Privates teilen in der Arbeitswelt – wie stehen wir (heute) dazu?

14. April 2020 Kommentare deaktiviert für Privates teilen in der Arbeitswelt – wie stehen wir (heute) dazu?

Arbeiten heißt heute auch, Kollegen am Privatleben teilhaben zu lassen. Die neue Arbeitswelt verlangt danach – auch wenn das manchmal Einblicke bringt, die man niemals haben wollte.

Wer glaubt, dies wäre ein aktueller Artikel in Zeiten der Coronakrise, irrt. Bereits am 13.11.2019, als noch niemand von diesem Virus Notiz genommen hat, stellte Angelika Slavik in der SZ die Frage: „Kann man Berufliches und Privates überhaupt trennen?“

Dass ich diesen Artikel aufhob, um ihn bei Gelegenheit mal zu posten, lag an der Thematik „Social Media“. Spannend fand ich die darin gestellte Frage, „wie sehr sich das Verhältnis von Privatheit und Professionalität verändert hat.“

Wir finden in diesem Artikel nichts explizites zum Homeoffice. Dennoch – vor diesem neuen Hintergrund passt auch die für obige Frage gegebene Antwort wie die berühmte Faust aufs Auge: „Arbeiten heißt heute, Einblicke in sein privates Leben zuzulassen, ob man will oder nicht.“

Fast schon prophetisch, nicht wahr?!

Bemerkenswert ist, dass fast alle nun doch auch wollen, also Privates zulassen. Ich sehe in meinen Videokonferenzen unaufgeräumte Dachböden im Hintergrund, sich stapendes Küchengeschirr, spielende Kinder, … und wenn ich ganz genau hinsehe, sogar dreckige Fensterglasscheiben. (Quatsch, die sind inzwischen alle mehrmals geputzt. Es waren doch nur die Flecken meiner eigenen Brille!)

Etwas anders gemeint, aber durch die Corona-Brille gesehen finde ich auch den Schlusssatz sehr, sehr passend:

„Fotografiert es [das Bild aus Kindertagen], postet es bei Instagram und schreibt dazu: „Good old times.“ Gibt sicher viele Likes von den Kollegen.“

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