Fehlen wir uns? Oder sind wir nur flüchtige Bekannte und schnell vergessen?

4. Mai 2020 Kommentare deaktiviert für Fehlen wir uns? Oder sind wir nur flüchtige Bekannte und schnell vergessen?

Nachdenklich macht mich heute ein Spiegel-Artikel über Flüchtige Bekannte. Wolfgang, wir vermissen dich! Er beschreibt, wie durch Corona Menschen aus unserem Leben verschwinden und geht der Frage nach, ob Familie und Bekannte ausreichen, uns wohl zu fühlen, oder ob auch flüchtige Bekannte Einfluss darauf haben.

Vielleicht ist das das einer der Ursachen, warum wir Bibliothekartage und -kongresse nicht gänzlich durch Videokonferenzen ersetzen werden können. Das Aufblitzen des Sich-Erkennens, kurz mal die Hand heben und lächend-nickend grüßen, eben mal stehenbleiben für ein „Wie geht’s?!“, „Danke, gut, und dir?“ „Auch gut, alles prima“, „Super, dann schöne Zeit, man sieht sich!“ …

Wie weh es tut, wenn das eine ganze Zeit lang fehlt, obwohl wir uns früher vielleicht sogar ein wenig dämlich vorkamen, bei dieser Art Small Talk.

Eine langjährige Kolllegin, mit der ich vor etwa 10-25 Jahren gleiche Interessen vertreten und mich häufiger gesehen, die jedoch mit der Zeit halt einfach zur eher flüchtigen Bekannten mutierte, tadelte mich sogar einmal deswegen. „Immer, wenn man dich fragt, wie es dir geht, geht es dir gut, ja, ja!“ Tja, was soll ich sagen? Es ging und geht mir halt auch meistens – und relativ zu echten Katastrophen wie vielleicht die, was wir gerade erleben – ganz gut. Denn wenn ich eines kann, dann aus jeder Situation das Beste machen. Warum also sollte ich groß erzählen, dass mein Leben durchaus Anstrengungen kennt? Würde sie es, die flüchtige Bekannte, mit ähnlichen Befindlichkeitserzählungen goutieren? Eher nicht, so richtig offen erschien sie mir nie.

Aber warum auch? Es reicht doch auch und ist doch schön, dass wir uns immer noch kennen, uns immer noch lebendig und guter Dinge sehen können, und dass wir uns im Hinterkopf immer noch an gemeinsame Zeiten erinnern können. Hurra, wir leben noch!

Also, liebe S., falls wir uns das nächste Mal wieder „in echt“ sehen werden, dann …, ja, dann …, wird es mir hoffentlich immer noch gut gehen, und dir auch, aber dann werde ich dir einfach mal um den Hals fallen und sagen: „Du, ich vermisste dich, du liebe treue flüchtige Bekannte!“

Rückschau Bibliothekskonferenz Chancen2020 in Hamburg

20. Februar 2020 Kommentare deaktiviert für Rückschau Bibliothekskonferenz Chancen2020 in Hamburg

Wegweisung zur Bibliothekskonferenz Chancen2020

Wegweisung zur Bibliothekskonferenz Chancen2020

Die Fortbildung #Chancen2020 – Zukunft sichern“ am 12./13.02.2020 war hinsichtlich der Organisation eine perfekt gelungene Kooperationsveranstaltung¹. Inhaltlich wurde (nicht nur) meine Erwartungshaltung gegenüber den vier Referenten auf der Grundlage ihrer Abstracts zwar nicht immer erfüllt. Doch Impulse und Nach- und Überdenkenswertes gab es reichlich genug, um sagen zu können: „Gerne wieder!“  (Fotos auf Flickr).

Hier mein Fazit zum ersten Vortrag. Weitere Vorträge nebst Detail finden sich in den nächsten Tagen als Serie angelegt auf meinem Heimatblog.

Vortrag Dr. Robert Kaltenbrunnter, Chancen2020Vortrag 1: Dr. Robert Kaltenbrunner

Der Architekt (Dipl. Ing.) und Stadtplaner bemühte sich in seinem Beitrag „Die Stadt der Zukunft und die unbemerkten Verbindungslinien zwischen Bibliothek und öffentlichem Raum“ um die Darstellung von Parallelen. Das Ausleuchten der von ihm angekündigten „engen Wechselwirkung von öffentlichem Raum und öffentlicher Bibliothek“ changierte zwischen aufblitzenden Spotlights und eher bemühten bis ausbleibenden Gegenüberstellungen. Ausleuchten stelle ich mir anders vor. Manches geriet zu diastratisch-abstrakt und damit auf einer berufsfachlichen Ebene, für die ein tieferes theoretisches Verständnis erforderlich gewesen wäre. Dennoch vermochten einige der Ausführungen und Statements zu seinen sechs Thesen zweifelsohne zu inspirieren und den Blickwinkel zu ändern. Nachfolgend der Einleitung stelle ich seine Thesen vor und greife via meiner Notizen punktuell hinein … [-> Heimatblog.]

