Rückschau Bibliothekskonferenz Chancen2020 in Hamburg

20. Februar 2020 Kommentare deaktiviert für Rückschau Bibliothekskonferenz Chancen2020 in Hamburg

Wegweisung zur Bibliothekskonferenz Chancen2020

Wegweisung zur Bibliothekskonferenz Chancen2020

Die Fortbildung #Chancen2020 – Zukunft sichern“ am 12./13.02.2020 war hinsichtlich der Organisation eine perfekt gelungene Kooperationsveranstaltung¹. Inhaltlich wurde (nicht nur) meine Erwartungshaltung gegenüber den vier Referenten auf der Grundlage ihrer Abstracts zwar nicht immer erfüllt. Doch Impulse und Nach- und Überdenkenswertes gab es reichlich genug, um sagen zu können: „Gerne wieder!“  (Fotos auf Flickr).

Hier mein Fazit zum ersten Vortrag. Weitere Vorträge nebst Detail finden sich in den nächsten Tagen als Serie angelegt auf meinem Heimatblog.

Vortrag Dr. Robert Kaltenbrunnter, Chancen2020Vortrag 1: Dr. Robert Kaltenbrunner

Der Architekt (Dipl. Ing.) und Stadtplaner bemühte sich in seinem Beitrag „Die Stadt der Zukunft und die unbemerkten Verbindungslinien zwischen Bibliothek und öffentlichem Raum“ um die Darstellung von Parallelen. Das Ausleuchten der von ihm angekündigten „engen Wechselwirkung von öffentlichem Raum und öffentlicher Bibliothek“ changierte zwischen aufblitzenden Spotlights und eher bemühten bis ausbleibenden Gegenüberstellungen. Ausleuchten stelle ich mir anders vor. Manches geriet zu diastratisch-abstrakt und damit auf einer berufsfachlichen Ebene, für die ein tieferes theoretisches Verständnis erforderlich gewesen wäre. Dennoch vermochten einige der Ausführungen und Statements zu seinen sechs Thesen zweifelsohne zu inspirieren und den Blickwinkel zu ändern. Nachfolgend der Einleitung stelle ich seine Thesen vor und greife via meiner Notizen punktuell hinein … [-> Heimatblog.]

Mein Fazit: Dem von Kaltenbrunner gezogene Fazit: „Der öffentliche Raum und öffentliche Bibliotheken werden auch künftig in enger Wechselwirkung mit uns stehen“ kann man nur wünschen, dass es sich (weiterhin) bewahrheitet. Die Querverbindung zwischen öffentlichem Raum und öffentlicher Bibliothek scheint mir in diesem Vortrag punktuell weniger überzeugend gelungen bzw. belegt worden zu sein. Gleichwohl, es waren viele inspirierende Bilder und Gedankengänge, die im wahrsten Sinne des Wortes neue Standorte und somit Perspektiven aufzeigten. Ich wünschte mir schon lange, Bibliotheken würden aus ihren „3. Orten“ heraus an den sie umgebenden Räume stärker mitwirken und sie mitgestalten. Bibliotheken sollten nicht am Windfang enden, sondern sichtbare Spuren in der Kommune hinterlassen. Doch bei vielen Städten und Kommunen reicht es ja noch nicht einmal zu einem Wegweiser, geschweige denn zu Ressourcen, um diese gestaltende Arbeit an, in und mit der gemeinsamen Öffentlichkeit zu leisten. Insofern lässt Kaltenbrunner unsereins nachdenklich und mit Fragezeichen versehen zurück, doch mit der Ahnung: „Wir sollten und könnten Räume füllen, und zwar gemeinsam und vor unserer Türe!“


¹Gemeinsame Bibliothekskonferenz des Berufsverbands Information Bibliothek e.V. (BIB), des Deutschen Bibliotheksverbands e.V. (dbv) und der ekz.bibliotheksservice GmbH

3 Doodle-Alternativen

7. Januar 2020 § Ein Kommentar

Das Terminfindungs- und Entscheidungs-Tool Doodle ist für mich persönlich ist es immer noch der praktischste Tool, denn es lässt sich mit Outlook verknüpfen, von wo aus dann die Termine verwaltet werden können.

Allerdings – Online-Tools einzusetzen ist nicht generell für alle Bibliotheken möglich, meist aufgrund undurchdringlicher Firewalls und Einschränkungen, die dem Schutz der Dienststellen vor Schadware oder Spams dienen sollen. Doch es lassen sich manche Tools privat ausprobieren und, wenn für gut befunden, eine bezahlte und sichere Variante (z. B. statt Basic in der Bezahlvariante) abonnieren. Zumindest lassen sich in der EDV-Abteilung Bedarfe anmelden und damit Anreize geben, ähnliche Dienste zu installieren.

