Depressiven Verstimmungen wirkungsvoll begegnen

25. August 2020 Kommentare deaktiviert für Depressiven Verstimmungen wirkungsvoll begegnen

In eine leicht depressive Stimmung könnte kommen, wer eine In- wie Auslandstour gemieden hat und stattdessen coronafallzahlensenkend zuhause blieb. Aber auch alle, die das derzeitige Berufsleben abstands- und maskenbedingt als sehr belastend empfindet, brauchen irgendwann etwas, was sie wieder halbwegs nach oben zieht. Urlaub zum Beispiel … ach ne, geht ja nicht. Hier springt der iFightDepression® in die Bresche. Der von der European Alliance Against Depression kostenlos zur Verfügung gestellte Selbsttest soll laut einer Studie tatsächlich hilfreich sein, um die physische Gesundheit zu stärken.

Dazu klickt man auf den Button „Selbsttest“ und scrollt sodann nach unten (bei mir am PC mit Firefox hat sich wider erwarten keine neue Seite oder kein neues Fenster aufgetan.) Es folgen 9 anzukreuzende Befindlichkeitsfragen. Nach dem Abschicken erhält man online sofort die Auswertung.

Soweit, so allgemein. Löblich, dass es auch Seiten für „junge Menschen“, „Familie und Freunde“, „Multiplikatoren“, „Ärzte und Apotheker“ und für Arabisch Sprechende“ gibt. Letzteres erscheint ein wenig überflüssig, nachdem im Framebereich für einige andere Sprachen eine Ländereinstellung zur Verfügung steht. Wie auch immer …

Bei den Multiplikatoren lässt sich unterscheiden nach Medien, Lehrer, Pfarrer und Seelsorger, und Polizei. Medien meint natürlich wieder mal nur die Presse. Bibliotheken kommen sowieso nicht vor, also ordnen sie sich am besten selbst irgendwo zu. Wir vereinen ohnehin alle Berufe in unserer Jobbeschreibung.

Schauen wir mal zu den Lehrern und aller -innen (was allerdings nirgends gegendert ist). Neben dem obligatorischen Ratschlag, zu einem Besuch beim Hausarzt und zu klinischen Diagnosen zu raten, erfahren wir mehr über Diagnoseparameter. Diese sind mit 21 Faktoren etwas umfangreicher als die, die sich im Selbsttest auftaten und klopfen psychologische, physische und Symptome auf der Verhaltensebene ab.

Es ist daher wichtig, zwischen Depression und Stress oder normalem Leiden wie Trauer zu unterscheiden.

Doch mit den Selbsttest und allgemeinen bzw. zielgruppenorientierten Ratschlägen alleine kann natürlich noch keine wirksame Verbesserung depressiver Stimmung erreicht werden. Deshalb gibt es die Kernmodule.

Ähnlich wie bei einer Psychotherapie lernen die Betroffenen in sechs Kernmodulen, wie sie Selbstüberforderung vermeiden, mit negativen Gedankenschleifen umgehen oder wie Schlaf und Stimmung zusammenhängen. [idw-online]

Man findet diese, indem man unter dem permanent eingeblendeten Rechteck „Selbstmanagement-Ressourcen“ nicht nur einfach den Button „Zum Selbsttest“ klickt, sondern auf „Weiterlesen“. Sodann erscheint – neben wieder mehr allgemeinen Ratschlägen – am linken Bildrand ein Menü mit den weiterführenden Seiten:

  • Selbstmanagement-Ressourcen (also die Seite, auf die man gerade gelangt ist und die allgemeinen Ratschläge enthält)
  • Gesunde Ernährung
  • Positive soziale Kontakte
  • Tagesplanung
  • Körperliche Aktivität
  • Gesunde Schlafgewohnheiten
  • Selbsttest (selbiger, den ich eingangs beschrieb)
  • iFightDepressions® Tool

Letzteres ist oder wäre das eigentlich spannende Element. Jedoch:

