was sich in unserem Gehirn abspielt, und noch faszinierender, was moderne Hirnforschung heute alles plastisch beobachten kann. Zum Beispiel, wie die beiden Gedächtnisspeicher beim Lernen zusammenarbeiten: der Hippocampus, einem plastischen Kurzzeitspeicher mit großer Kapazität und schneller Aufnahmefähigkeit, und der Neokortex, der die Informationen zwar langsamer aufnimmt, jedoch dauerhafter bewahrt und zudem die neuen Inhalte nicht überschreibt.

An Ende einer raffinierten Versuchsreihe, in der ein veränderbares und ein nicht veränderbares Labyrinth die am Lernen beteilgten Gehirnregionen lokalisiert, wird bewiesen, was die Menschheit eh schon weiß, drückt es jedoch immer noch reichlich zurückhaltend aus: „Unseren Ergebnissen zufolge erscheint häufiges Wiederholen des Lernstoffs als unumgänglich“, sagt die Wissenschaftlerin.

Ich wiederhole also noch einmal deutlicher: Lernen geschieht durch Wissensanreicherung mit Wiederholungskomponente. Oder anders gesagt: Lernstoff aufnehmen und repetieren. Da geht doch glatt ein Kindheitswunsch für mich in Erfüllung. Damals hätte ich gerne eine perfekte Antwort auf die Frage meiner Mutter gegeben: „Herrgott, warum muss ich dir das denn immer zweimal sagen!“

[via idw-online]

Wir sind nicht von Fremdbelohnung abhängig!

4. Oktober 2016 Kommentare deaktiviert für Wir sind nicht von Fremdbelohnung abhängig!

Endlich bestätigt das mal wer! Unser Gehirn ist durchaus in der Lage, sich selbst zu belohnen! Ich konnte es nie so recht glauben, dass wir bei der Qualität der Lernergebnisse davon abhängig wären, ob uns jemand lobt oder nicht. Meine Selbstbeobachtung zeigte mir schon immer, dass ich keinerlei Bestätigung oder Lobeshymnen brauche, weil mir das Lernen, natürlich auch das Lehren (was beinahe dasselbe ist) einfach Spaß macht, ich es aufbauend, anregend und sinnvoll finde. Die Pressemeldung zitiert Prof. Dr. rer. nat. Tömme Noesselt:

„Menschen und Tiere lernen, wenn sie für ihr Verhalten belohnt werden und auch dann, wenn sie eine Belohnung lediglich erwarten“.

Yep!

Schubladendenken: Ausnahmen und Prototypen

21. Juli 2016 Kommentare deaktiviert für Schubladendenken: Ausnahmen und Prototypen

Ein Forschungsprojekt beweist es: Zwei Schubladen hat jede/r von uns: diejenige, in die alles, was nach „Ausnahme“ aussieht, und die, in der die Prototypen liegen. Das macht Sinn, da entlastend. Die Zuständigkeiten hierbei sind auf zwei Gehirnhälften aufgeteilt. Für den Prototyp einordnen der linke Gyrus Fusiformis und für das Erkennen der Ausnahme durch Abgleich mit Erinnertem der rechte Hippocampus. Vermutlich aber lassen sich die beiden Vorgänge nicht exat voneinander trennen.

Das kurze Schwanken, ob ein Pinguin nicht doch ein Vogel ist, rührt sicherlich davon. Schnabel hat er ja schließlich einen, und im Flug haben wir ihn auch schon mal gesehen, zumindest, wenn er einen Köpfer ins Wasser macht. Aber dann beginnt das (mehr oder wenige blitzschnelle) Grübeln … hm, da stimmt was nicht …

Fürs Lernen ist dieser Prozess extrem wichtig. Daher verwenden Referenten gerne Beispiele, damit die Schublade leichter aufgehen kann. Dann aber heißt es zuweilen auch: Schublade zu und andere öffnen. Dabei klemmt es bei manchen, sie tun sich schwer mit dem Schließen. Dann muss der Klempner kommen, also beispielsweise Lehrer und Eltern oder im Erwachsenenalter ein Lernbegleiter, Erwachsenenbildner, Referent usw. nebst alle -innen – und dann klappt es meist auch wieder mit dem Neu-Lernen oder auch Um-Denken.

Unser täglich Update gibt uns heute …

26. Februar 2015 Kommentare deaktiviert für Unser täglich Update gibt uns heute …

… und damit verbunden jedes Mal eine Mini-Fortbildung im Schnelldurchlauf. Wenn man Glück hat. „Hello“ ruft’s mir heute zu, als ich das „dringend empfohlene“ Firefox Update Nr. 8385.02 (oder war’s .03?) aufspielte. „Lernen Sie Firefox Hello kennen“ – und schwups, macht sich ein Unlustgefühl in mir breit. Ob es am Eingangswörtchen liegt? Na ja, da wäre ich ja eine schlechte Erwachsenenbildnerin, würde mich ausgerechnet dieses Verb erschrecken. Vielmehr ist es der Wunsch, doch bitte erst einmal meine Alltagsarbeiten, wie zum Beispiel das Tagebuch hier zu füllen, um der Bildungsgemeinschaft in der Bibliothekswelt einen (hoffentlich guten) Dienst zu erweisen.

