Vorlesung: „Wie wir lernen“ mit neuem Einblick ins Gehirn

4. November 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

Angeknüpft an den Beitrag gestern: Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften lädt ein zur kostenlosen Vorlesung „Wie wir lernen. Neue Einblicke ins Gehirn“ für den 7.11.16 ab 18 Uhr. Folgende Fragestellungen: Was bedeutet es für uns bzw. für unser Gehirn, dass wir lernen können? Welche Veränderungen geschehen im Gehirn beim Lernen und wie können diese Veränderungen sichtbar gemacht werden? Welche Rolle spielen neue Technologien bei diesen Entdeckungen und welche Erkenntnisse sind in näherer Zukunft zu erwarten?

 

Nichts Neues trotz Hirnforschung?

3. November 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

Es ist faszinierend, was sich in unserem Gehirn abspielt, und noch faszinierender, was moderne Hirnforschung heute alles plastisch beobachten kann. Zum Beispiel, wie die beiden Gedächtnisspeicher beim Lernen zusammenarbeiten: der Hippocampus, einem plastischen Kurzzeitspeicher mit großer Kapazität und schneller Aufnahmefähigkeit, und der Neokortex, der die Informationen zwar langsamer aufnimmt, jedoch dauerhafter bewahrt und zudem die neuen Inhalte nicht überschreibt.

An Ende einer raffinierten Versuchsreihe, in der ein veränderbares und ein nicht veränderbares Labyrinth die am Lernen beteilgten Gehirnregionen lokalisiert, wird bewiesen, was die Menschheit eh schon weiß, drückt es jedoch immer noch reichlich zurückhaltend aus: „Unseren Ergebnissen zufolge erscheint häufiges Wiederholen des Lernstoffs als unumgänglich“, sagt die Wissenschaftlerin.

Ich wiederhole also noch einmal deutlicher: Lernen geschieht durch Wissensanreicherung mit Wiederholungskomponente. Oder anders gesagt: Lernstoff aufnehmen und repetieren. Da geht doch glatt ein Kindheitswunsch für mich in Erfüllung. Damals hätte ich gerne eine perfekte Antwort auf die Frage meiner Mutter gegeben: „Herrgott, warum muss ich dir das denn immer zweimal sagen!“

[via idw-online]

Weise Menschen gesucht

10. Oktober 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

„Um weise Erkenntnisse aus Erfahrungen ziehen zu können, muss man sich intensiv mit dem Erlebten auseinandersetzen: die eigenen Gefühle nicht ignorieren oder verdrängen, sondern ihnen nachspüren und sich mit ihnen auseinandersetzen. Versuchen, sogar in einem schwierigen Konflikt die Perspektive der anderen Person zu verstehen. Andere nach ihrer Sichtweise fragen und diese ernst nehmen, auch wenn sie kritisch ist. Dieser Weg zur Weisheit kann steinig und anstrengend sein, und oft ist es leichter, sich einzureden, dass man Recht hat und die anderen Unrecht – eine Denkweise, die zweifellos kurzfristig das Wohlbefinden erhöht, der Entwicklung von Weisheit aber abträglich ist“, fasst Judith Glück zusammen.

Für die aktuellen Erhebungen sucht das Forschungsteam noch nach Menschen im Raum Kärnten, die von anderen als weise eingeschätzt werden. Weise Menschen können unter http://epp.uni-klu.ac.at/projekt.life/nominierung/ nominiert werden.

[via idw-online]

Wir sind nicht von Fremdbelohnung abhängig!

4. Oktober 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

Endlich bestätigt das mal wer! Unser Gehirn ist durchaus in der Lage, sich selbst zu belohnen! Ich konnte es nie so recht glauben, dass wir bei der Qualität der Lernergebnisse davon abhängig wären, ob uns jemand lobt oder nicht. Meine Selbstbeobachtung zeigte mir schon immer, dass ich keinerlei Bestätigung oder Lobeshymnen brauche, weil mir das Lernen, natürlich auch das Lehren (was beinahe dasselbe ist) einfach Spaß macht, ich es aufbauend, anregend und sinnvoll finde. Die Pressemeldung zitiert Prof. Dr. rer. nat. Tömme Noesselt:

„Menschen und Tiere lernen, wenn sie für ihr Verhalten belohnt werden und auch dann, wenn sie eine Belohnung lediglich erwarten“.

