Zeichen setzen – Piktogramme , Icons und Symbole

28. Mai 2019 Kommentare deaktiviert für Zeichen setzen – Piktogramme , Icons und Symbole

Toilette , Aufzug, S-Bahn, Information … manchmal aus dem Augenwinkel wahrgenommen, häufiger noch verzweifelt gesucht bzw. vermisst: Piktogramme, Symbole oder Indizes, die uns weiterhelfen, etwas erlauben, verbieten und erklären. Diese „Sprachhäppchen“ erscheinen uns im Ausland oder Fremden in unserem Land als „ein Zeichen, das der Himmel schickt“, wenn wir nur „Bahnhof“ verstehen.

Dass es dazu ein Interdisziplinäres Kolloquium für Studierende, Lehrende und die Öffentlichkeit veranstaltet wird, erscheint zugegebenermaßen dennoch zunächst als … na ja, überflüssig? Schließlich verstehen sich die Zeichen von selbst. Doch DAMIT dem auch so ist, also das Sich-Selbst-Erklärende, verrät der Titel „Piktogrammatik – Grafisches Gestalten als Weltwissen und Bilderordnung“, am 18./19. Juni 2019 in Bremen. Die idw-Pressemeldung erläutert:

Grafische Erzeugnisse zeigen als Schnittstelle zwischen Bild und Text, zwischen Wissen und Sehen mehr als nur den jeweiligen Erkenntnisstand. Sie können unterschiedlich gedeutet werden, entstehen durch abstrahierende Verfahren und lassen Spielraum für gestalterische Freiheiten. Welcher Ordnung und Sprache, welcher Rhetorik und Konstruktion unterliegen diese visuellen Weisen der Welterzeugung? Welche Bildprozesse erweisen sich als nützlich und gelungen, welche als misslungen? Wie wird die Ambivalenz von Bildern verhandelt, wie ihre normierende Wirkung?

Mag man als Bibliothekswesen vielleicht auch nicht Zeit für die Teilnahme am Kolloquium aufbringen können oder wollen, so sollte es uns als Anregung dienen, uns vermehrt mit Bildsprache, im weiteren Sinne der „unterstützenden Kommunikation“, wie sie vor allem in Zeiten hoher Zuwanderungen durch Flüchtende oder durch Integrationsaufträge z. B. an Schulen geboten ist, auseinanderzusetzen. Das sind wir der Sprache in all ihren Erscheinungsformen schließlich qua Informations- und auch Bildungsauftrag ganz sicher schuldig. Wie reichhaltig die Welt der Symbole aus 17 Ländern ist, zeigt uns beispielsweise Widgit.

By the way … hier eine kleine Liste an interessanten Einstiegsseiten zum Thema nebst Medientitel für Bibliotheksbestände. Und schon mal an neue Orientierungshilfen / Leitsysteme für Bibliotheksräume gedacht? Ganz genau … 😉

  • Bühler, Peter; Schlaich, Patrick; Sinner, Dominik: Zeichen und Grafik. Logo – Infografik – 2D-/3D-Grafik. 1. Aufl. Berlin, Heidelberg : Springer. 2017. Bibliothek der Mediengestaltung. [Früher u. d. T.: Kompendium der Mediengestaltung].
  • Cramer, Rabea: Sprachlos. Piktogramme in der visuellen Kommunikation mit Geflüchteten. Marburg. Büchner-Verlag. 2019.
  • Freepik – +46.000 Kostenlose Zeichen Und Symbole Vektoren für persönlichen und kommerziellen Gebrauch …
  • Peschke, Lutz: Entwicklungen und Untersuchungen von Infografiken. Wiesbaden. Springer Fachmedien. 2018.
  • Finden : Führung und Orientierung im Raum. MOEDEL Leit- und Orientierungssysteme.  Amberg : Schilderfabrikation Moedel. 2018.
  • Signaletik – Orientierung im Raum. Kling, Beate ; Krüger, Torsten. München. Ed. Detail. 2013.
  • Stapelkamp, Torsten: Icon – Pictogramm – Zeichensystem. In: Institut für User Experience Design.
  • dito, Produkte [Fachliteratur]
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Tierische Bilderspende zur Medienpädagogik

29. April 2019 Kommentare deaktiviert für Tierische Bilderspende zur Medienpädagogik

Das Thüringer Schulportal offeriert eine Pixothek, in der es wimmelt von kostenlosen, wunderbaren Tieraufnahmen. Krabbelt mal rein, ist tierisch gut!

