MaiLab „Lernen“ zum Wochenende

14. Mai 2021 Kommentare deaktiviert für MaiLab „Lernen“ zum Wochenende

Mittlerweile zu einem echten Fan ihres Kanals geworden (neben 1,29 Mio anderer) hier von mir ein paar (bibliotheksrelevante) Tipps fürs Bingwatchen mit Nutzeffekt. Die Rede ist von der Wissenschaftsjournalistin, der Chemikerin Mai Thi Nguyen-Kim, den meisten bekannt durch ihre Beiträge zur Coronakrise, für die sie den Grimme-Preis in der Kategorie „Journalistische Leistung“ erhielt sowie das Bundesverdienstkreuz. Ich greife hier ältere Beiträge auf, die eines gemeinsam haben: Lernen und ein wenig was zu Informationsstrategien. Ein wenig außer der Reihe fällt dabei der erste Tipp. Doch schätze ich, dass es einige durchaus interessiert, wie sie mit Hasskommentaren strategisch umgehen wird.

Wir müssen reden.
[Ab 2:44: „Es ist nicht mein Grundrecht, in ’ne Bibliothek zu gehen, herumzuschreien und nicht rausgeschmissen zu werden“.] – 07.05.2021.

Die kleinste gemeinsame Wirklickeit. Wahr, falsch, plausibel? Die großen Streitfragen wissenschaftlich geprüft. XXL-Hörprobe Vorwort + Kapitel 1. 04.03.2021.

Hyperbrain. Superintelligent durch Brain Machine Interface. – 29.211.2019.

Erkennst du Fake News? – 28.02.2019.

Fake vs. Fakten – lasst euch nicht verarschen! TINCON Düsseldorf 2019. – 10.03.2019

Sind Youtuber die besseren Lehrer? re:publica 18. – 04.05.2018.

Die vier häufigsten Lernfehler. Zu viel Stoff? – 02.11.2017.

Die 5 Phasen einer Doktorarbeit. – 28.01.2016.

10x Gehirntraining –  Sudoku und Kreuzworträtsel die großen Verlierer?!

25. März 2021 Kommentare deaktiviert für 10x Gehirntraining –  Sudoku und Kreuzworträtsel die großen Verlierer?!

Das „Wie“ ist wichtiger als das „Was“, um sein ganzes Gedächtnissystem zu trainieren, so auf Focus-online (Autorin Kristina Kreisel) zu lesen. Also die Eselsbrücken, die einem die Fakten abrufen lassen, sind sinnvoller, als sich an Zahlen oder Wörter erinnern zu wollen. Sudoku und Kreuzworträtsel würden keinen Leistungsgewinn und auch kein Zahlen oder Faktengedächtnis mit sich bringen. Aha. Ich sag‘ mal – wenn sie uns wenigstens Spaß machen, bedienen wir zumindest die Nr. 5 meiner aus dem Artikel extrahierten 10 Tipps, …

… die üblichen wirkungsvollen, da gehirnunterstützenden Verdächtigen:

  1. Selektieren, vergessen und filtern können
  2. Neues erleben oder lernen, Hirn fordern
  3. Klare Lernziele in Etappen
  4. Kein Multitasking und den damit verbundenen Stress
  5. Lustareal aktivieren
  6. Bewegung und Sport für mehr Sauerstoff im Blut
  7. Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes vermeiden, ergo: Gesunde Ernährung
  8. Gut hören können
  9. Mund- und Zahngesundheit
  10. Genug Schlaf

Wenn es nach dieser Liste ginge, dann sollte ich 4 und 10 besser beachten und die 7 als ständige Ermahnung mit mir tragen. Zumindest in der allergiereichen Zeit, die die Nr. 6 so schwierig bis beinahe unmöglich macht. Den Schritt an die frische, doch pollenreiche Luft vermeidend, wende ich mich dann doch lieber mal einem Rätselspiel zu. Getreu dem Motto, was nichts schadet, nützt. Das lasse ich mir jetzt nicht ausreden! 😉

