Forschungen rund um die Stadt in Vierteljahresheften zu Urbanistik

10. August 2017 § Hinterlasse einen Kommentar

Das Deutsche Institut für Urbanistik bringt Neuigkeiten zu Forschungen rund um die Stadt heraus. Die Inhalte des Vierteljahreshefts Nr. 1/2017 könnten auch für Bibliotheken interessant sein (auch, wenn sie mit keinem Wort je erwähnt wäre …):

  • Innenstadt ist mehr als die Summe ihrer Nutzungen
  • Kommunaler Umgang mit Gentrifizierung
  • Finanzausgleich und kommunale Investitionen (mit Blick auf Instrumenten wie z. B. „Green Bonds“, neue Public-Private-Partnerships, Kreditfonds, Formen des Crowdfundings (ich sag’s ja schon seit 2011, dass das mal eine wichtige Rolle spielen wird!), Bürgergenossenschaft™en etc.)

Reingespickt auch in die neue Nr. 3 / 2017. Hier folgende Aussagen, die auch bei Leitbild- und Profilentwicklungen prima zugrunde gelegt werden sollten, und zwar zu finden im Beitrag zu „Standortfaktoren entscheiden über Wettbewerbsfähigkeit“:

• Breitgefächertes und sicheres Angebot an Wirtschaftsflächen bereitstellen
• Verkehrliche und technische Anbindung umweltgerecht und nutzerorientiert ausbauen
• Verfügbarkeit von bedarfsgerechtem und bezahlbarem Wohnraum sichern
• Versorgungs- und soziale Infrastrukturen fördern
• Kulturelle Vielfalt und Weltoffenheit stärken

Bevor Sie fragen: „Ja, kommen denn Bibliotheken wenigstens im Heft 2 einmal vor?“, dann wäre die passende Stelle wohl hier gewesen: Forschungs-Praxis-Projekt „Vielfalt in den Zentren von Klein- und Mittelstädten“ mit einem Netzwerktreffen Anfang Dezember 2016 in Weißenfels in Sachsen-Anhalt. Und an vielen anderen Stellen ebenfalls. Werden wir unsichtbar, vergessen, überflüssig? Oder beteiligen wir uns (und unsere Nutzer) einfach an keinem Diskurs? Nun, die Heftthemen zeigen ganz gut auf, wo man sich vielleicht noch etwas mit einbringen könnte. So wird schließlich die „Zuwanderung als Dauerthema von Stadtentwicklung und Sozialplanung“ (H. 2/2016, S. 17) geortet, und das ist doch wirklich ein Thema, den Bibliotheken einiges an Ressourcen reservieren, ob in Integration oder Bildung.

Mehr quatschen und mehr Lebenszufriedenheit …

14. Juli 2017 § Hinterlasse einen Kommentar

… durch soziale Netzwerke. Denn diese würden als „Kommunikationsinitiator“ wirken, so die Uni Hohenheim, die das im Rahmen des Projekts „Privatheit im Wandel“ überprüft hat. Na, DAS ist doch mal ein Wort! Schönes Wochenende mit vielen guten Gesprächen wünschen wir euch!

 

Vorlesung: „Wie wir lernen“ mit neuem Einblick ins Gehirn

4. November 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

Angeknüpft an den Beitrag gestern: Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften lädt ein zur kostenlosen Vorlesung „Wie wir lernen. Neue Einblicke ins Gehirn“ für den 7.11.16 ab 18 Uhr. Folgende Fragestellungen: Was bedeutet es für uns bzw. für unser Gehirn, dass wir lernen können? Welche Veränderungen geschehen im Gehirn beim Lernen und wie können diese Veränderungen sichtbar gemacht werden? Welche Rolle spielen neue Technologien bei diesen Entdeckungen und welche Erkenntnisse sind in näherer Zukunft zu erwarten?

 

Nichts Neues trotz Hirnforschung?

3. November 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

Es ist faszinierend, was sich in unserem Gehirn abspielt, und noch faszinierender, was moderne Hirnforschung heute alles plastisch beobachten kann. Zum Beispiel, wie die beiden Gedächtnisspeicher beim Lernen zusammenarbeiten: der Hippocampus, einem plastischen Kurzzeitspeicher mit großer Kapazität und schneller Aufnahmefähigkeit, und der Neokortex, der die Informationen zwar langsamer aufnimmt, jedoch dauerhafter bewahrt und zudem die neuen Inhalte nicht überschreibt.

An Ende einer raffinierten Versuchsreihe, in der ein veränderbares und ein nicht veränderbares Labyrinth die am Lernen beteilgten Gehirnregionen lokalisiert, wird bewiesen, was die Menschheit eh schon weiß, drückt es jedoch immer noch reichlich zurückhaltend aus: „Unseren Ergebnissen zufolge erscheint häufiges Wiederholen des Lernstoffs als unumgänglich“, sagt die Wissenschaftlerin.