 

Sinnhaftigkeit als Motivationsquelle

14. März 2019 Kommentare deaktiviert für Sinnhaftigkeit als Motivationsquelle

Sinnlose Arbeit – und ich schließe hier die Weiterbildung mit ein – macht krank. Den Sinn jedoch geben wir bzw. sehen wir selbst, oder eben auch nicht. Etwas einen Sinn geben, das hat mit Identifikation zu tun, und mit Bindung. Reichen hierfür Geld und Boni-Anreize aus? Ein Arbeitspsychologe gibt Einblick und verrät: Es ist neben der Primärquelle der Bezahlung auch die Wertschätzung. Das war aber nicht immer so. Früher bildeten Status, Karriere und eben das Gehalt weitaus stärkere Quellen der Sinnhaftigkeit. Heute kommt vielmehr auch der „sozialökonomische Mehrwert“ ins Spiel. Interessanterweise zieht sich das durch alle Schichten hindurch – ob „kleine/r Angestellte/r oder Chef/in. [via ZEIT-online]

 

Klassische und analoge Lehrmedien und Lerntypen

19. Februar 2019 Kommentare deaktiviert für Klassische und analoge Lehrmedien und Lerntypen

„Ist das klassische Lehrbuch noch zeitgemäß?“ Eine Studie über die Relevanz des klassischen Lehrbuchs (Kurzbericht im Börsenblatt) kommt zum Schluss, dass das Lernverhalten Studierender vielfältig sei und vier unterschiedliche Lerntypen ansprechen müsse.

Tatsächlich wären nur 16% dem Lerntyp 4 zuzuordnen, dem „audivisiuelle Digitalen“, der am liebten Audio- und Videodateien und digitale Diskussionsforen nutzt. An ihm ist das klassische Lehrbuch eher verloren.

Zwar vom Audiovisuellen ebenfalls zugeneigt, aber am liebsten konzentriert und für sich allein arbeiten 43%, die dem Lerntyp 2 zugeordnet sind: „Konzentrierte Audiovisuelle“. Sie mögen es eher altbewährt und nutzen zwar durchaus auch Digitales, das aber nichts kosten darf.

Am E-Book findet Lerntyp 3 seinen Gefallen. Sie gehören der Kategorie „Lesen, Sprechen, Hören“ an, die mit 22% fast gleichauf ziehen mit dem Lerntyp 1 (20%), dem „diskutierfreudigen Klassiker“.  Letzterer liebt zwar analoge Lehrbücher, nutzt aber auch häufig digitale Diskussionsforen.

Dass viele von ihnen auf Empfehlungen von Dozierenden setzen, vor allem in der Annahme, dass das Gelernte prüfungsrelevant sein könnte, sehe ich als leichte Unschärfe im Studienergebnis. Denn die Nutzungsvorliebe der Dozierenden müsste sich schließlich in der Aussage des Nutzungsverhaltens der Befragten widerspiegeln.

Diese meine Annahme würde Peter Delin beantworten, denn er bot via ForumOEB (der Informationsquelle zu meinem heutigen Beitrag) an:

Wenn Sie an weiteren Ergebnissen interessiert sind, melden Sie sich gerne bei jule.scheper@ijk.hmtm-hannover.de[mailto:jule.scheper@ijk.hmtm-hannover.de]. “
https://www.ijk.hmtm-hannover.de/de/institut/aktuelles/meldungen/archiv/2019/januar/artikel/get-digital-now/

