Podiumsdiskussion zu Bibliotheken 2050 als Podcast – ein Auszug

7. November 2019 Kommentare deaktiviert für Podiumsdiskussion zu Bibliotheken 2050 als Podcast – ein Auszug

Podiumsdiskussion anlässlich des 100. Geburtstags von ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft am 21.10.2019, festgehalten in einem (über einstündigen) Podcast.

„Bibliotheken 2050“ – welche Aufgaben, Bedeutung, Zielgruppen und digitale Strategie werden sie haben?

Diskutanten unter der Moderation von Nicole Clasen waren:

  • Barbara Lison, Bibliotheksdirektorin der Stadtbibliothek Bremen und designierte Präsidentin der IFLA
  • Prof. Dr. Ute Krauß-Leichert, HAW Hamburg
  • Volker Heller, Vorstand und Managementdirektor der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin
  • Thorsten Meyer

Über die ersten zehn Minuten gebe ich Ihnen gerne einen kurzen Ein-Horch, den Rest vielleicht einmal selbst, z. B. während des Bügelns oder Reisens?

Frau Lison sieht die Zukunft der Bibliotheken beileibe nicht nur im Hinblick auf den technischen Fortschritt, sondern fordert, Bibliotheken müssen mit Menschen gefüllt sein. Sie erwähnt unter anderem die Helsinki Central Library „Oodi“, die beispielsweise jedermann Räume zur Verfügung stellt für was auch immer, ähnlich also die Funktion wie ein Bürgerhaus, die Integration der Massen in die Bibliotheken hinein. Und das funktioniere nur, wenn diese Bibliotheken zugänglich sind, eben auch an Sonntagen.

Sie antwortet außerdem auf die Frage: Welches Personal soll 2050 in den Bibliotheken sein? Sie erwarte von den Ausbildungsstätten weniger fachspezifisches Wissen, sondern Methoden und Managementverhalten zu lernen, das es ermöglicht, entsprechend der notwendigen Enwicklungen, die sich auf die Bibliothek niederschlagen werden. Außerdem einen größeren Zusammenhalt zwischen Ausbildungsstätten und der Praxis. Bis 2050 werde es außerdem eine intensiviere Mixtur der Berufe in den Bibliotheken geben.

Herr Heller kommt auf die wissenschaftlichen Bibliotheken mit ihren überregionalen Aufträgen zu sprechen, deren Zielgruppen Forschende, Studierende, Lehrende, die Gesellschaft, aber  auch die Politik möchte beraten werden. Er möchte im wissenschaftlichen Bereich nicht von einer Bibliothek 2050 sprechen, sondern vielmehr von einer „Informationsinfrastruktur 2050“, auch, wenn es ein sperriges Wort sei.

Es sei das, was Bibliothekar(inn)en immer mehr tun: Informationsaufbereitung, die man vor Ort, an einem Ort wie die Bibliothek nutzen kann. Das Wissen sich anzureichern, zu ergänzen, sich zu vernetzen, und dazu die Infrastruktur anbieten, in Form auch von Forschungsdaten, Repositorien, Open Access Transformation … es gäbe viele neue Aufgaben, für die das Knowhow supergut eingebracht werden können, nur, man sähe das noch nicht immer so.

Die Bedürfnisse der Gesellschaft sollte bedient werden. Und dies wären immer noch menschliche Bedürfnisse, also der Wunsch nach analogen Räumen, wo man sich sicher und wohl fühlt. Begegnungen, die zivilisiert erfolgen. Erweiterung des eigenen Geistes, des Wissens und der Fähigkeiten. Weiters führt Heller einige Markenkerne von Bibliotheken auf, darunter eine, die (mir und sicher auch anderen!) sehr wichtig sind: In Bibliotheken hat man Vertrauen, da stünden sie ganz oben bei den Menschen.

An Frau Krauss-Leichert wurde die Frage nach den unterschiedlichen Zielgruppen von WB und ÖB gestellt. ÖB versorgt und macht Angebote für das ganze Lebensalter, vom Säugling bis zu den Senioren. In WB sei das viel spezifischer: Studierende, Wissenschaftler/innen, Forscher/innen, … wobei es Überschneidungen im Bereich der Sekundarstufen, der Gymnasien gäbe.

Ausbildungseinrichtung stellten sich die Frage: Für wen sollen welche Studiengänge angeboen werden? Spezifisch auf eine Institution hin ausgerichtet, so, wie früher einmal? Oder kompetenzorientiert wie in den letzten Jahren? Im Laufe ihres Studiums können sich die Studierenden ihre Schwerpunkte nach Zielgruppen oder Inhalte auswählen. Auch in Zukunft wären unterschiedliche Schwerpunkt anzubieten, da man nicht wissen kann, wie der Arbeitsmarkt aussehen würde. Derzeit kann man sich die Jobs noch aussuchen. Doch man weiß nicht, wie die Wellenbewegung verlaufen wird.

Sie empfiehlt später außerdem ein Papier, unlängst vom Rat für Informationsinfrastrukturen erstellt, und zwar zur Ausbildung speziell für den Wissenschaftsbereich. Es ginge um Ausbildung im Zeitalter der Digitalität. An den dort aufgelisten Empfehlungen und Forderungen könne und solle man sich orientieren. Jedoch auch in der Fort- und Weiterbildung müsse noch viel mehr gemacht werden. Große Bibliotheken hätten im Gegensatz zu kleineren ÖB wie Spezialbibliotheken hierfür die Finanzen. Doch Fortbildung sei essentiell für die Zukunft, bereits für jetzt, nicht nur erst in 2050.

Virtuelle Hochschule Bayern bietet Online-Kurse für Allgemeinheit

23. August 2019 Kommentare deaktiviert für Virtuelle Hochschule Bayern bietet Online-Kurse für Allgemeinheit

Heise.de meldet, dass die Virtuelle Hochschule Bayern, die bisher Kurse für eingeschriebene Studierende Bayerns angeboten hat, jetzt das Projekt „Open vhb“ gestartet hat, mit der die Allgemeinheit auf eine Reihe von Kursen nach Registrierung Zugriff hat:

„OPEN vhb-Kurse sind nicht-curriculare, offene Lehrangebote der bayerischen Hochschulen, die für alle Interessierten kostenfrei nutzbar sind. ECTS-Punkte können nicht erworben werden.“

Beispielsweise gibt es einen Kurs „Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens für Sozialwissenschaftler*innen“, der parallel zum gestern beschriebenen Angebot für Wirtschaftswissenschaftler*innen liegt, aber inhaltlich durchaus breiter aufgestellt ist.

MobyDig könnte ein großer Fang sein …

16. August 2019 Kommentare deaktiviert für MobyDig könnte ein großer Fang sein …

… in Sachen Blended Learning und Flipped Classroom mit differnzierten Lernmodi, innovativ durch neueste IKT-Technolgie und einem integrierten Mobilitätskonzept namens ISPs (Intensive Study Programmes) aufgemotzt und das alles als OER-Content. Im Moment ist das vom EU-Programm Erasmus+ geförderte Projekt der Kooperation verschiedener internationaler Universitäten lediglich gedacht zur Erhöhung der Attraktivität von MINT-Fächern, beginnend mit Chemie. Doch könnte der Fisch groß genug sein, um seine Wellen auch auf andere Strände schwappen zu lassen.

Details:

„Die Studierenden können die Online-Kursinhalte flexibel in ihrer Lerngeschwindigkeit, -zeit und -umgebung bearbeiten, während die „virtuellen Klassenzimmer“ bspw. für Diskussionsrunden / „Q & A-sessions“, für Gruppen- / Projektarbeiten oder dem Erfahrungsaustausch dienen. Die Intensivstudienprogramme bieten ein hohes Maß an praktischen Erfahrungen, einen direkten Wissenstransfer zu realen Anwendungen sowie eine interaktive Lernumgebung. Das Kurskonzept ermöglicht auch den Erwerb transversaler Kompetenzen und Skills, die für den Arbeitsmarkt von hoher Relevanz sind. Vom Kompetenzerwerb profitieren nicht nur die Studierenden, sondern auch das Lehrpersonal. Moby Dig generiert zusätzlich ein nachhaltiges und übertragbares Lernkonzept, um die Attraktivität von MINT-Fächern/ -modulen zu erhöhen.“ [via idw-online]

Online-Event: Gestaltung von Hochschule im digitalen Zeitalter

12. Juni 2019 Kommentare deaktiviert für Online-Event: Gestaltung von Hochschule im digitalen Zeitalter

Aus dem „Newsletter e-teaching“ des Instituts für Wissensmedien, Tübingen:

Liebe e-teaching.org-Community,

am Donnerstag, den 13.06.2019 um 14 Uhr findet bereits das letzte Online-Event unseres Themenspecials „Digitalisierungspraktiken und Hochschulbildung – sind wir auf dem richtigen Weg?“ statt. Die Abschlussveranstaltung mit Prof. Dr. Michael Kerres und Prof. Dr. Marianne Merkt steht unter dem Titel: „Bis hierher – und wie weiter? Gestaltung von Hochschule im digitalen Zeitalter“. Dazu möchte ich Sie herzlich einladen. Hochschulen stehen derzeit vor der Herausforderung, Studierende für berufliche Handlungsfelder auszubilden, welche erheblichen Veränderungen durch die Digitalisierung unterliegen. Aber reicht es aus, als Reaktion auf diese Veränderungen lediglich die in den Studiengängen vermittelten Kompetenzen entsprechend anzupassen und digitale Tools einzusetzen? In der Online-Podiumsdiskussion soll nicht nur über konkrete Maßnahmen diskutiert werden, sondern auch darüber, wie Hochschulbildung im digitalen Zeitalter gestaltet werden kann, damit Hochschulen ihrer gesellschaftlichen Aufgabe gerecht werden.

Mit Prof. Dr. Michael Kerres (Universität Duisburg-Essen) ist in diesem Event ein Experte zu Gast, der bereits seit den 1990er Jahren und bis heute die Entwicklung der Hochschullehre mit digitalen Medien entscheidend mitgestaltet. Prof. Dr. Marianne Merkt (Hochschule Magdeburg-Stendal) hat sich – nach einer Promotion im Bereich der Lehre mit digitalen Medien – der Hochschuldidaktik zugewandt und ist heute u.a. Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd). Wie beurteilen die beiden Gäste im Rückblick frühere Schwerpunkte und Entscheidungen – und welche Konsequenzen ziehen sie daraus für die aktuelle Diskussion und weiterführende Aktivitäten? Wie beurteilen sie die Leitfrage des Themenspecials „Sind wir auf dem richtigen Weg?” Diese und weitere Fragen sollen im Online-Event gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutiert und reflektiert werden.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und den Link zur Teilnahme finden Sie auf der Event-Webseite: https://www.e-teaching.org/digihsevent06 .

Der Login ist am Donnerstag, 13.06.2019, ab ca. 13.45 Uhr möglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte loggen Sie sich als Gast ein. Hilfe zum Umgang mit dem virtuellen Veranstaltungsraum finden Sie über folgende Website: https://www.e-teaching.org/connect-howto .

Die Veranstaltung wird wie immer aufgezeichnet und anschließend auf e-teaching.org frei zur Verfügung gestellt.

Im NotizBlog von e-teaching.org finden Sie bereits jetzt ein kurzes Statement von Prof. Dr. Marianne Merkt zur Frage „Wie lässt sich Hochschulbildung im digitalen Zeitalter gestalten?“: https://www.e-teaching.org/statement-merkt

Info zum Kölner Masterstudiengang Bibliotheks- und Informationswissenschaft

15. Mai 2019 Kommentare deaktiviert für Info zum Kölner Masterstudiengang Bibliotheks- und Informationswissenschaft

Die Informationsveranstaltung zum berufsbegleitenden Masterstudiengang
Bibliotheks- und Informationswissenschaft (Master in Library and Information
Science – MALIS an der TH Köln findet am 14.06.2019 statt.

Bewerbungsfrist für den Jahrgang ab März 2020 ist der 31.07.2019.

Weitere Informationen zum Studienangebot unter „Häufig gestellten Fragen.

Überblick zur Studiengangsstruktur via PDF.
https://www.th-koeln.de/mam/downloads/deutsch/studium/studiengaenge/f03/bib_

Beratung auch telefonisch möglich über Dorothee Hofferberth und Prof. Dr. Haike Meinhardt.

Präsentationskompetenz! Wenn Mathe auf Humor trifft

1. April 2019 § Ein Kommentar

Duales Studium für einen erfolgreichen Berufseinstieg

27. Februar 2019 Kommentare deaktiviert für Duales Studium für einen erfolgreichen Berufseinstieg

Eine Studie zeigt, dass der Beurfseinstieg nach einem dualen Studium erfolgreicher, weil direkter ist, als nach einem „normalen“ Bachelor. „Auch bei der Verteilung von Voll- und Teilzeit schneiden die dual Studierten mit einem Verhältnis von 93:7 Prozent besser ab als die Regulären mit 80:20 Prozent.“ Einziger Haken: Auf dem externen Arbeitsmarkt tun sie sich schwerer, da sie meist auf einen einzelnen Betrieb hin ausgerichtet sind.

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