Kulibri – Eine WebApp mit Erinnerungsfunktion, Teilnehmerverwaltung und Ausgabenabrechnung. Registrieren muss man sich nicht. Es genügt eine E-Mail-Adresse. Da lässt sich eine Wegwerf-E-Mail-Adresse vorher einrichten. Insofern ist ein gewisser Datenschutz (von der IP-Adresse einmal abgesehen) gewährt. Eine Anmeldung hätte allerdings den Vorteil, Kontakte verwalten und sich die Termine in einer Übersichtsseite anzeigen lassen zu können.

Dudle – Online-Tool der TU Dresden. Ebenfalls ohne Registrierung möglich. Ein „Privatsphären-Modus“ lässt anonyme Abstimmungen untereinander zu. Daher ist hier der Datenschutzgrundverordnung Genüge getan. Erstellte Unterlagen sind löschbar. Es lässt sich sogar eine eigene URL erstellen, indeman den ersten Teil der o. g. Adresse Begriffe u./o.Zeichen nach Wahl angefügt werden können.

Xoyondo – auf dem ersten Blick ähnlich Doodle. Ohne Registrierung möglich. Zusätzlich zur Terminplanung und teilnehmerunbegrenzten Umfragen lassen sich in der erweiterten Premium-Version Dateien anhängen und in der Business-Variante ein individuelles Umfragedesign erstellen.

Zukunft sichern in Hamburg

19. Dezember 2019 Kommentare deaktiviert für Zukunft sichern in Hamburg

Die Bibliothekskonferenz „Chancen 2020“ lädt rund um das Thema „Zukunft sichern“ am 12.-13.02.2020 nach Hamburg ein. Ich werde dann darüber berichten.

Fachtagung „Zukunft wissenschaftlicher Bibliotheken?!“ in Köln

11. Dezember 2019 Kommentare deaktiviert für Fachtagung „Zukunft wissenschaftlicher Bibliotheken?!“ in Köln

Die Fachtagung „Zukunft wissenschaftlicher Bibliotheken?!“Programm (PDF)Zur Anmeldung wird ausgerichtet vom ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften und dem Fachmagazin Open Password am 23.01.2020 am Kölner Standort von ZB MED.

Die Veranstaltung geht der Frage nach, ob wissenschaftliche Bibliotheken eine Zukunft haben und gibt direkt die Antwort: …

Cool! 😉

Scherz beiseite, nein, es klingt wirklich nach Antworten, denn es geht um …

  • Strategien für digitale Dienste (Anne Christensen, Leuphana-Univ.)
  • Forschung und Bibliothek, die sich innerhalb einer Einrichtung gegenseitig ergänzen und auf Augenhöhe zusammenarbeiten sollten (Prof. Dr. Dietrich Rebholz-Schuhmann, ZB Med)
  • Transformationsprozess wissenschaftlicher Bibliotheken von dokumentenbasiert zu wissensbasiert (Prof. Dr. Sören Auer, TIB)
  • Qualifizierungen für zukünftige Anforderungen in Bibliotheken, hier: Zertifikatskurs „Data Librarian“ (Prof. Dr. Konrad Förstner, ZB MED)
  • Rolle der wissenschaftlichen Bibliotheken als unverzichtbarer Kooperationspartner der Wissenschaft

Die Fachtagung schließt an das 2019 erschienene Buch „Zukunft der Informationswissenschaft – Hat die Informationswissenschaft eine Zukunft?“

Zusammenfassung des #BIBchatDE mit dem #uklibchat

9. Dezember 2019 Kommentare deaktiviert für Zusammenfassung des #BIBchatDE mit dem #uklibchat

Plätze frei im Kölner Masterstudiengang „Bibliotheks- und Informationswissenschaft“ Köln

14. November 2019 Kommentare deaktiviert für Plätze frei im Kölner Masterstudiengang „Bibliotheks- und Informationswissenschaft“ Köln

Im berufsbegleitenden Masterstudiengang „Bibliotheks- und Informationswissenschaft“ (MALIS) der TH Köln können für die im Sommersemester 2020 beginnende Jahrgangsgruppe MALIS 2020-2022 noch Plätze vergeben werden. Hierfür findet ein ergänzend angebotenes Bewerbungs- und Zulassungsverfahren (Nachrückverfahren) statt.

Für Bewerber*innen, die die formalen Zulassungsvoraussetzungen zum Studiengang „Bibliotheks- und Informationswissenschaft“ erfüllen, besteht die Möglichkeit, sich bis Samstag, 30.11.2019 für einen der verbliebenen Plätze zu bewerben. Das Assessment-Verfahren findet im Januar 2020 statt.

Podiumsdiskussion zu Bibliotheken 2050 als Podcast – ein Auszug

7. November 2019 Kommentare deaktiviert für Podiumsdiskussion zu Bibliotheken 2050 als Podcast – ein Auszug

Podiumsdiskussion anlässlich des 100. Geburtstags von ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft am 21.10.2019, festgehalten in einem (über einstündigen) Podcast.

„Bibliotheken 2050“ – welche Aufgaben, Bedeutung, Zielgruppen und digitale Strategie werden sie haben?