Ich wiederhole also noch einmal deutlicher: Lernen geschieht durch Wissensanreicherung mit Wiederholungskomponente. Oder anders gesagt: Lernstoff aufnehmen und repetieren. Da geht doch glatt ein Kindheitswunsch für mich in Erfüllung. Damals hätte ich gerne eine perfekte Antwort auf die Frage meiner Mutter gegeben: „Herrgott, warum muss ich dir das denn immer zweimal sagen!“

[via idw-online]

Weise Menschen gesucht

10. Oktober 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

„Um weise Erkenntnisse aus Erfahrungen ziehen zu können, muss man sich intensiv mit dem Erlebten auseinandersetzen: die eigenen Gefühle nicht ignorieren oder verdrängen, sondern ihnen nachspüren und sich mit ihnen auseinandersetzen. Versuchen, sogar in einem schwierigen Konflikt die Perspektive der anderen Person zu verstehen. Andere nach ihrer Sichtweise fragen und diese ernst nehmen, auch wenn sie kritisch ist. Dieser Weg zur Weisheit kann steinig und anstrengend sein, und oft ist es leichter, sich einzureden, dass man Recht hat und die anderen Unrecht – eine Denkweise, die zweifellos kurzfristig das Wohlbefinden erhöht, der Entwicklung von Weisheit aber abträglich ist“, fasst Judith Glück zusammen.

Für die aktuellen Erhebungen sucht das Forschungsteam noch nach Menschen im Raum Kärnten, die von anderen als weise eingeschätzt werden. Weise Menschen können unter http://epp.uni-klu.ac.at/projekt.life/nominierung/ nominiert werden.

[via idw-online]

Wir sind nicht von Fremdbelohnung abhängig!

4. Oktober 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

Endlich bestätigt das mal wer! Unser Gehirn ist durchaus in der Lage, sich selbst zu belohnen! Ich konnte es nie so recht glauben, dass wir bei der Qualität der Lernergebnisse davon abhängig wären, ob uns jemand lobt oder nicht. Meine Selbstbeobachtung zeigte mir schon immer, dass ich keinerlei Bestätigung oder Lobeshymnen brauche, weil mir das Lernen, natürlich auch das Lehren (was beinahe dasselbe ist) einfach Spaß macht, ich es aufbauend, anregend und sinnvoll finde. Die Pressemeldung zitiert Prof. Dr. rer. nat. Tömme Noesselt:

„Menschen und Tiere lernen, wenn sie für ihr Verhalten belohnt werden und auch dann, wenn sie eine Belohnung lediglich erwarten“.

Yep!

Neue Open-Access-Datenbank D-Place für interkulturelle Analysen

20. Juli 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

D-PLACE, die neue OA-Datenbank, verspricht Wissenschaftlern, aber auch „interessierten Laien“ die  Möglichkeit, die eigene Kultur mit denen anderer Gesellschaften zu vergleichen.

Mit D-PLACE können sich Interessierte beispielsweise anzeigen lassen, welche der 1400 Gesellschaften bestimmte kulturelle Praktiken wie Monogamie oder Polygamie teilen oder unter ähnlichen Umweltbedingungen (durchschnittliche Jahrestemperatur, Regenmenge etc.) leben. Ebenso kann die Zuordnung der Sprachen zu den Sprachfamilien der Welt (z. B. austronesisch, indo-germanisch) oder die Kulturen, die in bestimmten Regionen der Welt verortet sind, mit D-Place abgerufen werden. Die Suchergebnisse kann man sich auf einer Karte, als Tabelle oder als Sprachbaum anzeigen lassen und die Daten können zur weiteren Analyse heruntergeladen werden. [via idw-online]

Also, ich habe es ausprobiert. Zunächst erscheint es einfach. Ein paar Klicks, und schon ist der Ländervergleich gestartet. Doch ich verlor ein wenig das Interesse, denn Deutschland so einfach vereinnahmt unter Middeleurope (nicht wirklich) zu finden, halte ich für, nun ja, ein wenig grob sortiert. Okay, dann aber begriff ich, dass dieses Mitteleuropa ethnographisch eingeteilt ist Walloons, Czechs, Dutchs und Magyars. Hm, darüber muss ich noch nachdenken.

Mit ein bisschen weiteres Rumgeklicke ahne ich schon, dass diese Datenbank ein kleines Kunstwerk darstellt. Schauen Sie einfach selbst mal rein. Ich könnte es mir durchaus auch als Auskunftsmöglichkeit für Bibliotheken vorstellen. Auf alle Fälle als eine optische Bereicherung zu Fortbildungen oder sonstigen Veranstaltungen zum Thema Interkulturalität.

Wo bin ich?

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