Yep!

Neue Open-Access-Datenbank D-Place für interkulturelle Analysen

20. Juli 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

D-PLACE, die neue OA-Datenbank, verspricht Wissenschaftlern, aber auch „interessierten Laien“ die  Möglichkeit, die eigene Kultur mit denen anderer Gesellschaften zu vergleichen.

Mit D-PLACE können sich Interessierte beispielsweise anzeigen lassen, welche der 1400 Gesellschaften bestimmte kulturelle Praktiken wie Monogamie oder Polygamie teilen oder unter ähnlichen Umweltbedingungen (durchschnittliche Jahrestemperatur, Regenmenge etc.) leben. Ebenso kann die Zuordnung der Sprachen zu den Sprachfamilien der Welt (z. B. austronesisch, indo-germanisch) oder die Kulturen, die in bestimmten Regionen der Welt verortet sind, mit D-Place abgerufen werden. Die Suchergebnisse kann man sich auf einer Karte, als Tabelle oder als Sprachbaum anzeigen lassen und die Daten können zur weiteren Analyse heruntergeladen werden. [via idw-online]

Also, ich habe es ausprobiert. Zunächst erscheint es einfach. Ein paar Klicks, und schon ist der Ländervergleich gestartet. Doch ich verlor ein wenig das Interesse, denn Deutschland so einfach vereinnahmt unter Middeleurope (nicht wirklich) zu finden, halte ich für, nun ja, ein wenig grob sortiert. Okay, dann aber begriff ich, dass dieses Mitteleuropa ethnographisch eingeteilt ist Walloons, Czechs, Dutchs und Magyars. Hm, darüber muss ich noch nachdenken.

Mit ein bisschen weiteres Rumgeklicke ahne ich schon, dass diese Datenbank ein kleines Kunstwerk darstellt. Schauen Sie einfach selbst mal rein. Ich könnte es mir durchaus auch als Auskunftsmöglichkeit für Bibliotheken vorstellen. Auf alle Fälle als eine optische Bereicherung zu Fortbildungen oder sonstigen Veranstaltungen zum Thema Interkulturalität.

Lern- und Bildungsprozesse gestalten

13. Mai 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

Im Fokus vieler Nachwuchsinitiativen steht, das Hineinwachsen in Forschung und Entwicklung der Bildungseinrichtungen zu erleichtern. Zu diesen Initiativen gehört auch das „Junge Forum Medien und Hochschulentwicklung“, das Nachwuchsforschenden sowie -praktikerinnen und -praktikern aus den vier beteiligten Fachgesellschaften (dghd, GMW, GI/FG E-Learning sowie DGfE/Sektion Medienpädagogik) eine Plattform für Diskurs und Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis bietet.

Die hier dokumentierten Tagungsbeiträge aus dem Jahr 2013 sind dabei so divers, wie formelle oder informelle Lern- und Bildungsprozesse mit und ohne Medien nur sein können. Es wird z. B. diskutiert, welche Rolle Prozesse der Gestaltung im Kontext von hochschul- und mediendidaktischer Forschung einnehmen und wie digitale Technologien Lern- und Bildungsprozesse praktisch unterstützen. Einige Beiträge zur Personalentwicklung und Nachwuchsförderung in Wissenschaft und Hochschulen rahmen den Band zum #JFMH13 ein.

Die PDF-Fassung ist frei verfügbar und kann von der Homepage des Verlages heruntergeladen werden.

Könnte ein Plädoyer für Lerngruppen sein, …

23. Februar 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

… die Erkenntnis, dass ein starkes Gruppengefühl Stress reduzieren hilft. Sagt eine Studie. Na ja, kommt vielleicht doch auf den Einzelfall an. Mir persönlich fällt es schwerer, in einer Gruppe zu lernen, als meine Nase alleine in ein Buch zu vertiefen. Wobei – nach einer gewissen Zeit ist ein Austausch über die Lernerkenntnisse dann doch wieder auch recht schön. Oder wie geht es Ihnen damit?

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