Diskutanten unter der Moderation von Nicole Clasen waren:

  • Barbara Lison, Bibliotheksdirektorin der Stadtbibliothek Bremen und designierte Präsidentin der IFLA
  • Prof. Dr. Ute Krauß-Leichert, HAW Hamburg
  • Volker Heller, Vorstand und Managementdirektor der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin
  • Thorsten Meyer

Über die ersten zehn Minuten gebe ich Ihnen gerne einen kurzen Ein-Horch, den Rest vielleicht einmal selbst, z. B. während des Bügelns oder Reisens?

Frau Lison sieht die Zukunft der Bibliotheken beileibe nicht nur im Hinblick auf den technischen Fortschritt, sondern fordert, Bibliotheken müssen mit Menschen gefüllt sein. Sie erwähnt unter anderem die Helsinki Central Library „Oodi“, die beispielsweise jedermann Räume zur Verfügung stellt für was auch immer, ähnlich also die Funktion wie ein Bürgerhaus, die Integration der Massen in die Bibliotheken hinein. Und das funktioniere nur, wenn diese Bibliotheken zugänglich sind, eben auch an Sonntagen.

Sie antwortet außerdem auf die Frage: Welches Personal soll 2050 in den Bibliotheken sein? Sie erwarte von den Ausbildungsstätten weniger fachspezifisches Wissen, sondern Methoden und Managementverhalten zu lernen, das es ermöglicht, entsprechend der notwendigen Enwicklungen, die sich auf die Bibliothek niederschlagen werden. Außerdem einen größeren Zusammenhalt zwischen Ausbildungsstätten und der Praxis. Bis 2050 werde es außerdem eine intensiviere Mixtur der Berufe in den Bibliotheken geben.

Herr Heller kommt auf die wissenschaftlichen Bibliotheken mit ihren überregionalen Aufträgen zu sprechen, deren Zielgruppen Forschende, Studierende, Lehrende, die Gesellschaft, aber  auch die Politik möchte beraten werden. Er möchte im wissenschaftlichen Bereich nicht von einer Bibliothek 2050 sprechen, sondern vielmehr von einer „Informationsinfrastruktur 2050“, auch, wenn es ein sperriges Wort sei.

Es sei das, was Bibliothekar(inn)en immer mehr tun: Informationsaufbereitung, die man vor Ort, an einem Ort wie die Bibliothek nutzen kann. Das Wissen sich anzureichern, zu ergänzen, sich zu vernetzen, und dazu die Infrastruktur anbieten, in Form auch von Forschungsdaten, Repositorien, Open Access Transformation … es gäbe viele neue Aufgaben, für die das Knowhow supergut eingebracht werden können, nur, man sähe das noch nicht immer so.

Die Bedürfnisse der Gesellschaft sollte bedient werden. Und dies wären immer noch menschliche Bedürfnisse, also der Wunsch nach analogen Räumen, wo man sich sicher und wohl fühlt. Begegnungen, die zivilisiert erfolgen. Erweiterung des eigenen Geistes, des Wissens und der Fähigkeiten. Weiters führt Heller einige Markenkerne von Bibliotheken auf, darunter eine, die (mir und sicher auch anderen!) sehr wichtig sind: In Bibliotheken hat man Vertrauen, da stünden sie ganz oben bei den Menschen.

An Frau Krauss-Leichert wurde die Frage nach den unterschiedlichen Zielgruppen von WB und ÖB gestellt. ÖB versorgt und macht Angebote für das ganze Lebensalter, vom Säugling bis zu den Senioren. In WB sei das viel spezifischer: Studierende, Wissenschaftler/innen, Forscher/innen, … wobei es Überschneidungen im Bereich der Sekundarstufen, der Gymnasien gäbe.

Ausbildungseinrichtung stellten sich die Frage: Für wen sollen welche Studiengänge angeboen werden? Spezifisch auf eine Institution hin ausgerichtet, so, wie früher einmal? Oder kompetenzorientiert wie in den letzten Jahren? Im Laufe ihres Studiums können sich die Studierenden ihre Schwerpunkte nach Zielgruppen oder Inhalte auswählen. Auch in Zukunft wären unterschiedliche Schwerpunkt anzubieten, da man nicht wissen kann, wie der Arbeitsmarkt aussehen würde. Derzeit kann man sich die Jobs noch aussuchen. Doch man weiß nicht, wie die Wellenbewegung verlaufen wird.

Sie empfiehlt später außerdem ein Papier, unlängst vom Rat für Informationsinfrastrukturen erstellt, und zwar zur Ausbildung speziell für den Wissenschaftsbereich. Es ginge um Ausbildung im Zeitalter der Digitalität. An den dort aufgelisten Empfehlungen und Forderungen könne und solle man sich orientieren. Jedoch auch in der Fort- und Weiterbildung müsse noch viel mehr gemacht werden. Große Bibliotheken hätten im Gegensatz zu kleineren ÖB wie Spezialbibliotheken hierfür die Finanzen. Doch Fortbildung sei essentiell für die Zukunft, bereits für jetzt, nicht nur erst in 2050.

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