Urlaubszeit. Und? Haben Sie Fomo?

10. Juli 2018 Kommentare deaktiviert für Urlaubszeit. Und? Haben Sie Fomo?

SonnenuntergangFomo:  „Fear of missing out“ – die Angst vor dem Verpassen. Kennen Sie vielleicht, wenn Sie sich für den Urlaub Online-Reduktion vorgenommen haben. Keine Angst – ziemlich sicher werden Sie besser schlafen, sich entlastet fühlen und dadurch mehr Lebensfreude entwickeln. Auch, wenn Sie keine Pupertiere mehr sind, so dürfte das Ergebnis einer langangelegten Studie ebenso für SIE gelten. Mag sein, Jugendliche haben sich nicht so im Griff oder lassen sich von ihresgleichen in Sachen Social Media mehr unter Druck setzen. Dafür haben wir Erwachsene ein paar Jahre länger schon im Netz verbracht.

Rechnen Sie also damit, dass drei Wochen Urlaub vom „sechsten Finger“ auch IHRE Einstellung gegenüber der Handynutzung und den Sozialen Medien verändern werden – sofern Sie zu den Viel- oder Dauernutzern gehören sollten. „Innerhalb von nur drei Wochen nach Medienisolation nahmen die negativen Einstellungen gegenüber Sozialen Medien bei den Schülerinnen und Schülern signifikant zu“, so heißt es in der Pressemeldung „Besser schlafen ohne Soziale Medien“ von der FAU Nürnberg.

Mir reichen da schon ein paar Tage, zum Beispiel ein Wochenende. Obwohl ich weiß, dass der Montag der Tag ist, an dem unsere Blogs am stärksten frequentiert ist, habe ich am Wochenanfang spürbare Unlust, in die Tasten zu greifen. Aber es zwingt mich ja keiner – außer meine Einbildung, Sie leiden möglicherweise unter Entzug, wenn Sie keine frische Meldung aufblättern können. Tun Sie’s?! Oder würden Sie es gar nicht bemerken? Ach, Sie sind im Urlaub?! Ja, dann … erholen Sie sich gut! Und, ähm, räusper, … gewöhnen Sie sich unseren Blog nicht völlig ab, okay?!

Umfrage zum Stellenwert von öffentlichen Bibliotheken in der demokratischen Gesellschaft

9. Mai 2018 Kommentare deaktiviert für Umfrage zum Stellenwert von öffentlichen Bibliotheken in der demokratischen Gesellschaft

Ein Aufruf, den wir gerne weitergeben: „herzlichen Dank an die Vielen, die bereits an der Umfrage teilgenommen haben. Es freut uns zu sehen, wie groß das Interesse ist! Ich hoffe, die Umfrage hat Spaß gemacht und gezeigt, mit welchen Fragestellungen andere Kulturen auf unsere Institution schauen. Die ersten Ergebnisse sehen vielversprechend aus!
Da es sich um eine internationale, vergleichende Studie handelt, hätte ich den Ehrgeiz, dass wir aus Deutschland den Rücklauf proportional gesehen im Vergleich zu den kleinen Ländern wie Dänemark, Schweden, Norwegen überbieten. …

Deshalb wäre ich immer noch dankbar für weitere Umfragebeteiligungen. Die Umfragetool ist noch bis Ende dieser Woche geöffnet (Sa., 0 Uhr). Vielleicht haben Sie ja in dieser schönen Feiertagswoche noch 10 Minuten übrig? —> http://fh-potsdam.limequery.org/564135?lang=de

Freundliche Grüße von
Prof. Dr. Ragnar Audunson (Projektleiter, Oslo) und Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm (Projektpartner, Potsdam)

