Bildschirmmedien beeinflussen Vorstellungskraft von Kindern

13. Mai 2020 Kommentare deaktiviert für Bildschirmmedien beeinflussen Vorstellungskraft von Kindern

… und ich bin mir nicht sicher, ob nicht auch Erwachsene so langsam die ihrige ebenfalls verlieren, sofern mal vorhanden. Ich halte das Ergebnis der Studie von Regensburger Pädagogen an Kindern für durchaus realistisch und nachvollziehbar. Wer alles fertig vorgesetzt bekommt, muss nicht selbst denken oder die innere Quelle eigener Emotionen entdecken und ergründen. Die Phantasie liegt brach, die schließlich Motor aller Gedankenreisen ist. Kein Wunder, dass das Home-Schooling nur ein rudimentärer Ersatz für „echtes Er-Leben und Er-Denken“ sein kann.

Genau so dürfte es auch uns Erwachsene gehen. Viele Fähigkeiten werden verschüttet, sehr viel spontan abrufbares Grundwissen geht verloren durch übermäßigen Gebrauch von Bildschimrmedien. Wer noch zu den Lesenden oder zu den Schreibenden zählt, ist allerdings bestens gewappnet gegen Stumpfsinn und Banalitätsrauschen im Hirn. Auch, wer noch aus dem Fenster sieht und, die Wolken und das Licht betrachtend, sagen kann: „Sieht nach baldiger Wetterbesserung aus. Ich glaube, heute gehe ich noch mit dem Hund raus!“, statt die Wetterapp aufzurufen, sollte gefeit sein vor der Allmacht elektronischer Auskunftsmittel, die das „nackte“ Denken nur noch als unnütze oder luxuriöse, ja, gar schon als nerdige Spielerei erscheinen lassen. Denn Nerds sind nicht mehr die Technik-Freaks, sondern diese seltsame Spezies, die graue Gehirnzellen ohne Not von alleine routieren lässt.

Fazit – und ein uralter Hut: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“
(Okay, ja, ich habe den korrekten Spruch von Paracelsius nachrecherchiert – elektronisch unterstützt. Aber das alles vorher war echt von mir selbst erdacht, angeregt durch die Pressemeldung via idw-online – ich schwöre!)

P. S.: Wir haben in diesem Blog bislang noch nie die Schlagwörter „Vorstellungskraft“ und „Phantasie“ benutzt. Es scheint, als wären Daten, Fakten, gesichertes Wissen als ausschlaggebend für unsere Meldungen. Sind wir zu sehr Wissenschaftler/innen?! Zur Ehrenrettung: Auch da ist Vorstellungskraft etwas sehr essentielles, um Gedankenmodelle zu entwickeln, die es zu erforschen gilt. Vielleicht aber sollten wir dennoch mehr auf eine Balance achten, mit welchen Themen wir uns tagtäglich beschäftigen. Und eben auch, durch welche Medien wir sie konsumieren, interpretieren und abschließend euch servieren … 😉

23.4. – „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ in der Branche

23. April 2020 Kommentare deaktiviert für 23.4. – „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ in der Branche

UNESCO-Welttag des Buches in C-Zeiten – wie geht die Branche damit um? Hier 3 + 3 Beispiele

  • Die Initiative „Jetzt ein Buch“ veranstaltet für seine Follower auf Twitter ein Gewinnspiel mit Bücherschecks im Wert von 15,- Euro für 50 Mitspieler/innen (Veranstalter ist der Börsenverein des Deutschen Buchhandels)
  • Stiftung Lesen versichert, er fällt nicht aus und verschiebt die Gutschein-Aktion kurzerhand auf den 20.09.2020, den Weltkindertag.
  • Das Übersetzerportal UEPO ruft Literaturübersetzer/innen zu einem Fotowettbewerb „Behindeverybook“ von eigenen übersetzten Werken auf.

Natürlich lassen sich auch Bibliotheken aller Art etwas einfallen, um den Tag zu würdigen. Hier drei  Beispiele:

Bei mir war das – und ich schwöre, es war rein zufällig! – ganz profan die Zeile: „Du Depp“. Aus einem Gedicht namens „Umschwung“ aus: Ullmann, Verena: Wedafest. Niederbairische Gedichte. Allitera-Verl. 2019.