Und so ist es wohl mit jeder kleinen wie großen Lernsession – sie stört unseren gewohnten Ablauf, verhindert das ohnehin schon im Rückstand befindliche Arbeiten und hört – ach du lieber Gott! – irgendwie nie, nie, nie auf. Die Uferlosigkeit nennt sich auch „Lebenslanges Lernen“. Dennoch sollten wir eher dankbar sein für dieses „täglich‘ Gehirnbrot namens Update“. Damit trainieren wir unsere grauen Zellen ein Stück weit und beugen einem Lernmuskelkater vor, wenn’s mal wirklich „hart auf hart“ kommt.

Also dann, seufz … ich muss jetzt zum Lernen. Hello, wir sehen uns!

Fundus „Open Mind“ zu Geist, Gehirn, Bewusstsein

11. Februar 2015 Kommentare deaktiviert für Fundus „Open Mind“ zu Geist, Gehirn, Bewusstsein

Eine Textsammlung von knapp 100 Autor(inn)en und Kommentator(inn)en zum neuesten Stand der Forschung auf dem Gebiet „Geist, Gehirn, Bewusstsein und Selbstbewusstsein“ steht ab sofort kostenlos im Internet zur freien Verfügung. Die MIND Group der Johannes Gutenberg Universität macht sich damit quasi selbst und anderen ein Jubiläumsgeschenk. Vielen Dank!

 

Erstaunliche Kapazität des menschlichen Gehirns

27. August 2014 Kommentare deaktiviert für Erstaunliche Kapazität des menschlichen Gehirns

 

Zur „Neurowoche 2014“ in München am 15.09.2014 von 18.30 – 20.30 Uhr in der TU München gibt’s neben einem Weltrekordversuch jede Menge Tipps, wie man die Gedächtnisleistung deutlich verbessern kann. Genug Schlaf gehört hier sicherlich dazu, ebenso wie ein wenig Ausdauersport. Die Moderation übernimmt der von „Wetten, dass …“ her bekannte mehrfache Gedächtnisweltrekordhalter und Münchner Neurowissenschaftler, Dr. Boris Nikolai Konrad bei freiem Eintritt. Er ist der Auftakt zur Neurowoche 2014, zu der sich vom 15.9. bis 19.9. etwa 7000 Experten rund um Gehirn und Nerven im Internationalen Congress Center München (ICM) zum wissenschaftlichen Austausch treffen.

 

 

http://idw-online.de/de/news598952

Eselsbrücken

10. Juni 2014 § Ein Kommentar

Das ist eine schöne Sammlung von Merksätzen und Eselsbrücken , einerseits zum Stöbern und wiedererkennen, andererseits zum Entdecken.

Macht Junkfood dumm?

25. Februar 2014 Kommentare deaktiviert für Macht Junkfood dumm?

Ja. Zumindest zeitigt fett- und zuckerhaltiges Essen Gedächtnisstörungen. Bei Ratten jedenfalls. Und die sind ja so dumm auch wieder nicht. Schuld sind Entzündungen im hippocampalen Bereich des Gehirns. Und das geht wohl sehr schnell, nämlich innerhalb einer Woche. Doch das Schlimmste kommt noch:

Unseren vorläufigen Daten zufolge ist die Schädigung auch nicht reversibel wenn die Ratten wieder auf eine gesunde Ernährung umgestellt werden, was sehr bedenklich ist.

Aus ist mit den Chips … 😦

[via idw-online]

 

Visuelles Lernen verändert Gehirn

25. März 2013 Kommentare deaktiviert für Visuelles Lernen verändert Gehirn

Nachweisbar und lang anhaltend verändert visuelles Lernen das Gehirn. Dies hat ein Versuch ergeben, der Probanden vor Suchmuster-Aufgaben stellte. Das Ergebnis war, dass sich die neuronale Aktivierung im Gehirn im Verlaufe einer Woche merklich steigerte. Der Effekt der Erkennungsleistung hielt dabei über einen Zeitraum von neun Monaten messbar an.
[via idw-online]

Ich leite daraus ab, dass sich das Visualisieren in Seminaren günstig auf den Lerneffekt auswirkt. Doch gehe ich davon aus, dass ein einmalig erfolgter visueller Reiz nicht für eine neuronal nachweisbare Veränderung der Hirnleistung ausreichen wird. Sicherlich macht’s die Wiederholung aus. Nun, das wäre zu schaffen. Idee: Die Teilnehmenden erhalten eine Wiederholungsmöglichkeit über eine Fotodokumentation, die zuhause nachbetrachtet werden kann. Klar, das macht den Trainer(inne)n natürlich schon etwas (meist unbezahlte) Mehrarbeit. Doch mittels Handy-Uploads wiederum auch nicht so viel, dass man darauf verzichten sollte. Allerdings – wird während der Seminare fotografiert, verzichten Teilnehmende gerne mal auf die Mitschrift. Die wiederum ebenfalls gedächtnisstärkend sein kann. Hm, wie nun? Tja, wenn es ein Patentrezept gäbe, wär’s ja einfach 😉

Wo bin ich?

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