Pluspunkt für die Zukunft: Entscheidungsfähigkeit und Verantwortung tragen

30. April 2018 Kommentare deaktiviert für Pluspunkt für die Zukunft: Entscheidungsfähigkeit und Verantwortung tragen

Wie sieht die Arbeitswelt im Jahr 2030 aus? Das wollten Masterstudierende der Hochschule Niederrhein wissen und haben dazu 601 Berufstätige befragt. Die Ergebnisse liegen jetzt vor: 2030, das glauben die Befragten, ist alles digital, die Konstante heißt Veränderung, Arbeits- und Privatleben sind nicht mehr zu trennen, nur die Ergebnisse zählen und Selbststeuerung ersetzt Führung. Dabei sind die meisten überzeugt, dass die Unternehmen im Jahr 2030 erfolgreicher sein werden als heute. Ob die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zufriedener sein werden, glaubt hingegen die Mehrzahl der Befragten nicht. [via idw-online]

Wer also fähig ist, „schnell und sicher die richtigen Entscheidungen zu treffen“ und selbst Verantwortung trägt, kommt auch in der Zukunft gut klar. Entscheidungstechniken also, und eine innere Einstellung, die durch Motivation, Bestätigung und Stütze auf dem Weg dorthin entstehen kann.

Ich meine, dass dies wichtige Fortbildungsthemen auch für Bibliotheken sind. Immer häufiger treffe ich beispielsweise auf Teamstrukturen, die sich über Arbeitsplatzbeschreibungen hinweg setzen (müssen), weil das alleine schon durch den anhaltenden Personalmangel gefordert ist. Allerdings kommt es auch hier oft vor, dass „Chef/in“ etwas vorkauen muss, denn ein bisschen möchte man ja doch den Unterschied in der Verantwortung(sfreiheit) ausgedrückt sehen, den die unterschiedliche Entlohnungshöhe darstellt.

Arbeit gut, alles gut!

12. April 2018 Kommentare deaktiviert für Arbeit gut, alles gut!

Spaß und Sinnhaftigkeit in einem interessanten Beruf bedeutet für beide Geschlechter gleichermaßen mehr Wohlbefinden auch im Privatleben, so eine Studie. Ach?! Mich hat natürlich folgender Satz magisch angezogen: „Ebenso spielen Aufstiegsmöglichkeiten und Weiterbildungsmöglichkeiten eine große Rolle. Auch das Team und die Unternehmenskultur sowie die Anerkennung vom Vorgesetzten haben Einfluss darauf, wie wohl wir uns an unserem Arbeitsplatz fühlen“, so die Meldung des Fresenius-Instituts, und weiter: „Das Einkommen und das Alter konnten in dieser Erhebung hingegen nicht in Verbindung mit dem Wohlbefinden gebracht werden.“

Kommen Ihre Webseiten gut an? Ein Fragebogen

10. April 2018 Kommentare deaktiviert für Kommen Ihre Webseiten gut an? Ein Fragebogen

Nach einer kleinen Osterpause geht’s gleich spannend wieder los, und zwar mit dem frei erhältlichen Web-CLIC“-Fragebogen. Er prüft vier Basisbausteine, die für die Zufriedenheit mit Webseiten verantwortlich sind: Verständlichkeit, Gefallen, Informationsgehalt und Glaubwürdigkeit. Entwickelt haben diesen Fragebogen, der 12 Abfragepunkte umfasst, Psychologen der Uni Münster unter Meinald Thielsch, der auf seiner Webseite auch eine englische Version sowie eine Excel-Tabelle dazu bereit hält. [via idw-online]

Mit Fortbildung hat das für mich deshalb zu tun, da diejenigen Teilnehmenden aus dem Wahlmodul „Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising*“ der FH Potsdam, die diesen Test anwenden, um ihre Hausarbeit zum Thema Webseiten aufzupeppen, einen dicken Punkt extra von mir erhalten. Schon mal dafür, dass sie diese Meldung hier aus ihrem Skript heraus nachverfolgten. 😉

Wenn Sie dann auch noch folgende Literatur mit einbeziehen, also dann ist die Chance auf eine gute Bewertung noch einmal gestiegen:

Meinald T. Thielsch, Gerrit Hirschfeld: Facets of Website Content. Human-Computer Interaction, Published online: 15 Mar 2018; DOI: https://doi.org/10.1080/07370024.2017.1421954


*ab Kurs G11 nicht mehr zu Fundraising

Lernform „Fernstudium“ von Arbeitgebern geschätzt

22. März 2018 Kommentare deaktiviert für Lernform „Fernstudium“ von Arbeitgebern geschätzt

Der Trend 2018 heißt: „Kein Aufstieg ohne Weiterbildung“, so die Studiengemeinschaft Darmstadt (sgd), die dazu die Kantar TNS-Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2018“ bemüht. Ja, klar ist das eine Pressemitteilung, die der sgd in die Hände spielt. Doch warum sich das nicht mal zu Gemüte führen?