22.3. – Tag des Faulenzens – Mut zum professionellen Aufladen

22. März 2021 Kommentare deaktiviert für 22.3. – Tag des Faulenzens – Mut zum professionellen Aufladen

Tag des Faulenzen – und das ausgerechnet an einem MONTAG! Nun ja, wer in seinem Betrieb „antanzen“ muss, aber auch die sich ewig voran peitschenden Selbständigen, zu denen ich gehöre, fällt das jetzt im Traum nicht ein. Doch wenigstens nächsten Sonntag, oder wenigstens am Mittwoch Abend, oder Freitag Nachmittag ein paar Stunden Faulenzen, Nichtstun, In-die-Luft-starren, Rumdösen, Hängenlassen … OHNE Handy und Videoschauen natürlich. Sonst klappt es nicht mit dem Quentchen mehr an Problemlösung, an Kreativitätsschub, an Motivationskick, an Erkenntnisblitzen …, die am besten dann aufpoppen, wenn in den Bereich des Unbewussten abgetaucht wird.

Geprägt allerdings wurde ich von der Meinung einer Generation, der Schlafen außerhalb der „normalen“ Zeiten ein Dorn im Auge war. Womit sie eindeutig falsch lagen, wie zahlreiche Studien bewiesen haben wollen. Zum Faulheitsprinzip hat sich das Zukunftsinstitut geäußert, indem sie das „professionelle Aufladen des Bewusstseins“ hervorheben. Es wäre mit der Wirksamkeit von Sportpausen zu vergleichen, da die Muskeln nicht während des Trainings, sondern in den Ruhepausen erfolgt. Sie verweisen außerdem auf Mareieke B. Wieth und Rose T. Zacks „Time of day effects on problem solfing: When the non-optimal is optimal“.

Also dann … nur Mut zum Faulenzen! Aber immer einen Stift und Zettel parat halten, damit diese auch festgehalten werden können. Denn im Alltags-Arbeitstrubel sind diese wieder schnell vergessen oder verdrängt.

51% weniger Stress bei täglich 10 Minuten Partnertraining

2. November 2017 Kommentare deaktiviert für 51% weniger Stress bei täglich 10 Minuten Partnertraining

Die Trainier- und Veränderbarkeit des Gehirns (Plastizität des Gehirns) wurde in einer Studie zur Steigerung der sozialen Kompetenz durch mehrmonatiges, modulares Training eindringlich bewiesen. Sowohl Verhalten wie auch das Wachstum in den Gehirnstrukturen änderten sich bei den Probanden eindeutig. Ebenso konnte Stressreduktion nachgewiesen werden. Dabei spielten die Dyaden-Übungen, also Sequenzen mit einem Übungspartner, eine entscheidende Rolle. Die Vermutung aus der Pressemeldung des Max-Planck-Instituts:

Sich regelmäßig einer fremden Person gegenüber zu öffnen und zu lernen, vorurteilsfrei einem anderen zuzuhören, hat wahrscheinlich zu einer Art sozialen Stress-Immunisierung geführt, da sozialer Stress ja vor allem durch die Angst vor negativer Fremdbeurteilung zustande kommt.

Davon leite ich persönlich eine Empfehlung ab: Sucht euch Lernpartner! Tauscht euch 10 Minuten lang über euren Lernstand aus, sprecht darüber, was ihr euch vornehmt und wo ihr Probleme seht, aber auch Chancen, ihn zu bewältigen, wovor ihr Angst habt und was euch Spaß machen würde. Eigentlich etwas, was in intakten Familien am gemeinsam stattfindenden Abendbrottisch stattfinden könnte … ach ja, wo gibt’s das denn noch? Wiedereinführen!

Abschied vom Nutzer und böser Bücherschrank

12. Oktober 2017 Kommentare deaktiviert für Abschied vom Nutzer und böser Bücherschrank

Gedichte-Generator mit Spaßfaktor – und ohne Anmeldung!

