Zertifikatsprogramm Bibliotheksmanagement

18. Februar 2021 Kommentare deaktiviert für Zertifikatsprogramm Bibliotheksmanagement

Das Zertifikatsprogramm BIBLIOTHEKSMANAGEMENT 2021_22 für Führungskräfte
in Öffentlichen und Wissenschaftlichen Bibliotheken soll ab 21.05. in Präsenz angeboten werden, falls möglich. Ansonsten ist ein Online-Format in Planung. Nähere Informationen unter http://www.fu-berlin.de/wbz/bib

Rezension zu Düren/Lipke: Praxishandbuch Strategische Planung und Controlling in Bibliotheken

16. Juni 2020 Kommentare deaktiviert für Rezension zu Düren/Lipke: Praxishandbuch Strategische Planung und Controlling in Bibliotheken

„Brauchen Bibliotheken noch ein weiteres Buch zum Thema ‚Strategisches Management und Controlling?'“, um mit dem ersten Satz des Vorworts zu beginnen. Die Frage ist berechtigt, sind doch in letzter Zeit etliche vergleichbare Bände erschienen. Kommen wir am Ende der Besprechung noch einmal auf diese Frage zurück!

Quantitativ gesehen bildet mit rund 100 Seiten der Teil I zur „Strategischen Bibliotheksplanung“ den Schwerpunkt des Buches. Ihm schließt sich der qualitativ wichtigere Teil II zum „Operativen Management und Controlling“ mit rund 40 Seiten an. Teil III dann besteht aus nicht einmal drei Seiten und reißt so das Thema der „Relevanz von Strategien und Berichten für Bibliotheken“ folglich nur ansatzweise an.

Das Anreißen von Themen ist symptomatisch für das gesamte Büchlein, dem mehr ein Einführungscharakter denn Vollständigkeit beschieden werden kann. Seine Stärke liegt in den zahlreichen Beispielen zu subjektiv ausgewählten Methoden und Werkzeugen, nicht jedoch in einer umfassenden Abhandlung zum Strategischen Management und Controlling. Dieses beabsichtigen die beiden Verfasserinnen, Petra Düren und Regine Lipka auch nicht. Vielmehr sehen sie das „Praxishandbuch“ in ihrer Einleitung als eine „Handreichung für das Bibliotheksmanagement“ und (in ihrem Vorwort) als „Anregung zur Verbesserung“ an. Wer beispielsweise noch nie mit Berichtsarten zu tun hatte, dem helfen einige Beispiel-Tabellen zu Standard- und Abweichungsberichten (also Monats- und Quartalsberichte sowie jährlich erstellte Statistiken und Jahresberichte) mit fiktiven Werten, um einen guten Eindruck zur Handhabung vor allem für das Reporting zu gewinnen. Vorangestellt ist den Abbildungen eine kurze Übersicht mit nachfolgenden Einführungen, die sich aufs Wesentliche besinnen, aber auch ein paar praktische Tipps beinhalten.

Andere Themenbereiche wie beispielsweise zum Leitbild lassen einen hungrig zurück, da zwar die Inhalte (das „Was“), nicht jedoch das organisatorische und betriebliche, also prozesshafte Erreichen (das „Wie“) eines Leitbildes thematisiert wurde – davon ausgehend, dass niemand ernsthaft aus den zahlreichen Formulierungsbeispielen aus Bibliotheksleitbildern abschreiben will.
Im Gegensatz dazu ist das „Was“ und die Schritte zum „Wie“ einer „Vision“ weit praxisnäher abgebildet, und mit – wenngleich unausgewogen – ausgewählten Beispielen belegt: Die Stadtbibliothek Köln als einzige deutsche öffentliche Bibliothek, sodann folgen fünf wissenschaftliche Institutionen, davon drei aus dem Ausland.