„Laut 88 Prozent der Personalentscheider ist eine Weiterbildung der Schlüssel für den beruflichen Aufstieg und Wegbereiter für mehr Verantwortung und größere Aufgabenbereiche.“ Die Aussage kann so falsch nicht sein, das sagt uns die eigenen Erfahrung, oder etwa nicht?! Wobei für den öffentlichen Dienst ganz sicher die nächste nicht zu unterschreiben sein dürfte: “ Für 80 Prozent fördert sie eine Gehaltssteigerung.“

Eine weitere Aussage gefällig, über die wir uns Gedanken machen dürfen. Ich mir zum Beispiel zu den „Totgesagten“, den Printunterlagen:

Chefs schätzen Fernstudium
Onlinekurs oder Präsenzseminar – was ist die richtige Lernform? 72 Prozent aller Befragten gaben an, dass sich ein hybrider Ansatz aus Online und Präsenzlernen für Berufstätige eignet, in großen Unternehmen sind sogar 84 Prozent dieser Meinung. Für die Lernmotivation sowie die Bedürfnisse individueller Lerntypen ist ein Mix aus unterschiedlichen Medien entscheidend: Die wichtigsten Formate sind Web Based Trainings (86 Prozent) und Videos (81 Prozent), gefolgt von E-Books (75 Prozent), Audiodateien (73 Prozent), Online-Campus (73 Prozent), Live-Webinaren (72 Prozent), Printunterlagen (70 Prozent) und Apps (69 Prozent).

JIM-Studie 2017 zu Jugend, Information, (Multi-)Media

1. Dezember 2017 § Ein Kommentar

Wie jedes Jahr mit Spannung erwartet: Die JIM-Studie 2017 zu Jugend, Information, (Multi-)Media vib 12- bis 19-jährigen ist downloadbar. Mehr zu den Hintergründen erfahren Sie hier.

Neueste Entwicklung und Trends 2017 im Bereich „Themeninteressen und Informationsverhalten“: Erst auf dem vierten Rang befindet sich „Musik“, an 3. Stelle „Ausbildung und Beruf“, und – ja, ich finde das toll! – an 2. Stelle „Aktuelles, was in der Welt so passiert“. Rang 1, und völlig natürlich, sicherlich auch für Erwachsene: „Info zu persönlichen Problemen“.

Nun ratet mal, welche Informationsquellen für aktuelle Ereignisse der Welt herangezogen werden. Schaut selber nach, und zwar auf der Seite 20. Soviel sei verraten – Zeitungsverlage müssen sich für den Printbereich warm anziehen! Aber auch Facebook, was wiederum beruhigend ist.

Tja, und für uns Bibliothekswesen das Wichtigste: „Bücher und Lesen“. Hier sind Konstanten zu finden. Zum Beispiel: Wie im letzten Jahr (mit ministeigender Tendenz von 38 auf 40%) sind zwei von fünf Jugendliche regelmäßige Lesende, die mehrmals die Woche ein Buch in die Hand nehmen. Was sich ebenfalls kaum verändert hat – die Mädels lesen eindeutig mehr: nur jeder dritte Junge, aber jedes zweite Mädchen. (S. 19 f).

51% weniger Stress bei täglich 10 Minuten Partnertraining

2. November 2017 Kommentare deaktiviert für 51% weniger Stress bei täglich 10 Minuten Partnertraining

Die Trainier- und Veränderbarkeit des Gehirns (Plastizität des Gehirns) wurde in einer Studie zur Steigerung der sozialen Kompetenz durch mehrmonatiges, modulares Training eindringlich bewiesen. Sowohl Verhalten wie auch das Wachstum in den Gehirnstrukturen änderten sich bei den Probanden eindeutig. Ebenso konnte Stressreduktion nachgewiesen werden. Dabei spielten die Dyaden-Übungen, also Sequenzen mit einem Übungspartner, eine entscheidende Rolle. Die Vermutung aus der Pressemeldung des Max-Planck-Instituts:

Sich regelmäßig einer fremden Person gegenüber zu öffnen und zu lernen, vorurteilsfrei einem anderen zuzuhören, hat wahrscheinlich zu einer Art sozialen Stress-Immunisierung geführt, da sozialer Stress ja vor allem durch die Angst vor negativer Fremdbeurteilung zustande kommt.

Davon leite ich persönlich eine Empfehlung ab: Sucht euch Lernpartner! Tauscht euch 10 Minuten lang über euren Lernstand aus, sprecht darüber, was ihr euch vornehmt und wo ihr Probleme seht, aber auch Chancen, ihn zu bewältigen, wovor ihr Angst habt und was euch Spaß machen würde. Eigentlich etwas, was in intakten Familien am gemeinsam stattfindenden Abendbrottisch stattfinden könnte … ach ja, wo gibt’s das denn noch? Wiedereinführen!

Gamer sind die besseren Lerner

2. Oktober 2017 § 3 Kommentare

Ich sag’s ja nicht gern, weil ich selbst keine bin – doch offenbar sind Gamer die besseren Lerner, so eine Studie (via idw-online.de).

Gamer schnitten signifikant besser ab und zeigten während des Tests eine höhere Aktivität in einem lernrelevanten Hirnbereich.

Na gut, jetzt seid ihr dran. Welche Spiele könnt ihr mir empfehlen?

Claqueure für Bibliotheken … und Sie haben die Lacher auf Ihrer Seite!

18. September 2017 Kommentare deaktiviert für Claqueure für Bibliotheken … und Sie haben die Lacher auf Ihrer Seite!

Sind wir tatsächlich wie die Lemminge? Irgendwie peinlich. Na gut, der uns offensichtlich innewohnende Nachahmungstrieb lässt sich jedenfalls nutzen, auch in Bibliotheken. Setzen Sie Ihre Mitarbeiter/innen in Ihre Veranstaltungen, oder bezahlen Sie sie fürs Klatschen, Lachen und Jubeln, so wie einst Claqueure an europäischen Theatern engagiert wurden. Eine Mainzer Studie beweist: „Kinopublikum lässt sich von Tonkonserven oder anderen Zuschauern emotional stark beeinflussen.“

Ich würde sogar weitergehen und empfehlen, das Studienergebnis ganz generell im Hinterkopf zu behalten und immer dann anzuwenden, wenn es beispielsweise um den Thekendienst geht. Bleiben Sie locker, lächelnd, humorvoll, verständnisvoll und positiv auch in schwierigen Situationen. Die Warteschlange (gibt’s die denn überhaupt noch?!) wird den gerade stattfindenden Disput aufmerksam verfolgen und möglicherweise unbewusst „ins gleiche Horn blasen“. Denn SIE sitzen mit dem Gesicht nach vorne, also wie auf einer Bühne. Daher werden sich folgerichtig die Gefühle der Sie beobachtenden Menschen nach IHNEN ausrichten und nicht nach dem/der übellaunigen Kunden/Kundin. Zumindest ist das meine ableitende Interpretation des Ergebnisses.

Nutzen Sie dieses Wissen um den Nachahmungstrieb, am allerbesten in allen Lebenslagen, wo Sie Menschen auf IHRE Seite ziehen wollen! Tja, es leben die Spiegelneuronen, wobei … in der Pressemeldung verwenden Sie den interessanten Begriff „neuronaler Humorkreislauf“. Das wiederum hat mit sozialem Druck zu tun.

Sehen Sie, wieder etwas dazugelernt. Also ich jedenfalls. Denn bislang fand ich Sitcom-Lacheinspielungen (*Outing on* Ich bin Fan von BigBang Theory *Outing out*) für mich höchst überflüssig. Ja, ne, echt jetzt … ich bin völlig davon überzeugt, mich nicht beeinflussen zu lassen. HA! Denkste, Ilona …!

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