„Ja, jetzt ist das langweilig. Aber …“

2. Oktober 2018 Kommentare deaktiviert für „Ja, jetzt ist das langweilig. Aber …“

„… in zwanzig Jahren!“ So lautet die witzige Unterzeile meines zum Lieblingsblog avancierten „Techniktagebuch“. Ich und Technik, also, das ist nicht immer so die allerleichteste Verbindung. Doch seit ich dieses Blog lese, komme ich mir nur noch halb so dusselig dabei vor. Man kann richtig viel dabei lernen, ohne sich zu qälen. Die Berichte über ge- bzw. missglückte Technikerfahrungen – von sind oft sehr erhellend, sogar, wenn man das entsprechende Teil gar nicht selbst hat. Oft geht es um den Vergleich, wie’s früher lief, und was sich zu heute geändert hat. Vergangenheitsbewältigung, gemischt mit Sehnsuchtsseufzern und Lobliedern auf Entwicklungen, minus eben jenen misslichen Umständen, die mit jedweder Technik einhergeht. Und sogar über Bibliotheken wird hin und wieder reflektiert, so wie hier diese nostalgische Reflexion. Schade nur, dass wir nicht erfahren, wie es sich für die Autorin (Kathrin Passig) heute so anfühlt. Na, vielleicht erfahren wir’s in 20 Jahren?! Übrigens – das Blog ist auch im Deutschen Literaturarchiv Marbach archiviert.


digiPress – digitalisierte Zeitungen von 1609 bis 1933

26. September 2018 Kommentare deaktiviert für digiPress – digitalisierte Zeitungen von 1609 bis 1933

Was war vor genau 200 Jahren so wichtig, dass es z. B. in die Erlangener Realzeitung Eingang fand, in der man Dank digiPress der Bayerischen Staatsbibliothek nun stöbern kann? Es war der Monarchenkongress in Aachen und der Bundestag hat seine Ferien bereits angetreten (S. 1). Aus Berlin berichtete man hingegen von der Ankunft des russischen Kaisers und des neuen Zolltarifs (S. 2). Aber auch über den „religiösen Charakter unseres Zeitalters“ (S. 3), über den geschimpft wurde. Und das liest sich dann so:

„Wer gegen die Zeichen der Zeit nicht blind ist, dem kann es nicht entgehen, daß unserer Zukunft keine größere Gefahr droht, als die der furchtbarsten aller Revolutionen – der religiösen! Dem kann es nicht entgehen, wie der immer wachsende Geist des Mysticismus und sektirerischer Schwärmerei zuletzt alle bürgerliche und kirchliche Ordnung und die ganze bisherige Gestaltung des Lebens in ihrem Innersten auflösen und unser Zeitalter gewaltsam in die finstere Zeit der Barbarei, des Aberglaubens und des Fanatismus zurückstürzen müsste!“

In  „Vermischte Nachrichten“ (S. 4) ist zu lesen, dass die Herzogin von Berrn mit einem zu frühzeitig geborenen Knäblein niedergekommen sei. „Der todte Prinz ist schon begraben.“

„Jetzt ist die wahre Ernte für die Gastwirthe und Posthalter auf den großen Routen von Frankfurt. Unbglaublich ist die Anzahl der Fremden jeden Standes, welche täglich durch die Bundesstadt reisen.“

Hm. Was bringt uns das Stöbern in den „ollen Kamellen“?

Nun, sind es nicht allesamt Themen, die auch wir auf dem Schirm haben? Kongresse, Religionskonflikte, Boulevard-Themen, neue Gesetze, Wirtschaft … aber lernen wir denn auch daraus? Manchmal durch Vergleiche (einst – jetzt / hier – dort) und durch Filtern (noch wichtig – nicht mehr wichtig) oder durch Empathie (sich hineinversetzen in die Zeit und in Menschen) und durch Relativierung bzw. Relation zu unserem heutigen Leben.

Wie auch immer – tolle Arbeit! Ihr Münchner könnt tatsächlich nicht nur Oktoberfest! … 😉

Arbeitsorganisation 2.0 kostenloser Download

6. September 2018 Kommentare deaktiviert für Arbeitsorganisation 2.0 kostenloser Download

Julia Bergmann und Dr. Jürgen Plieninger: Arbeitsorganisation 2.0. Tools für den Arbeitsalltag in Kultur- und Bildungseinrichtungen. Vielen Dank dafür! Wer es dennoch lieber haptisch mag … die rund 60 Euro sind sicherlich gut angelegt.

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