06.09. – Lies-ein-Buch-Tag … und lerne!

6. September 2022 Kommentare deaktiviert für 06.09. – Lies-ein-Buch-Tag … und lerne!

Am 6. September ist der „Lies-ein-Buch-Tag“ (National Read a Book Day in den USA). Für uns Bibliothekswesen braucht’s diese Aufforderung wohl kaum. Was habt IHR denn grad auf eurem Nachtkästchen liegen?

Ich blättere zur Zeit (bei wenig Zeit, da meine Hand gefühlt an der Gießkanne festzukleben scheint) in von Matthias Adler-Drews gesammeltem Band „Bienen, Honig, Imker und Poesie: Blütenlese deutschsprachiger Gedichte“ (BoD). Manche daraus sind für Nicht-Imker/innen sicherlich schwer zu interpretieren, da muss man sich schon ein wenig auskennen. Ein Beispiel.

So endet ein Gedicht von Christian Fürchtegott Gellert mit den Zeilen:

Der Weiser rief darauf den Rest der Untertanen,

Um sie zur Eintracht zu ermahnen.

»Der Unterschied in eurer Pflicht

Erzeugt«, sprach er, »den Vorzug nicht.

Nur die dem Staat am treusten dienen,

Dies sind allein die bessern Bienen.«

Tja, nicht alles, was ein Oberhaupt ist, muss zwangsläufig auch männlich sein. Doch tatsächlich nahm man früher an, die Königin könne nur eine männliche Biene sein, die übrigens Weisel genannt wurde. Der Enzyklopädiker Brunetto Latini beschrieb 1263 eine angebliche Hierarchie im Bienenvolk, in der der König als Herr über alle vom gemeinen Volk und der Gemeinschaft der Bürgern gewählt würde.¹
Wir wissen es heute besser. Und warum?! Weil wir Lesend und Schreibend und vor allem LERNEND die Welt erforschen. Also, lies ein Buch! 🙂

¹nach: Die Geschichte der Bienen. Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg.

 

09.08. – Tag der Buchliebhaber

9. August 2022 § Ein Kommentar

Noch ist die Meldung zum 09.08., den Tag der Buchliebhaber/innen nicht zu spät. Die meisten kommen ohnehin erst in den Abendstunden zum Schmökern. Was lest ihr denn so im Moment?

Mich begleitet gerade Annette Seemanns „Goethes Orte in Weimar“, alldieweil ich diese Woche eine Vor-Exkursion plane. Denn: „Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen“, so Johann Wolfgang von Goethe in „Wilhelm Meisters Lehrjahre“.

Doch echte Buchliebhaberinnen lesen selten nur eines, sondern immer parallel. Und so ist auch die „Blütenlese deutschsprachiger Gedichte“ zu „Bienen, Honig, Imker und Poesie“ in der Bestellpipeline. Goethe- und Bienenkennerin wissen natürlich, dass aus der Feder unseres bedeutensten Dichter ebenso zu unserem wichtigsten Nutztier ein Gedicht floss.

Was immer auch – dieser Tag bzw. Abend ist UNSERER! 🙂

01.04 – Tag der essbaren Bücher … und Literaturtipps zur Geschichte der Ukraine

1. April 2022 Kommentare deaktiviert für 01.04 – Tag der essbaren Bücher … und Literaturtipps zur Geschichte der Ukraine

Kurios, aber für unsere Branche ein willkommener Aufhänger – der Tag der essbaren Bücher – der internationale Edible Book Day am 1. April. Derweil müssen die Schwarten gar nicht mal aus Schokolade sein. Wir Bibliothekswesen können Bücher ohnehin rein nur mit den Augen verschlingen. Geistesnahrung, ohne Abfälle zu hinterlassen ist zudem ein Aspekt der Nachhaltigkeit. Es spricht also alles dafür, diesen scherzhaft gemeinten Tag zu feiern.

Um aber der allgemeinen Katastrophenstimmung gerecht zu werden, verbinde ich den Nonsens mit etwas ernsthafterer Information. Nämlich dieser von meinen Kiever Kollegenfreundinnen aus der KPI-Bibliothek goutierten Facebook-Nachricht:

[Übers.]: Die New York Times Ausgabe bietet eine Liste von Büchern, die Ausländern helfen sollen, die Geschichte der Ukraine und den Russisch-Ukrainischen Krieg besser zu verstehen:
Sergiy Plokhiy, „Das Tor Europas. Geschichte der Ukraine von den skythenischen Kriegen bis zur Unabhängigkeit“ ist eine umfassende Arbeit eines Professors der ukrainischen Geschichtsabteilung in Harvard, einem der führenden Spezialisten für osteuropäische Geschichte.
Rajan Menon, Eugene Rumer, „Konflikt in Ukraine: the Unwinding of the Post-Cold War International Order“ – veröffentlicht 2016 wissenschaftliche Arbeit zweier amerikanischer politischer und wirtschaftlicher Folgen von Konflikten.
Artem Czech, „Punkt Zero“ ist das Tagebuch eines Mobilílízovanogo im 2015. ukrainischen Schriftsteller. Nach 10 Monaten im Vordergrund teilt der Autor seine Erfahrungen und Gedanken in diesem Buch.
Adam Higginbotham, „Midnight in Chernobyl“ ist ein Wiederaufbau der Ereignisse der Katastrophe von Tschernobyl ohne sowjetische Propaganda eines britischen Journalisten.
Anne Appleboom, „Roter Hunger. Stalins Krieg gegen die Ukraine „-Arbeit über Holodomor vom amerikanischen Entdecker und Journalisten, laureatki pulítcerívs ʹkoí Ста Preis.
Sergiy Zhadan, „Internat“ ist ein Roman eines ukrainischen Schriftstellers über die drei Lebenstage eines ukrainische Sprachlehrers in der Region Donezk im Winter 2015.

07.09. – Kauf-ein-Buch-Tag

7. September 2021 Kommentare deaktiviert für 07.09. – Kauf-ein-Buch-Tag

Der amerikanische „National Buy a Book Day“ sollte auch in Deutschland begangen werden. Mit jedem Buch lernt man dazu. Das muss ich sicherlich niemanden unter unserer geneigten Leserschaft sagen. Doch für viele ist es nicht selbstverständlich, zu lesen. Außer natürlich die Flut an Kurznachrichten auf dem Handy. Heute erlebte ich in der Bahn eine junge Lady, die eben jenes tat und ihr Kind mit dem Befehl „Halt’s Maul“ abtat, als es die Oma auch sprechen wollte, die offenbar Gesprächspartnerin war.

Ich will jetzt gar nicht auf Moralapostelin machen. Und der Dame nicht unterstellen, sie würde niemals gelesen haben, denn dann wäre sie vielleicht gebildeter. Auch kluge, belesene Leute sagen schlimme Sachen. Doch wenn Bücher kaufen davor schützen könnte, gemein zu sein, … ach ja, was wäre das für eine wundervolle Welt.

Aber versuchen sollten wir’s. Mein Buch, das ich in dieser Woche lesen möchte und mir etwas lehren soll, heißt „Erfülltes Leben“ vom Altmeister der Kommunikation, Friedemann Schulz von Thun. „Ein kleines Modell für eine große Idee“, so der Untertitel. Für meine einwöchige Auszeit in einem evangelischen Konvent gerade richtig, um auf andere Gedanken zu kommen. Corona zerrt wohl nicht nur an den Nerven junger Mütter 😉

Open Library Explorer

12. Januar 2021 Kommentare deaktiviert für Open Library Explorer

Ein neuer Explorer zeigt auf Regalbrettern die Fontseiten von 1,5 Millionen zugänglichen Büchern aus dem Digitalbuchbestand des kostenlosen englischsprachigen* Internetportals Open Library von Internet Archive. Wirkt ein wenig altmodisch und ich finde es überflüssig. Doch irgendwie auch wieder charmant, weil „Totgesagte leben länger“. Buchregale gehören dazu.
[via t3n]


*Ein paar deuschsprachige Bücher, meist Klassiker, gibt es aber auch.

Aber – HALLO?! Lesen gehört NICHT in den Lebenslauf?!

7. April 2020 Kommentare deaktiviert für Aber – HALLO?! Lesen gehört NICHT in den Lebenslauf?!

Okay, dieser Mist wurde ein Jahr VOR der Coronakrise verzapft. Und … sorry, ich bin sonst nicht so deutlich. Aber DAS geht ja mal gar nicht! Das war keinen Stern wert, lieber STERN!

Ein Hobby, das besser nicht in den Lebenslauf gehört, ist Lesen. Denn wer seine Nase oft in Büchern versteckt, wird schnell als Eigenbrötler abgestempelt.

Sie verweisen wiederum auf die Quelle businessinsider.my, die ich zur Strafe nicht verlinke.

Unbestritten hat sich das Blatt gewendet. Lesen und Bücher sind ja wohl (nicht nur derzeit) das wichtigste Kulturgut gegen Langeweile, Lagerkoller und Lasterhaftigkeit. Das hat auch das von mir gerügte Magazin erkannt und berichtet (zu seiner Ehrenrettung) aktuell übers Schreiben und Lesen recht ausgiebig. Der Spiegel gar verweist auf das Historiker-Projekt „Coronavirus – Wie wollen wir uns an die Coronakrise erinnern?“

Na, da hätten einige von uns Bibliothekswesen ziemlich viel zu sagen, nicht wahr?! Da mögen klorollenbestückte Regale als Aprilscherz aus Krefeld (via Lesewolke, via bibliothekarisch.de) noch der erheiternste Teil von ansonsten vielen – *hier ein Adjektiv Ihrer Wahl* – Diskussionen (via inetbib, via forumoeb) sein.

Corona-Himmel ohne FlugzeugeMein Beitrag heute zu diesem Thema ist das Lesen des Himmels. Himmlisch frei ohne Flugzeuge nämlich. Das ist unbeschreiblich. Daher lasse ich’s einfach und genieße es, solange mir nichts anderes übrig bleibt.

Und sollte ich mich wirklich noch bewerben müssen – so als Selbständige ist das derzeit nicht ganz ausgeschlossen –, ich würde mich in allen Anklagepunkten das Lesen und Schreiben betreffend für absolut schuldig und zurechnungsfähig bezeichnen! Bei einem Arbeitgeber, der dieses abstempelt … ne, also, da würde ich dann doch lieber „stempeln gehen“!

 

 

Bücherglück in München

31. Januar 2018 § Ein Kommentar

Sehr schön zusammengestellt eine 15-Punkte-Übersicht über Glücksorte für Bücherfreunde in München. Und bevor ihr fragt – nein, der Gasteig, die Stabi und (ja isses denn zu fassen?!?) das Cadu waren nicht dabei – SCHANDE!!! – dafür die sonst häufig unerwähnten Bücherbusse. Ich bin dennoch beeindruckt und gebe zu, in meinen München-Jahren einiges verpasst zu haben. Wobei – ist nicht sicher, ob’s das alles schon gab. Die Nr. 1, 3, 5, 8, 13 sicherlich nicht.

  1. Im offenen Bücherschrank geben und nehmen
  2. Lesecafés: Wo Buchliebe auf Kaffeeliebe trifft
  3. Wortspiele 18 – Junge Literatur im Ampere
  4. Krimifestival München – Hochspannung am laufenden Band
  5. StadtLesen am Odeonsplatz
  6. Im Literaturhaus könnt Ihr spannende Ausstellungen besuchen
  7. Das literarische Gedächtnis der Stadt – top modern: Die Monacensia
  8. Poetry Slams und Lesebühnen: Literatur live!
  9. Das Instituto Cervantes bringt Euch Spanien nahe
  10. Wo Ihr Heinrich Mann und Co. besuchen könnt
  11. Traumplätze zum Lesen in der Sonne
  12. Büchereien auf Rädern – die Bücherbusse
  13. „Bookuck“: Aktionswoche der Buchhandlungen
  14. Beim Literaturfest kommen Star-Autoren nach München
  15. Beim Bücherflohmarkt findet Ihr echte Literaturschätze

„Kindern vorlesen“ als Seminar für Psychologiestudierende

18. Juli 2017 Kommentare deaktiviert für „Kindern vorlesen“ als Seminar für Psychologiestudierende

Coole Idee! Für Psychologiestudierende der Uni Witten/Herdecken gibt es ein Seminar, in welchem sie Kinder eines Krankenhauses vorlesen.

Bei der Entwicklung des Seminars orientierten sich Prof. Dr. Thomas Pijanowski und Katharina Hussung am Vorbild von Patch Adams, der betone, wie wichtig das seelische Wohlbefinden für den Heilungsprozess sei. Im Zentrum stünde deshalb vor allem, den Kindern mit allen verfügbaren Mitteln eine tolle Zeit zu ermöglichen. [via idw-online]

Tja, dass das mal aus einer anderen Ecke als dem Bibliothekswesen oder aus Buchhandlungen kommt, finde ich erwähnenswert. Denn der Rufer im eigenen Lande benötigt doch manchmal etwas Unterstützung aus anderen Berufsfeldern. Mir kommt die Idee, auch in unseren brancheneigenen Aus-, Fort- und Weiterbildungen „Vorlesen“ als Unterrichtseinheit zu integrieren.

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