Und zum Schluss eine gute Frage von Matthias von @macplanet: „Gratuliert man Buchhändlern eigentlich zum Welttag des Buches?“

Ich meine – Ja. Und unserem Bibliothekspersonal doch auch, oder was meint ihr?!

21.4. – Welttag der Kreativität und Innovation

21. April 2020 § Ein Kommentar

In C-Zeiten wahrlich ein Grund, diesen Welttag zu feiern! Ohne die Kreativität und Innovationsbereitschaft von so vielen Bildungs- und Kulturschaffenden und – ja, auch Selbständigen, die sich ohnehin ständig selbst neu erfinden müssen! – wäre das Leben derzeit unterträglich.

Vielen, vielen Dank euch allen da draußen, die ihr an unserer offenen, wunden Seele operiert und uns gesund bleiben und zu genesen verhelft!

Nachtrag: Bitte unterschreiben für eine ECHTE Coronakrisen-Soforthilfe auch für freie Künstler*innen oder Solo-Selbstständige. [S. a. Jürgens Kommentar]

Aber – HALLO?! Lesen gehört NICHT in den Lebenslauf?!

7. April 2020 Kommentare deaktiviert für Aber – HALLO?! Lesen gehört NICHT in den Lebenslauf?!

Okay, dieser Mist wurde ein Jahr VOR der Coronakrise verzapft. Und … sorry, ich bin sonst nicht so deutlich. Aber DAS geht ja mal gar nicht! Das war keinen Stern wert, lieber STERN!

Ein Hobby, das besser nicht in den Lebenslauf gehört, ist Lesen. Denn wer seine Nase oft in Büchern versteckt, wird schnell als Eigenbrötler abgestempelt.

Sie verweisen wiederum auf die Quelle businessinsider.my, die ich zur Strafe nicht verlinke.

Unbestritten hat sich das Blatt gewendet. Lesen und Bücher sind ja wohl (nicht nur derzeit) das wichtigste Kulturgut gegen Langeweile, Lagerkoller und Lasterhaftigkeit. Das hat auch das von mir gerügte Magazin erkannt und berichtet (zu seiner Ehrenrettung) aktuell übers Schreiben und Lesen recht ausgiebig. Der Spiegel gar verweist auf das Historiker-Projekt „Coronavirus – Wie wollen wir uns an die Coronakrise erinnern?“

Na, da hätten einige von uns Bibliothekswesen ziemlich viel zu sagen, nicht wahr?! Da mögen klorollenbestückte Regale als Aprilscherz aus Krefeld (via Lesewolke, via bibliothekarisch.de) noch der erheiternste Teil von ansonsten vielen – *hier ein Adjektiv Ihrer Wahl* – Diskussionen (via inetbib, via forumoeb) sein.

Corona-Himmel ohne FlugzeugeMein Beitrag heute zu diesem Thema ist das Lesen des Himmels. Himmlisch frei ohne Flugzeuge nämlich. Das ist unbeschreiblich. Daher lasse ich’s einfach und genieße es, solange mir nichts anderes übrig bleibt.

Und sollte ich mich wirklich noch bewerben müssen – so als Selbständige ist das derzeit nicht ganz ausgeschlossen –, ich würde mich in allen Anklagepunkten das Lesen und Schreiben betreffend für absolut schuldig und zurechnungsfähig bezeichnen! Bei einem Arbeitgeber, der dieses abstempelt … ne, also, da würde ich dann doch lieber „stempeln gehen“!

 

 

Kostenlose zusätzliche Kulturangebote

17. März 2020 Kommentare deaktiviert für Kostenlose zusätzliche Kulturangebote

Auf netbib wird gesammelt: Was alles ist möglich, um Tipps an Benutzer zu geben?

Papier und Bleistift gegen Tablet

17. Februar 2020 Kommentare deaktiviert für Papier und Bleistift gegen Tablet

Wie wirken sich Schreibwerkzeuge beim Lesen und Schreiben aus? Die Digitalisierung fordert mehr und mehr auch die Schulen heraus. Wie der Streit um den Digitalpakt gezeigt hat, stehen sich an den Meinungsfronten zwei extreme Positionen gegenüber: die einen sehen im Tablet-Computer ein Allheilmittel, um deutsche Schülerinnen und Schüler fit für die Zukunft zu machen. Die anderen glauben fest an die didaktische Überlegenheit klassischer Werkzeuge wie Stift und Papier. Die Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten Interventionsstudie mit Vorschulkindern sprechen für einen gesunden Mittelweg. So konnten Forschende der Universität Ulm zeigen, das analoge und digitale Schreibwerkzeuge ihre jeweils eigenen Stärken haben [via idw-online].