Ebenfalls etwas dünn geraten ist das Kapitel der effektiven Arbeitsmethoden, das gerade einmal die Arbeitssitzungen und Kreativitätstechniken vorstellt. Von Kreativität ist nicht viel zu spüren, wenn die aufgeführten Techniken das vielgescholtene Brainstorming, das längst etablierte Mindmapping oder die wenig begeisternde ABC-Methode und – mit gleichem Duktus – die K-Fragen umreißen oder auch die aus den späten 60er Jahren stammende 6-3-5-Methode. Einzig etwas Spaß und damit Grundlage für Kreativität versprechen die altbekannten „Sechs Denkhüte“ nach Edward von Bono. Eine breitere theoretische Grundlage mit charakteristischen Unterscheidungen nach systematisch-analytischen und kreativ-intuitiven Techniken oder Konfrontations- und Imaginationstechniken etc. nebst typisierenden Beispielen wie Bildkarten-Brainwriting, Umkehrtechnik, Reizwortanalyse, Delphi-Technik, Design Thinking oder Szenarien- und Zukunftswerkstätten etc. wären erwünscht gewesen.

Gegen die im gleichen Kapitel unter „Arbeitssitzung“ empfohlene Nutzung von Metaplanwand und Metaplanpapier (Achtung, „Meta“ ist eine eingetragene Marke!) ist zwar nichts einzuwenden. Diese sind auch heute noch in Gebrauch, doch die fehlenden Hinweise auf zeitgemäße virtuelle Techniken wie die Nutzung von kollaborativ einsetzbaren Visualisierungsmöglichkeiten wie „Etherpad lite“ oder „Mentimeter“ und das Einbeziehen von Gamingelementen („Gamification“) oder wenigstens einer praktischen Simultan-Foto-Dokumentation wirken ein wenig uninspiriert. Ohnehin – manche „klassische“ Methoden im Bereich des strategischen wie auch des operativen Managements erscheinen als nicht mehr zeitgemäß oder werden als noch nie sonderlich praktikabel für die Non-Profit-Welt angesehen, beispielsweise die SWOT-Analyse und die „Balanced Scorecard“. Letztere scheiterte nicht zuletzt in Deutschland auch daran, dass niemand sich in die Karten schauen ließ und deshalb der Vergleich zwischen Institutionen schwierig war und ist.

Was kann man nun über einen in einer in der Reihe „Reference“ erscheinenden Titel sagen? Alles in allem ist das Werk weder Ergänzung noch Vertiefung, doch ganz sicherlich in der klaren Struktur ein mögliches Einführungswerk im Bereich der Ausbildung und für BA-Erstsemester. Allerdings müßte der Inhalt vielfältiger und aktueller sein: Die Literaturangaben sind meist ein paar Jahre alt, aktueller (bis 2018) sind nur jene der Beispiele. Gerade Literatur, die für das Studium geeignet erscheint, sollte einen angemessenen „state of the art“ bieten. Im Literaturverzeichnis fehlt beispielsweise das Werk „Prozessmanagement in Bibliotheken und Informationseinrichtungen, das hier auf bibfobi am 04.02.20 besprochen wurde oder auch das Loseblattwerk „Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen“, herausgegeben von Vonhof und Umlauf. Im dritten Teil stammen die Aussagen zweier Abschnitte lediglich aus einem Aufsatz. An ein „Handbuch“ dürften andere Ansprüche gestellt sein.

Ilona Munique, Jürgen Plieninger


Düren, Petra ; Lipka, Regine: Praxishandbuch Strategische Planung und Controlling in Bibliotheken. – Berlin [u.a.] : De Gruyter Saur, 2019. – VIII, 158 Seiten : graphische Darstellungen. (Reference) ISBN 978-3-11-052590-8 – Festeinband : EUR 79,95. Auch als E-Book erhältlich. Und bis Ende des Monats in Hochschulnetzen auf der De Gruyter-Homepage frei verfügbar.