Mein Fazit: Dem von Kaltenbrunner gezogene Fazit: „Der öffentliche Raum und öffentliche Bibliotheken werden auch künftig in enger Wechselwirkung mit uns stehen“ kann man nur wünschen, dass es sich (weiterhin) bewahrheitet. Die Querverbindung zwischen öffentlichem Raum und öffentlicher Bibliothek scheint mir in diesem Vortrag punktuell weniger überzeugend gelungen bzw. belegt worden zu sein. Gleichwohl, es waren viele inspirierende Bilder und Gedankengänge, die im wahrsten Sinne des Wortes neue Standorte und somit Perspektiven aufzeigten. Ich wünschte mir schon lange, Bibliotheken würden aus ihren „3. Orten“ heraus an den sie umgebenden Räume stärker mitwirken und sie mitgestalten. Bibliotheken sollten nicht am Windfang enden, sondern sichtbare Spuren in der Kommune hinterlassen. Doch bei vielen Städten und Kommunen reicht es ja noch nicht einmal zu einem Wegweiser, geschweige denn zu Ressourcen, um diese gestaltende Arbeit an, in und mit der gemeinsamen Öffentlichkeit zu leisten. Insofern lässt Kaltenbrunner unsereins nachdenklich und mit Fragezeichen versehen zurück, doch mit der Ahnung: „Wir sollten und könnten Räume füllen, und zwar gemeinsam und vor unserer Türe!“


¹Gemeinsame Bibliothekskonferenz des Berufsverbands Information Bibliothek e.V. (BIB), des Deutschen Bibliotheksverbands e.V. (dbv) und der ekz.bibliotheksservice GmbH

1. Bibliothekspolitischer Bundeskongress in Berlin

16. Januar 2018 Kommentare deaktiviert für 1. Bibliothekspolitischer Bundeskongress in Berlin

Am 01.-02.03.2018 findet der 1. Bibliothekspolitischen Bundeskongress in Berlin statt. Ausrichter ist der dbv, Deutsche Bibliotheksverband, in Kooperation mit der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Leitthema ist „Zugang und Teilhabe im digitalen Wandel“.
Hier geht’s zur Anmeldung.

ÖBT 2018 in den Startlöchern

7. September 2017 Kommentare deaktiviert für ÖBT 2018 in den Startlöchern

Vom 12.-15.09.2017 findet der 33. Österreichische Bibliothekartag 2017 in Linz statt. Das Programm ist techniklastig, was auch vom Titel her zu erwarten war: „Wolkenkuckucksheim. Bibliotheken in der Cloud“. Gleichwohl wird ein Themenkreis II angeboten zu „Personal- und Organisationsentwicklung als Notwendigkeit in zukunftsorientierten Bibliotheken“.

Sessions im engeren Zusammenhang mit Fort- und Weiterbildung entdeckte ich lediglich folgende: Michaela Zemanek: „e-Weiterbildung für BibliothekarInnen: ein e-Learning-Kurs zu Primo.“ Für mich persönlich nicht Grund genug, die Woche im Nachbarland zu verbringen, auch, wenn die anderen Sessions sicherlich nicht uninteressant wären. Ich wünsche jedenfalls einen guten Verlauf!

Reduzierter Mitgliederpreis in bibliothekarischen Verbänden

20. März 2017 Kommentare deaktiviert für Reduzierter Mitgliederpreis in bibliothekarischen Verbänden

… neue Vereinbarung schafft Vorteile für Mitglieder der luxemburgischen, deutschen, österreichischen und Schweizer bibliothekarischen Verbände: Künftig stehen neben den Bibliothekartagen auch weitere Kongresse und Fortbildungen den Mitgliedern der jeweils anderen Verbände zum reduzierten Mitgliederpreis offen.

Meldung via inetbib, Ulrike Scholle

Präsentationen Bibliothekskongress #bibtag16

18. März 2016 § Ein Kommentar

Der BIB stellt auf dem Opus-Publikationsserver jede Menge Präsentationsmaterial des vergangenen 6. Bibliothekskongresses in Leipzig (zugleich 105. Bibliothekstag) bereit.

 

Kongressnews zum #bibtag16

15. März 2016 § Ein Kommentar

Schnell, informativ und vor allem auch downloadbar, die Kongressnews von b.i.t.-online.

Twittern zum Bibliothekskongress #bibtag16

14. März 2016 § 6 Kommentare

Für Daheimgebliebene und schmollende Selbständige hier die Twitter-Timeline zum 6. Bibliothekskongress 2016 in Leipzig. Öhm. War das jetzt der richtige Begriff? Für alle, die das mit dem Twittern endgültig kapieren und mitmachen wollen: Twitter-Grundlagen auf dem Blog „Web2-Unterricht“ und für diejenigen, die das schon gut können und etwas professionalisieren möchten: Storify.

Viel Spaß auf dem Kongress, Ihr Lieben!

Das Programm des Bibliothekskongresses 2016 in Leipzig ist online

26. November 2015 Kommentare deaktiviert für Das Programm des Bibliothekskongresses 2016 in Leipzig ist online

BID16

6. Bibliothekskongress Leipzig: Call for Papers

13. Juli 2015 Kommentare deaktiviert für 6. Bibliothekskongress Leipzig: Call for Papers

Die Homepage zum 6. Bibliothekskongress, der unter dem Moto „Bibliotheksräume – real und digital“ vom 14.–17. März 2016 im Congress Center Leipzig stattfindet, veranstaltet von Bibliothek und Information Deutschland (BID) (Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheks- und Informationsverbände e.V.) ist online gegangen und enthält neben der „Einladung“ auch den Call for Papers.

Themenkreise sollen sein:

  1. Bibliothekspolitik und Öffentlichkeitsarbeit
  2. Bibliothekstrategie und Bibliotheksmanagement
  3. Zielgruppen und Dienstleistungen
  4. Wissen organisieren und erhalten
  5. Design von Wissensräumen

Wo bin ich?

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