Gedicht: Abschied vom NutzerAbschied vom Nutzer

Die alte Ziege lese.
Sie lese und sie fließe!
Ach Bibliothekarin, entsetzliches Wesen du,
Wozu die Dichter jetzt verlachen?
Der Winter erglüht,
Es lesen die avantgardistischen Bücherschränke,
Und ewiger Unfug vergiftet die Herzen!

Gedicht Nummer 9986197, made by Poetron-Zone.

Gedicht: BücherschrankBücherschrank

Lest euch Bücherschrank
oh ihr Bücherschrank
lest und kost – EUCH
so wie Bibliothekarin!
Bibliothekarin! Du bist gemeint!
doch kost leise
ewig und somit böse
ihr Bücherschrank
seid leise
leise
allezeit.

Gedicht Nummer 9986194, made by Poetron-Zone.

P. S.: Der Bogen zur bibliothekarischen Fortbildung? Keiner. Was lernen wir daraus? Manchmal darf der Alltag einfach nur Spaß machen. Beste Voraussetzung fürs Gehirn, um wieder aufnahmebereit zu sein. 😉

 

 

Vorlesung: „Wie wir lernen“ mit neuem Einblick ins Gehirn

4. November 2016 Kommentare deaktiviert für Vorlesung: „Wie wir lernen“ mit neuem Einblick ins Gehirn

Angeknüpft an den Beitrag gestern: Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften lädt ein zur kostenlosen Vorlesung „Wie wir lernen. Neue Einblicke ins Gehirn“ für den 7.11.16 ab 18 Uhr. Folgende Fragestellungen: Was bedeutet es für uns bzw. für unser Gehirn, dass wir lernen können? Welche Veränderungen geschehen im Gehirn beim Lernen und wie können diese Veränderungen sichtbar gemacht werden? Welche Rolle spielen neue Technologien bei diesen Entdeckungen und welche Erkenntnisse sind in näherer Zukunft zu erwarten?

 

Nichts Neues trotz Hirnforschung?

3. November 2016 Kommentare deaktiviert für Nichts Neues trotz Hirnforschung?

Es ist faszinierend, was sich in unserem Gehirn abspielt, und noch faszinierender, was moderne Hirnforschung heute alles plastisch beobachten kann. Zum Beispiel, wie die beiden Gedächtnisspeicher beim Lernen zusammenarbeiten: der Hippocampus, einem plastischen Kurzzeitspeicher mit großer Kapazität und schneller Aufnahmefähigkeit, und der Neokortex, der die Informationen zwar langsamer aufnimmt, jedoch dauerhafter bewahrt und zudem die neuen Inhalte nicht überschreibt.

An Ende einer raffinierten Versuchsreihe, in der ein veränderbares und ein nicht veränderbares Labyrinth die am Lernen beteilgten Gehirnregionen lokalisiert, wird bewiesen, was die Menschheit eh schon weiß, drückt es jedoch immer noch reichlich zurückhaltend aus: „Unseren Ergebnissen zufolge erscheint häufiges Wiederholen des Lernstoffs als unumgänglich“, sagt die Wissenschaftlerin.

Ich wiederhole also noch einmal deutlicher: Lernen geschieht durch Wissensanreicherung mit Wiederholungskomponente. Oder anders gesagt: Lernstoff aufnehmen und repetieren. Da geht doch glatt ein Kindheitswunsch für mich in Erfüllung. Damals hätte ich gerne eine perfekte Antwort auf die Frage meiner Mutter gegeben: „Herrgott, warum muss ich dir das denn immer zweimal sagen!“

[via idw-online]

Wir sind nicht von Fremdbelohnung abhängig!