11.2. Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft

11. Februar 2020 Kommentare deaktiviert für 11.2. Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft

Auch an diesem Thema könnten unsere Bibliotheken wunderbar andocken und für Unterstützung und Veränderungen sorgen.

Die deutsche UNESCO-Kommissionsseite: „Wissenschaft braucht die besten Köpfe. Allerdings wird immer noch viel Forschungspotenzial verschenkt, da zu wenige hochqualifizierte Frauen in der Forschung arbeiten.“ Sie sieht außerdem ein Handlungsfeld bei den Müttern.

Die österreichischen Seiten der UNESCO stößt ins gleich Horn, ergänzt jedoch in Richtung „solide und bodenständig“.  „Weltweit geht viel Forschungspotenzial verloren, da zu wenige hoch qualifizierte und gut ausgebildete Frauen in der Forschung arbeiten.“ Sie vergisst im weiteren Verlauf des Artikels auch die Mädchen nicht.

Zum Vergleich nun noch das englischsprachige Statement.

 

Learntec 2020 und Zukunftsthema Künstliche Intelligenz (KI)

27. Januar 2020 Kommentare deaktiviert für Learntec 2020 und Zukunftsthema Künstliche Intelligenz (KI)

Morgen, 28.01.2020, startet die zweitägige Learntec in Karlsruhe. Die Fachmesse für (digitales) Lernen stellt in einem Video (Dauer 4:00) im Gespräch mit zwei Expert(inn)en das Zukunftsthema Künstliche Intelligenz (KI) vor.

Lässt man zu, dass Youtube einem das nächste Video automatisch präsentiert, sollte man es geschehen lassen. Ich fand die beiden Beiträge des NDR zu Künstlicher Intelligenz und die Veränderungen im Alltag“.

Zurück zur Lernec und einem Beitrag zur Virtuellen Hochschule Bayern: „Mit dem Masterplan „Bayern Digital II“ wurde von der bayerischen Staatsregierung eine Reihe digitaler Bildungsmaßnahmen auf den Weg gebracht. Eine davon ging im Juli 2019 in die Umsetzung: das offene Kursangebot der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb).“

Mit bibfobi in die Zwanziger – Alles Gute zum Neuen Jahrzehnt!

2. Januar 2020 § Ein Kommentar

Bamberg, Rothof

Wir wünschen euch ein Gesundes und Furchtloses 2020!

Ups, warum furchtlos?! Angeblich soll es einer Jahrhundert-Planetenkonstallation nach in diesem Jahr zu weitreichenden Veränderungen und Umbrüchen kommen. Am besten fahrt ihr damit, euch innerlich zu stärken und dem, was da kommen möge, mutig zu begegnen.

Mit unseren Beiträgen möchten wir euch informieren und dazu beitragen, den Informations-, Medien- und Kommunikationsbereich mit Schwerpunkt Bibliotheken zu stärken. Viele Stunden des Recherchierens, Lesens, Tippens und der Absprachen erwarten den Jürgen und mich, und wir nehmen das auch zu unserer eigenen Bildung (fast immer gerne) in Kauf. Zugegeben ist das in arbeitsreichen Wochen oft schwierig. Doch die zahlreichen Zugriffe auf unser WordPress-Blog sagen uns: Es ist gut, was wir hier tun.

In diesem Sinne – lasst es euch eine Freude und Bereicherung sein, und seid selbst die Menschen, die ihr in anderen anzutreffen hofft. Herzliche Grüße!

Ilona Munique (die hier bloggermäßig den Startschuss gibt) und Dr. Jürgen Plieninger (der schon mit den Füßen schart, wetten?!)

 

Das Anwachsen des Wissens

22. Dezember 2019 § Ein Kommentar

„Das eben finde ich so wundervoll: Daß kein Tag vergeht, ohne irgend ein Anwachsen des Wissens, so gering es auch se

Samuel Beckett (13.04.1906 – 22.12.1989) in „Glückliche Tage“ nach einem Tipp von @letnapark

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