digiPress – digitalisierte Zeitungen von 1609 bis 1933

26. September 2018 Kommentare deaktiviert für digiPress – digitalisierte Zeitungen von 1609 bis 1933

Was war vor genau 200 Jahren so wichtig, dass es z. B. in die Erlangener Realzeitung Eingang fand, in der man Dank digiPress der Bayerischen Staatsbibliothek nun stöbern kann? Es war der Monarchenkongress in Aachen und der Bundestag hat seine Ferien bereits angetreten (S. 1). Aus Berlin berichtete man hingegen von der Ankunft des russischen Kaisers und des neuen Zolltarifs (S. 2). Aber auch über den „religiösen Charakter unseres Zeitalters“ (S. 3), über den geschimpft wurde. Und das liest sich dann so:

„Wer gegen die Zeichen der Zeit nicht blind ist, dem kann es nicht entgehen, daß unserer Zukunft keine größere Gefahr droht, als die der furchtbarsten aller Revolutionen – der religiösen! Dem kann es nicht entgehen, wie der immer wachsende Geist des Mysticismus und sektirerischer Schwärmerei zuletzt alle bürgerliche und kirchliche Ordnung und die ganze bisherige Gestaltung des Lebens in ihrem Innersten auflösen und unser Zeitalter gewaltsam in die finstere Zeit der Barbarei, des Aberglaubens und des Fanatismus zurückstürzen müsste!“

In  „Vermischte Nachrichten“ (S. 4) ist zu lesen, dass die Herzogin von Berrn mit einem zu frühzeitig geborenen Knäblein niedergekommen sei. „Der todte Prinz ist schon begraben.“

„Jetzt ist die wahre Ernte für die Gastwirthe und Posthalter auf den großen Routen von Frankfurt. Unbglaublich ist die Anzahl der Fremden jeden Standes, welche täglich durch die Bundesstadt reisen.“

Hm. Was bringt uns das Stöbern in den „ollen Kamellen“?

Nun, sind es nicht allesamt Themen, die auch wir auf dem Schirm haben? Kongresse, Religionskonflikte, Boulevard-Themen, neue Gesetze, Wirtschaft … aber lernen wir denn auch daraus? Manchmal durch Vergleiche (einst – jetzt / hier – dort) und durch Filtern (noch wichtig – nicht mehr wichtig) oder durch Empathie (sich hineinversetzen in die Zeit und in Menschen) und durch Relativierung bzw. Relation zu unserem heutigen Leben.

Wie auch immer – tolle Arbeit! Ihr Münchner könnt tatsächlich nicht nur Oktoberfest! … 😉

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Zugang zu Kulturerbe neu erfinden: Coding da Vinci, das Kultur-Hackathon im Rhein-Main-Gebiet

23. August 2018 Kommentare deaktiviert für Zugang zu Kulturerbe neu erfinden: Coding da Vinci, das Kultur-Hackathon im Rhein-Main-Gebiet


Coding da Vinci Rhein-Main – der Kultur-Hackathon kommt im Herbst 2018 ins Rhein-Main-Gebiet. Die Teilnehmerregistrierung für den Kick Off ist jetzt eröffnet.

Zur Mailingliste für Teilnehmer und Interessierte: http://eepurl.com/dDhATH

Da nicht alle das Posting via inetbib erhalten, hier der weitere Volltext der Ankündigung:

Was erwartet Sie bei Coding da Vinci Rhein-Main?
Diesen Herbst steigen wir tief ein in die Archive und Sammlungen einiger der beliebtesten Kulturinstitutionen zwischen Worms und Gießen und sogar über die Grenzen des Rhein-Main-Gebiets hinaus. Begeisterte aus Softwareentwicklung, Design, Kunst, Games Development, Hardwarehacking, Wissenschaft und Kulturinstitutionen sind eingeladen, an der regionalen Version des größten deutschen Hackathons um Kulturdaten teilzunehmen. Coding da Vinci Rhein-Main bietet die Chance innerhalb der Region und auch darüber hinaus miteinander in Kontakt zu kommen und in der Zusammenarbeit den Zugang zu Kulturerbe neu zu erfinden mit Apps, Websites, VR/AR-Umsetzungen, Installationen oder anderen überraschenden kreativen Arbeiten.

Gerade bereiten wir mit den Kuratoren und Daten-Managern der Institutionen neue Datensets für die Veröffentlichung unter einer freien Lizenz vor – auch Kulturinstitutionen sind weiterhin herzlich eingeladen mit uns in Kontakt zu treten, Daten zur Verfügung zu stellen. Ob digitalisierte Fotoserien, Illustrationen, Gemälde, Film- und Sounddateien oder Archiv-Metadaten – alle im Rahmen von Coding da Vinci Rhein-Main präsentierten Datensets stehen unter einer CC-BY-SA, CC-BY oder CC0-Lizenz oder sind bereits gemeinfrei (PDM). So können sie nach eigenen Vorstellungen frei verwendet, rekontextualisiert und remixt werden! Die vorbereiteten Datensets werden im Oktober veröffentlicht. Wer sich jetzt schon einen Eindruck verschaffen möchte, kann inhttps://codingdavinci.de/daten/ in den Daten der Vorjahre stöbern.

Wie läuft Coding da Vinci Rhein-Main ab?

27.-28. Oktober | Kick Off | Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Alte Mensa
Die Veranstaltung beginnt wie immer bei Coding da Vinci mit dem Kick Off. Hier werden die Datensets verschiedenster Kulturinstitutionen aus der Region vorgestellt, die Teilnehmer*innen entwickeln Projektideen und bilden Teams – und dann geht das Coden los.
Kurze Workshops zu verschiedenen aktuellen technischen Themen fördern Fähigkeiten fördern und sollen unterhalten.

5 Wochen Code Sprint | Projekt-Entwicklungsphase
Innerhalb von 5 Wochen verwirklichen die Teams ihr Projektideen. Bisherigehttps://codingdavinci.de/projekte/ variieren von Webseiten über Apps oder Hardware-Projekten und VR-Umgebungen bis hin zu Installationen, die Kulturdaten in neue Zusammenhänge bringen und ansprechend für ein breites Publikum aufbereiten. Ziel ist es, eine lauffähige Anwendung zu kreieren und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen – der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

1. Dezember | Preisverleihung | Landesmuseum Mainz
Und dann ist es soweit: Die fertigen Projekte werden einer ausgewählten Jury und einem begeisterten Publikum aus der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Wir feiern mit den Teilnehmer*innen und Kulturinstitutionen und die besten Projekte werden in verschiedenen Kategorien, z.B.  „Most Technical“, „Most Useful“, „Best Design“, „Funniest Hack“ oder „Publikumspreis“ prämiert.

EduAction Bildungsgipfel 2018

24. Mai 2018 Kommentare deaktiviert für EduAction Bildungsgipfel 2018

Unter dem Motto „Zukunftskompetenzen findert vom 25.-26.10.2018 in Mannheim der EduAction Bildungsgipfel statt. Leitfragen sind: „Welches sind die zentralen Zukunftskompetenzen? Wie lernen wir diese?“ (Tag 1) und „Vor welchen konkreten Herausforderungen stehen wir in Gesellschaft, Bildung und Arbeit? Welche Kompetenzen benötigen wir zu deren Bewältigung?“ (Tag 2). Das vollständige Programm soll im Juni veröffentlicht werden.
Zielgruppen des Bildungsgipfel sind Lehrende und Lernende, Bildungsforscher und Bildungsvordenker, Politiker sowie Führungskräfte und Praktiker aus Wirtschaft, Verbänden, Stiftungen und Kommunen.

 

Vatertag, Muttertag, Bibliothekartag …

11. Mai 2018 Kommentare deaktiviert für Vatertag, Muttertag, Bibliothekartag …

Blumenstrauß… und uns würde brennend interessieren, wer wegen seiner Kleinen Probleme hat, Fachtagungen und sonstige Fortbildungsreisen zu unternehmen … und was Sie dagegen unternehmen. Das Kommentarfeld gehört Ihnen!

Ach ja … und alles Gute!

Edufunk.fm

27. März 2018 Kommentare deaktiviert für Edufunk.fm

Jochen Robes weist auf edufunk.fm hin, einen Aggregatur, welcher Podcasts zu Bildungsthemen sammelt.
An dieser Stelle noch gefragt: Welche Spezialsuchmaschinen erschließen Podcasts? Ich kenne die Suchmaschine fyyd und als Alternative listennotes; für die Suche in Inhalten von Podcasts (als auch Videos) eignet sich Spaactor.

Lernform „Fernstudium“ von Arbeitgebern geschätzt

22. März 2018 Kommentare deaktiviert für Lernform „Fernstudium“ von Arbeitgebern geschätzt

Der Trend 2018 heißt: „Kein Aufstieg ohne Weiterbildung“, so die Studiengemeinschaft Darmstadt (sgd), die dazu die Kantar TNS-Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2018“ bemüht. Ja, klar ist das eine Pressemitteilung, die der sgd in die Hände spielt. Doch warum sich das nicht mal zu Gemüte führen?

„Laut 88 Prozent der Personalentscheider ist eine Weiterbildung der Schlüssel für den beruflichen Aufstieg und Wegbereiter für mehr Verantwortung und größere Aufgabenbereiche.“ Die Aussage kann so falsch nicht sein, das sagt uns die eigenen Erfahrung, oder etwa nicht?! Wobei für den öffentlichen Dienst ganz sicher die nächste nicht zu unterschreiben sein dürfte: “ Für 80 Prozent fördert sie eine Gehaltssteigerung.“

Eine weitere Aussage gefällig, über die wir uns Gedanken machen dürfen. Ich mir zum Beispiel zu den „Totgesagten“, den Printunterlagen:

Chefs schätzen Fernstudium
Onlinekurs oder Präsenzseminar – was ist die richtige Lernform? 72 Prozent aller Befragten gaben an, dass sich ein hybrider Ansatz aus Online und Präsenzlernen für Berufstätige eignet, in großen Unternehmen sind sogar 84 Prozent dieser Meinung. Für die Lernmotivation sowie die Bedürfnisse individueller Lerntypen ist ein Mix aus unterschiedlichen Medien entscheidend: Die wichtigsten Formate sind Web Based Trainings (86 Prozent) und Videos (81 Prozent), gefolgt von E-Books (75 Prozent), Audiodateien (73 Prozent), Online-Campus (73 Prozent), Live-Webinaren (72 Prozent), Printunterlagen (70 Prozent) und Apps (69 Prozent).

Globales Lernen ist angesagt

13. März 2018 Kommentare deaktiviert für Globales Lernen ist angesagt

… und das nicht nur bei der Jugend! Das Portal Globales Lernen hält Bildungs- und Unterrichtsmaterialien parat, behandelt Fokusthemen wie z. B. „Weniger ist mehr / Degrowth“, „Flucht & Asyl“, „Abfall & Müllexporte“ oder vermittelt Referenten (unter „Schulentwicklung“) und bietet Hintergrundliteratur (unter „Theorie und Praxis) etc. Denkbar also für (Schul-)Bibliotheken, die Lernräume zur Verfügung stellen und ihren jungen Nutzern eine Hilfestellung bei der Bewältigung der Hausaufgaben bieten möchten. Und natürlich zur eigenen Information, denn sicherlich fehlt auch uns Erwachsene der eine oder andere schnelle Zugang, bzw. möchten wir uns einfach einen schnellen Überblick verschaffen.

Wo bin ich?

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