Spezialbibliotheken: Buch und Webinare

11. Juni 2020 Kommentare deaktiviert für Spezialbibliotheken: Buch und Webinare

Abram, Stephen: Succeeding in the World of Special Librarianship. – Scotts Valley : Createspace Independent Publishing Platform, 2018. – 204 Seiten. ISBN 978-1-71860-068-3 – Kartoniert : ca. EUR 53,-
Das Buch ist bei einem Provider als kostenloses E-Book (nach Registrierung, Ihre Daten sind dann der Preis) erhältlich oder auf dem Buchmarkt. – Stephen Abram, wer ihn noch nicht kennt, war früher Präsident der Special Library Association (SLA) und Berater bei verschiedenen Firmen und ist mit seinem Weblog „Stephen’s Lighthouse“ ein wahrlich unermüdlicher Hinweisgeber für das Feld von Spezialbibliotheken und darüber hinaus!
Was mich zu diesem Post inspiriert hat: Er hat auch den Inhalt des Buches in eine Reihe von Webinaren (genauer gesagt: 10) verwandelt, die auf der Seite des Providers aufgeführt sind. Hier ist das erste Video zu sehen; falls die weiteren nicht transparent dargestellt werden sollten, so verändern Sie einfach die Webadresse, indem Sie die Nummer des Videos ändern.

Berufsbegleitend: Bibliotheksmanagement, FU Berlin

16. August 2018 Kommentare deaktiviert für Berufsbegleitend: Bibliotheksmanagement, FU Berlin

Vo 3.12.2018 bis 19.07.2019 dauert die berufsbegleitenden Weiterbildung BIBLIOTHEKSMANAGEMENT. Das Programm richtet sich an Führungskräfte in wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken, die eine Bibliothek oder einen Teilbereich leiten oder eine Leitungsfunktion anstreben.

 

FH Potsdam verabschiedet G7-er … und eine Einladung

19. Mai 2017 Kommentare deaktiviert für FH Potsdam verabschiedet G7-er … und eine Einladung

Fernweiterbildung Potsdam – G7-AbschlussfeierDiese Tage wurden die Teilnehmenden des 7. gradualen Modulkurses verabschiedet, nachdem sie in vier Jahren die berufsbegleitende Fernweiterbildung Bibliotheksmanagement absolvierten. In einer kleinen Feier wurden an die erfolgreichen Absolvent(inn)en Lerntagebücher (aus echtem Papier!) in edlem Grau gebunden verteilt, darin steckend witzige Postkarten aus der FH.

Der nächste Kurs wird voraussichtlich im Herbst 2017 beginnen. Bewerbungen sind noch bis  16. Juni 2017 möglich. Es stehen 30 Plätze zur Verfügung, d. h., die Gruppen sind relativ überschaubar. Die Voraussetzungen sind abzufragen bei Sabine Wolf.

Zweiter Bildungsweg zum Bibliothekar – ein Mutmachbericht

24. Februar 2017 Kommentare deaktiviert für Zweiter Bildungsweg zum Bibliothekar – ein Mutmachbericht

Michele Wegner und Frank Redies zur BIB-Sitzung 2014 in Berlin Michele Wegner, uns persönlich durch BIB-Akivismus wohl bekannt, spricht mir (und sicherlich auch Jürgen) aus der Seele, wenn er ein „klares Ja“ bekundet auf die Frage, ob er die Weiterqualifizierung auf dem zweiten Bildungsweg anderen FaMIs empfehlen würde.

Sein ehrlicher, doch durchwegs positiver Erfahrungsbericht ist nachzulesen im BuB, H. 02-03, das unlängst zu meiner Reiselektüre avancierte und zwischen Bielefeld und Gütersloh einen kleinen, elektrisierenden Impuls an mich aussandte. Danke, Michele, und wie heißt es so schön? Man sieht sich immer zweimal … auch ich freue mich über deine Fortführung der Weiterbildung in Sachen Bibliotheksmanagement. Wir treffen uns dann in Potsdam 2017/18 zum Weiterbildungsmodul „Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising“, schätze ich. Mein Wort darauf, das auch dieses deine Mühen lohnen und sich bei dir Schweiß und Tränen in Grenzen halten werden!

Bibliothekarische Weiterbildungen 2016

20. April 2016 § 2 Kommentare

  1. Der nächste Vorbereitungskurs für Externe auf die FaMI-Abschlussprüfung (Dauer: 4 Wochen über einen Zeitraum von mehreren Monaten verteilt) ist für die Herbst geplant. Gedacht ist er für langjährig in Bibliotheken Tätige ohne fachbezogenen Berufsabschluss. Näheres zu den Voraussetzungen, Anmeldeformalitäten etc. erfahren Sie beim Verwaltungsseminar Frankfurt/Main, Tel. 069 978461-0; E-Mail: frankfurt@hvsv.de. (Keine Webseite).
  2. Für den 10. gradualen Kurs der berufsbegleitenden Fernweiterbildung an der FH Potsdam läuft bis zum 10.06.2016 die Bewerbungsfrist. Bewerbungen sind zu richten an die Fachhochschule Potsdam, Fachbereich Informationswissenschaften, Fernweiterbildung Bibliotheksmanagement. Informationen dazu und zu weiteren Weiterbildungsmöglichkeiten auch im Bereich Archivwesen auf der Webseite.
  3. Eine berufsbegleitende Weiterbildung „Bibliotheksmanagement“ in neun Modulen der Freien Universität Berlin startet im September 2016. Das Programm richtet sich an Bibliothekar/innen, die eine Bibliothek oder einen Teilbereich leiten oder eine Leitungsfunktion anstreben.
  4. Ein Studiengang Informationsmanagement berufsbegleitend mit Start zum Wintersemenster in Hannover, der nach sieben Semestern mit dem Bachelor abgeschlossen werden kann. [Nachtrag vom 24.04.2016]
  5. Kontaktstudium Bibliotheks- und Informationsmanagement in Stuttgart mit der Option des Einstiegs in ein Masterstudium [Nachtrag vom 25.04.2016]
  6. Der Lehrgang zur/zum Geprüfte(n) Fachwirt/in für Medien- und Informationsdienste in Nordrhein-Westfalen beginnt am 24.10.2016. Anmeldeschluss ist der 12.09.2016. Er richtet sich an Beschäftigte in Archiven und in Bibliotheken sowie anderen Informationseinrichtungen, die eine Aufstiegsfortbildung und berufliche Weiterbildung anstreben und findet in Köln statt. [Nachtrag vom 25.06.2016]
  7. Weiterbildender Masterstudiengang Bibliotheks- und Informationswissenschaft im Fernstudium an der Humboldt-Universität Berlin, kurz: MALIS, hat den Anmeldeschluss am 15.07.2016 und ist für viele Zielgruppen geeignet. [Nachtrag vom 10.05.2016]
  8. Masterstudiengang Information, Medien, Bibliothek in Hamburg der Fakultät Design, Medien, Information, Department Information der HAW Hamburg zum Wintersemester 2016/2017. Die Bewerbungsfrist endet am 15.07.2016. [Nachtrag vom 08.06.2016]. Abschluss eines Bachelor- oder Diplomstudiums in den Studiengängen Medien und Information oder Bibliotheks- und Informationsmanagement oder in einem fachlich eng verwandten Studiengang mit mindestens der Gesamtnote „gut“ (2,5) inklusive Praxisphasen von insgesamt mindestens 15 Wochen Dauer; im Bachelorstudium müssen mindestens 180 Leistungspunkte erreicht sein.

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, füllt sich jedoch zusehends durch Zuruf unserer Bloglesenden. Fein!

Über die Nutzung des BIB-OPUS-Servers

17. Juni 2015 Kommentare deaktiviert für Über die Nutzung des BIB-OPUS-Servers

opus_lesefoerderung
Seit der BIB-OPUS-Server beim Provider KOBV auf OPUS 4 upgegradet ist, ist die Handhabung recht angenehm. Wie auf dem Screenshot oben zu sehen, kann man einfach per Stichwort suchen und kann dann die Ergebnisliste noch nach und nach einschränken – beispielsweise auf das Jahr (2015) und dann auf die Dokumentart. Hier ist zurzeit interessant, dass noch nicht alle Volltexte aufgespielt sind, es kommen also noch welche. Die bereits verfügbaren kann man links auswählen.
Andere Möglichkeiten, in den Bestand einzusteigen, sind die Themenkategorien oder eben die Veranstaltungen selbst, wie zum Beispiel die Bibliothekartage.
Die meisten Dokumente sind die Präsentationen. Einige sind mit Notizen unterwegs, wie hier
edz-vortrag
zu sehen. Es lohnt sich, auf dieses kleine Viereck links oben zu achten! Und einige wenige haben auch Präsentation und Vortrag oder Vortrag allein hochgeladen. Es wäre schön, wenn das mehr würden …

Wo bin ich?

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