Wenn Sie denken dass Sie an einer Depression leiden könnten und daran interessiert sind das iFightDepression® Tool zu nutzen, bitten wir um Verständnis, dass es nicht möglich ist, Ihnen direkt einen persönlichen Zugang bereitzustellen. Wir empfehlen Ihnen aber stark, sich bei Ihrem Hausarzt oder Psychotherapeuten zu melden, damit Sie dort Unterstützung und andere Behandlungsformen oder Hilfestellungen erhalten. [iFightDepression®]

Als Hausartzt oder Psychotherapeut kann man sich zu einem 70-minütigen Onlinetraining anmelden und erhält nach dessen Absolvierung ein Zertifikat. Erst dann kann dieser Zertifizierte seine Patienten zur kostenfreien Nutzung des Tools einladen.

Sprich: Ich muss meinen Hausarzt dazu überreden, sich die Zeit zu nehmen, um mir einen Zugang zu verschaffen. Wenn ich bisher noch nicht in eine leichte depressive Verstimmung gefallen bin, dann spätestens jetzt. 😉

Aber – HALLO?! Lesen gehört NICHT in den Lebenslauf?!

7. April 2020 Kommentare deaktiviert für Aber – HALLO?! Lesen gehört NICHT in den Lebenslauf?!

Okay, dieser Mist wurde ein Jahr VOR der Coronakrise verzapft. Und … sorry, ich bin sonst nicht so deutlich. Aber DAS geht ja mal gar nicht! Das war keinen Stern wert, lieber STERN!

Ein Hobby, das besser nicht in den Lebenslauf gehört, ist Lesen. Denn wer seine Nase oft in Büchern versteckt, wird schnell als Eigenbrötler abgestempelt.

Sie verweisen wiederum auf die Quelle businessinsider.my, die ich zur Strafe nicht verlinke.

Unbestritten hat sich das Blatt gewendet. Lesen und Bücher sind ja wohl (nicht nur derzeit) das wichtigste Kulturgut gegen Langeweile, Lagerkoller und Lasterhaftigkeit. Das hat auch das von mir gerügte Magazin erkannt und berichtet (zu seiner Ehrenrettung) aktuell übers Schreiben und Lesen recht ausgiebig. Der Spiegel gar verweist auf das Historiker-Projekt „Coronavirus – Wie wollen wir uns an die Coronakrise erinnern?“

Na, da hätten einige von uns Bibliothekswesen ziemlich viel zu sagen, nicht wahr?! Da mögen klorollenbestückte Regale als Aprilscherz aus Krefeld (via Lesewolke, via bibliothekarisch.de) noch der erheiternste Teil von ansonsten vielen – *hier ein Adjektiv Ihrer Wahl* – Diskussionen (via inetbib, via forumoeb) sein.

Corona-Himmel ohne FlugzeugeMein Beitrag heute zu diesem Thema ist das Lesen des Himmels. Himmlisch frei ohne Flugzeuge nämlich. Das ist unbeschreiblich. Daher lasse ich’s einfach und genieße es, solange mir nichts anderes übrig bleibt.

Und sollte ich mich wirklich noch bewerben müssen – so als Selbständige ist das derzeit nicht ganz ausgeschlossen –, ich würde mich in allen Anklagepunkten das Lesen und Schreiben betreffend für absolut schuldig und zurechnungsfähig bezeichnen! Bei einem Arbeitgeber, der dieses abstempelt … ne, also, da würde ich dann doch lieber „stempeln gehen“!

 

 

Der Impact der Digitalisierung auf Weiterbildung/Arbeitswelt

4. März 2015 Kommentare deaktiviert für Der Impact der Digitalisierung auf Weiterbildung/Arbeitswelt

[via Blog Aus- und Weiterbildung]

Wo bin ich?

Du durchsuchst momentan Beiträge mit dem Schlagwort arbeitswelt auf Fortbildung in Bibliotheken.

%d Bloggern gefällt das: