Papier und Bleistift gegen Tablet

17. Februar 2020 Kommentare deaktiviert für Papier und Bleistift gegen Tablet

Wie wirken sich Schreibwerkzeuge beim Lesen und Schreiben aus? Die Digitalisierung fordert mehr und mehr auch die Schulen heraus. Wie der Streit um den Digitalpakt gezeigt hat, stehen sich an den Meinungsfronten zwei extreme Positionen gegenüber: die einen sehen im Tablet-Computer ein Allheilmittel, um deutsche Schülerinnen und Schüler fit für die Zukunft zu machen. Die anderen glauben fest an die didaktische Überlegenheit klassischer Werkzeuge wie Stift und Papier. Die Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten Interventionsstudie mit Vorschulkindern sprechen für einen gesunden Mittelweg. So konnten Forschende der Universität Ulm zeigen, das analoge und digitale Schreibwerkzeuge ihre jeweils eigenen Stärken haben [via idw-online].

Geräusche als Erinnerungshilfe? Und ein Kloßrezept für eure Kochshow!

7. August 2019 Kommentare deaktiviert für Geräusche als Erinnerungshilfe? Und ein Kloßrezept für eure Kochshow!

VORSPANN

Im Haus meiner Großeltern gab es von der Küche zum Schlafzimmer eine Flügeltüre. Das Geräusch des Aufstoßens der beiden Türhälften hat sich tief in mein Gedächtnis eingegraben. Ebenso das Einschnappen der Käfigtüre unseres Goldhamsters bzw. später des Meerschweinchenkäfigs aus der Kinderzeit. Oder das Klappern der beiden Emailschüsseln beim Aufeinanderlegen, wenn es für den Sonntag Klöße geben sollte (und in Nürnberg gab und gibt es oft Klöße!).

Silvester BrombachseeFür die jüngere Generation: Zwischen den Schüsseln wurden die rohen Kartoffeln geschwefelt, um sie anschließend mit einer Krups-Küchenmaschine – dessen Geräusch ich jederzeit wiederholen kann, denn das gute alte Stück besitze ich noch – in zwei Aggregatzustände verwandelt: Brei und Flüssigkeit. Nach dem Ruhen der Flüssigkeit setzte sich die Kartoffelstärke ab, die dann dem Brei zugefügt wurde (– das Wasser wurde weggekippt –), noch 1 Ei dazu, etwas Salz und Muskat, und fertig war der Kloßteig und der Sonntag gerettet!


HAUPTAUSSAGE

Dass ich das Vorgehen heute noch nach … sagen wir 40/50 Jahren – so genau nachvollziehen kann, könnte mit einer Gedächtnisleistung zusammenhängen, nämlich die der unbewussten, jedoch erinnerlichen Aufnahme von Geräuschen.

Eine Studie hat herausgefunden, dass wir uns sehr gut an Geräusche in all ihren kleinsten Nuancen (!) erinnern können, und das eben auch, wenn diese beiläufig, nicht wichtig oder irrelevant waren.

(Wer jetzt dringend abkürzen will … nach unten zum Fazit scrollen!)


WEITERFÜHRUNG 1 / ANWENDUNGSBEISPIELE

Mir fällt dabei ein, dass wir dies doch sehr gut zum bewussten Lernen verwenden könnten. So könnten Studierende sich beispielsweise neben den (pressemeldungstitelgebenden) brummenden Kühlschrank setzen – aller Hightec zum Trotz brummen die Dinger auch heute noch! –, um dann am Tag X, wenn das Wissen abgefragt wird, sich einfach an das Brummen zu erinnern, das sie im Hintergrund beim Lernen begleitet hat. SCHWUPPS! Schon müsste auch der damit verbundene Lerninhalt vor ihrem inneren Auge (bzw. wohl eher Ohr) auferstehen!

Um wie viel stärker müsste die Gedächtnisleistung doch funktionieren, wenn wir das Geräusch oder die Geräusche ganz bewusst einsetzen!

Mit einem Gong die Lernsesson ein- und ausleiten. Den Lerninhalt mit einem bestimmten, in Dauerschleife angehörten Song verbinden. Das bewusst wahrgenommene Geräusch beim Blättern im Fachbuch (Ja, Buch soll’s noch geben; und, Nein, jedes Buch klingt anders, und wie oben bereits geschrieben: Wir hören der Studie zufolge sehr nuanciert!)

Probiert’s mal aus!


PE-ESSE / WEITERFÜHRUNG 2

P. S. intern: DANKE, lieber Jürgen, fürs Imkerferienmachendürfen! Belohnung folgt in Kürze! 🙂

P. P. S.: Apropos Imkern und Schwefeln. Als Reinhold kürzlich erstmalig und sehr bedauerlicherweise in Ausübung seiner ehrenamtlichen Verpflichtung als Bienensachverständiger ein Volk abschwefeln musste, welches an Amerikanischer Faulbrut, eine höchst ansteckende Seuche, erkrankte, kamen besagte Schwefelblättchen zum Einsatz.

Urplötzlich war mein Kloßwissen gefragt, denn so konnte ich ihm prompt sagen, dass er diese Schwefelplättchen in der Apotheke bekommen würde. Noch in den 80ern führte JEDE Nürnberger Apotheke dieses in ganz Franken unentbehrliche Hilfsmittel. Doch heute in Zeiten der Fertigkloßteige – (eine riesen Erleichterung! Nicht alles war früher zwangsläufig besser!) – musste unsere Bamberger Apotheke die Streifen tatsächlich erst bestellen. Doch das nur am Rande … jedenfalls roch es am Unglücksstandort nach eben jenem Schwefel aus meiner Kindheit, und ich bekam sofort schrecklich Hunger auf Klöße! Das führt mich zur Fortsetzung obiger Ausführungen, denn nun kommt neben dem Hören auch noch der GERUCHSSINN ins Spiel …

Also, folgender Vorschlag: Beim Lernen etwas abschwefeln. Und dann die Klöße essen. Vielleicht hilft dem Gedächtnis ja auch noch der GESCHMACKSSINN auf die Sprünge? Müssen ja nicht jeden Tag Klöße sein, Gummibären tun’s sicher auch. Dabei fällt mir ein … für jede Lerneinheit eine andere FARBE essen. Heißt: Am Tag X folgendes abrufen: Geräusch, Geruch, Geschmack, Aussehen … AH, jetzt ist der Lernstoff garantiert zum GREIFEN nahe! (Hab ich schon über den TASTSINN geschrieben? Nicht?! Na dann … ihr wisst ja jetzt, worauf ich hinaus will …)


FAZIT

Am besten lernen wir mit ALLEN SINNEN!

Heißt in der Praxis: Macht ’ne Kochshow aus eurem Studium, dann sprudelt nicht nur der Kloßtopf, sondern auch euer Gedächtnis! 😉

Duales Studium für einen erfolgreichen Berufseinstieg

27. Februar 2019 Kommentare deaktiviert für Duales Studium für einen erfolgreichen Berufseinstieg

Eine Studie zeigt, dass der Beurfseinstieg nach einem dualen Studium erfolgreicher, weil direkter ist, als nach einem „normalen“ Bachelor. „Auch bei der Verteilung von Voll- und Teilzeit schneiden die dual Studierten mit einem Verhältnis von 93:7 Prozent besser ab als die Regulären mit 80:20 Prozent.“ Einziger Haken: Auf dem externen Arbeitsmarkt tun sie sich schwerer, da sie meist auf einen einzelnen Betrieb hin ausgerichtet sind.

Klassische und analoge Lehrmedien und Lerntypen

19. Februar 2019 Kommentare deaktiviert für Klassische und analoge Lehrmedien und Lerntypen

„Ist das klassische Lehrbuch noch zeitgemäß?“ Eine Studie über die Relevanz des klassischen Lehrbuchs (Kurzbericht im Börsenblatt) kommt zum Schluss, dass das Lernverhalten Studierender vielfältig sei und vier unterschiedliche Lerntypen ansprechen müsse.

Tatsächlich wären nur 16% dem Lerntyp 4 zuzuordnen, dem „audivisiuelle Digitalen“, der am liebten Audio- und Videodateien und digitale Diskussionsforen nutzt. An ihm ist das klassische Lehrbuch eher verloren.

Zwar vom Audiovisuellen ebenfalls zugeneigt, aber am liebsten konzentriert und für sich allein arbeiten 43%, die dem Lerntyp 2 zugeordnet sind: „Konzentrierte Audiovisuelle“. Sie mögen es eher altbewährt und nutzen zwar durchaus auch Digitales, das aber nichts kosten darf.

Am E-Book findet Lerntyp 3 seinen Gefallen. Sie gehören der Kategorie „Lesen, Sprechen, Hören“ an, die mit 22% fast gleichauf ziehen mit dem Lerntyp 1 (20%), dem „diskutierfreudigen Klassiker“.  Letzterer liebt zwar analoge Lehrbücher, nutzt aber auch häufig digitale Diskussionsforen.

Dass viele von ihnen auf Empfehlungen von Dozierenden setzen, vor allem in der Annahme, dass das Gelernte prüfungsrelevant sein könnte, sehe ich als leichte Unschärfe im Studienergebnis. Denn die Nutzungsvorliebe der Dozierenden müsste sich schließlich in der Aussage des Nutzungsverhaltens der Befragten widerspiegeln.

Diese meine Annahme würde Peter Delin beantworten, denn er bot via ForumOEB (der Informationsquelle zu meinem heutigen Beitrag) an:

Wenn Sie an weiteren Ergebnissen interessiert sind, melden Sie sich gerne bei jule.scheper@ijk.hmtm-hannover.de[mailto:jule.scheper@ijk.hmtm-hannover.de]. “
https://www.ijk.hmtm-hannover.de/de/institut/aktuelles/meldungen/archiv/2019/januar/artikel/get-digital-now/

BA-Arbeit „Nutzung und Zusammenspiel der Rechercheinstrumente“ an einer Hochschule

31. Januar 2019 Kommentare deaktiviert für BA-Arbeit „Nutzung und Zusammenspiel der Rechercheinstrumente“ an einer Hochschule

Frau Professor Wiesenmüller berichtet auf „Basiswissen RDA“ von einer Bachelorarbeit, in welcher die Rechercheinstrumente der Bibliothek der Evangelischen Hochschule Nürnberg untersucht werden:


Allen, die sich für das Thema RDS und Suchinstrumente allgemein interessieren, sei die Lektüre der Arbeit von Herrn Kneissl empfohlen.

Gute Vorsätze im Job durchhalten

10. Januar 2019 Kommentare deaktiviert für Gute Vorsätze im Job durchhalten

Für gute Vorsätze braucht es eigentlich nur eines: Willenskraft. Eine Studie fand jetzt heraus: Je mehr wir daran glauben, dass unsere Kraft des Wollens kaum Grenzen kennt, umso weniger fühlen wir uns nach mentalen Leistungen erschöpft. Wie heißt es so schön: „Der Glaube versetzt Berge“. In diesem Fall ist es der Glaube an uns selbst. Er lässt uns die Selbstkontrolle leichter aufrecht erhalten.

Also: Kontrollieren Sie nochmal Ihre guten Vorsätze, und wenn Sie diese wirklich umsetzen wollen, dann können Sie das! Ich jedenfalls vertraue Ihnen grenzenlos, und das sollten Sie selbst auch!

Himmlische Weihnachten 2018

21. Dezember 2018 Kommentare deaktiviert für Himmlische Weihnachten 2018

bibfobi wünscht Himmlische Weihnachten 2018

Wir wünschen allen eine Himmlische Weihnachtszeit und verabschieden uns heuer uns von unseren Blogleser/inne/n mit einem Blick aus dem Weltraum …

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… denn so, wie es heute (noch) auf Erden ist, kann es morgen wieder werden … oder doch lieber besser noch. Dafür sind wir alle verantwortlich, niemand kann sich ausnehmen.

Auch unser persönliches Aus- und Fortkommen liegt größtenteils in unserer eigenen Hand. Der Rest … in Gottes?! Als Christen gehen wir davon aus, und könnten wir’s nicht glauben, bräuchten wir dennoch das Wunder der Weihnachtszeit: Liebe, Geborgenheit, Hoffnung, Freu(n)de, … und was Leckeres zum Essen natürlich 😉 Auf alle Fälle keine Astronautennahrung! Danke an den Weltraumfahrer Alexander Gerst @Astro_Alex fürs Augenöffnen!