4. Oktober 2016 Kommentare deaktiviert für Wir sind nicht von Fremdbelohnung abhängig!

Endlich bestätigt das mal wer! Unser Gehirn ist durchaus in der Lage, sich selbst zu belohnen! Ich konnte es nie so recht glauben, dass wir bei der Qualität der Lernergebnisse davon abhängig wären, ob uns jemand lobt oder nicht. Meine Selbstbeobachtung zeigte mir schon immer, dass ich keinerlei Bestätigung oder Lobeshymnen brauche, weil mir das Lernen, natürlich auch das Lehren (was beinahe dasselbe ist) einfach Spaß macht, ich es aufbauend, anregend und sinnvoll finde. Die Pressemeldung zitiert Prof. Dr. rer. nat. Tömme Noesselt:

„Menschen und Tiere lernen, wenn sie für ihr Verhalten belohnt werden und auch dann, wenn sie eine Belohnung lediglich erwarten“.

Yep!

Schubladendenken: Ausnahmen und Prototypen

21. Juli 2016 Kommentare deaktiviert für Schubladendenken: Ausnahmen und Prototypen

Ein Forschungsprojekt beweist es: Zwei Schubladen hat jede/r von uns: diejenige, in die alles, was nach „Ausnahme“ aussieht, und die, in der die Prototypen liegen. Das macht Sinn, da entlastend. Die Zuständigkeiten hierbei sind auf zwei Gehirnhälften aufgeteilt. Für den Prototyp einordnen der linke Gyrus Fusiformis und für das Erkennen der Ausnahme durch Abgleich mit Erinnertem der rechte Hippocampus. Vermutlich aber lassen sich die beiden Vorgänge nicht exat voneinander trennen.

Das kurze Schwanken, ob ein Pinguin nicht doch ein Vogel ist, rührt sicherlich davon. Schnabel hat er ja schließlich einen, und im Flug haben wir ihn auch schon mal gesehen, zumindest, wenn er einen Köpfer ins Wasser macht. Aber dann beginnt das (mehr oder wenige blitzschnelle) Grübeln … hm, da stimmt was nicht …

Fürs Lernen ist dieser Prozess extrem wichtig. Daher verwenden Referenten gerne Beispiele, damit die Schublade leichter aufgehen kann. Dann aber heißt es zuweilen auch: Schublade zu und andere öffnen. Dabei klemmt es bei manchen, sie tun sich schwer mit dem Schließen. Dann muss der Klempner kommen, also beispielsweise Lehrer und Eltern oder im Erwachsenenalter ein Lernbegleiter, Erwachsenenbildner, Referent usw. nebst alle -innen – und dann klappt es meist auch wieder mit dem Neu-Lernen oder auch Um-Denken.

Unser täglich Update gibt uns heute …

26. Februar 2015 Kommentare deaktiviert für Unser täglich Update gibt uns heute …

… und damit verbunden jedes Mal eine Mini-Fortbildung im Schnelldurchlauf. Wenn man Glück hat. „Hello“ ruft’s mir heute zu, als ich das „dringend empfohlene“ Firefox Update Nr. 8385.02 (oder war’s .03?) aufspielte. „Lernen Sie Firefox Hello kennen“ – und schwups, macht sich ein Unlustgefühl in mir breit. Ob es am Eingangswörtchen liegt? Na ja, da wäre ich ja eine schlechte Erwachsenenbildnerin, würde mich ausgerechnet dieses Verb erschrecken. Vielmehr ist es der Wunsch, doch bitte erst einmal meine Alltagsarbeiten, wie zum Beispiel das Tagebuch hier zu füllen, um der Bildungsgemeinschaft in der Bibliothekswelt einen (hoffentlich guten) Dienst zu erweisen.

Und so ist es wohl mit jeder kleinen wie großen Lernsession – sie stört unseren gewohnten Ablauf, verhindert das ohnehin schon im Rückstand befindliche Arbeiten und hört – ach du lieber Gott! – irgendwie nie, nie, nie auf. Die Uferlosigkeit nennt sich auch „Lebenslanges Lernen“. Dennoch sollten wir eher dankbar sein für dieses „täglich‘ Gehirnbrot namens Update“. Damit trainieren wir unsere grauen Zellen ein Stück weit und beugen einem Lernmuskelkater vor, wenn’s mal wirklich „hart auf hart“ kommt.

Also dann, seufz … ich muss jetzt zum Lernen. Hello, wir sehen uns!

Wo bin ich?

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