P. S.: Die Schlagworte dürft ihr mit einem Augenzwinkern quittieren 😉

Mensch-Maschine: Wer entscheidet besser?

5. Dezember 2018 § 2 Kommentare

Entscheidungen basieren auf Optionen. Möglichkeiten, die wir haben, können wir jedoch nicht alle einfach der Reihe  nach ausprobieren, um dann die beste für uns zu treffen. Also machen wir folgendes: Enweder, wir setzen auf Altbewährtes, oder wir riskieren etwas. Meist irgendwas dazwischen. Sowohl Psychologie als auch Informatik spielen mit dem entweder-oder. Wer mit Entscheidungen besser umgehen kann, also Mensch oder Maschine, versuchen Forscher herauszubekommen. Ergebnis: In den meisten Testbereichen ist die menschliche Intelligenz der maschinellen (noch) überlegen. Doch offenbar können Maschinen menschliche Entscheidungen „erstaunlich gut vorhersagen“.

[via idw-online: Wie Mensch und Maschine mit komplexen Situationen umgehen]

 

Dem digitalen Stress begegnen

22. November 2018 Kommentare deaktiviert für Dem digitalen Stress begegnen

Digitaler Stress © alphaspirit – stock.adobe.com

Digitaler Stress © alphaspirit – stock.adobe.com

Sie sind zwischen 25 und 34 Jahre jung? Dann steht zu vermuten, dass Sie gut mit digitalen Medien weitgehend stresslos umgehen können sollten. Denn schließlich sind sie damit quasi aufgewachsen. Anders als die geburtenstarken Jahrgänge über 50. Aber nein – laut einer Studie (via idw-online) sind es erstaunlicherweise nicht die Alten, die unter digitalem Stress leiden, auch nicht das „Mittelalter“, sondern s. o.

Hauptgründe sind:

  1. Verunsicherung im Umgang mit digitalen Technologien
  2. Unzuverlässigkeit der Technologien
  3. Überflutung mit Technik in allen Teilen des Lebens

Abhilfe würde folglich schaffen:

  • Fehlbeanspruchungen durch digitalen Stress zu vermeiden
  • verhaltenspräventive Maßnahmen wie die Vermittlung bzw. der Erwerb von Kompetenzen sowohl …
    • im Umgang mit digitalen Technologien
    • Bewältigung von digitalem Stress
  • digitale Technologien maßvoll und individuell optimiert einsetzen
  • Support bereit- und sicherstellen
  • beim Design der eingesetzten digitalen Technologien höchsten Wert auf deren Verlässlichkeit  legen

Meine Meinung: Was wir durchschauen, wo wir uns auskennen, was wir üben, muss uns keine Angst mehr machen. Also bitten Sie ruhig um eine Fortbildung, wenn Sie sich bei einer Technologie unsicher fühlen. Manchmal rettet einem schon ein halber Tag „An-die-Hand-nehmen“ durch eine Kollegin – die Weiblichkeit fühlt sich übrigens lt. Studie kompetenter als Männer, leidet aber mehr unter digitalem Stress als diese – um sich besser zu fühlen. Fragen Sie danach, und Sie werden sehen: Anderen geht es ganz genau so wie Ihnen!

Und leisten Sie sich ein Stück Gelassenheit. Während wir häufiger glauben, es mangele uns an der Kompetenz, wenn wir wo stecken bleiben, ist es nicht selten eben das fehlerhafte Design, ein Bug, ein unausgereiftes Programm – oder ein loses Kabel. Klar, das macht Stress. Daher: Erst in Ruhe Fehlerquellen ausschalten, Kollegen um Hilfe bitten … und wenn es Ihnen geht wie mir, dann ist in dem Moment, wo dieser sich von seinem Platz erhebt, der Mangel wie durch Zauberei behoben. Ein kräftiges Lachen lässt die Stresshormone  übrigens rasch wieder schrumpfen.

 

Vortrag von Michael Kerres auf der GMW18

20. September 2018 Kommentare deaktiviert für Vortrag von Michael Kerres auf der GMW18

Der Vortrag „Was sind die ‚Wirkungen‘ digitaler Hochschullehre“ von der 26. Jahrestagung der GMW mit ELEARN.NRW steht auf Youtube bereit. [via LearningLab der Universität Duisburg Essen]

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