300 Jahre Kant kann nicht unerkannt bleiben!

31. Mai 2016 § 2 Kommentare

Bildung wäre heute nicht die, die sie ist, wäre Immanuel Kant unerkannt geblieben. Es ist nur folgerichtig, dass wir hier auf seinen 300. Geburtstag (im Jahr 2024!) und in diesem Kontext auf eine (kostenlose) Veranstaltung in Berlin (am 6.6.16) hinweisen. (Nachtrag: bis dahin möchte der Veranstalter u. a. Ideen sammeln.)

„Sapere aude! Habe Mut, Dich Deines Verstandes zu bedienen!“ Der Königsberger Philosoph Immanuel Kant antwortet so auf die Frage „Was ist Aufklärung?“

„Aufklärung ist der Ausgang der Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“

Tja, so etwas lernt man als Erwachsenenbildnerin … und kann damit schrecklich angeben. 😉

Im Ernst: Bildung beinhaltet zuvörderst die (sich selbst und/oder von anderen zugestandene) Mündigkeit, etwas zu verstehen, es verstehen zu wollen, den eigenen Verstand zu befragen, sich nicht zu scheuen, das Verstandene zu äußern, es aber auch zu hinterfragen, bei Nicht-Verstehen nachzufragen, den Verstand aber auch nicht über das Gefühl zu stellen … na, eben sich seiner zu bedienen, sich jedoch nicht von ihm versklaven zu lassen, usw., usw.

Ach, das könnte hier jetzt so richtig nett philosophisch werden … und Philosophie hat sehr viel mit Erwachsenenbildung zu tun. Die nicht den Menschen bildet, sondern ihm dabei hilft, sich selbst zu bilden. Aber da wären wir bereits wieder bei einem anderen Philosophen (UND Pädagogen) und seinem teleologische Prinzip der Pädagogik (ich sag‘ mal, eine Schwesterdisziplin der Philosophie), die besagt: „„Die Pädagogik hat so das Ziel, sich selbst überflüssig zu machen und zur Selbsterziehung zu werden.““ (Nohl, Herman.: Die pädagogische Bewegung in Deutschland und ihre Theorie. 1988. S.166).

Sorry, ich liebe es … seien Sie nur froh, dass ich auch normal kannt, … eh,  …kant … ups! … kann!

Online miniconference Library 2.016: Library as Classroom

30. Mai 2016 Kommentare deaktiviert für Online miniconference Library 2.016: Library as Classroom

„In A New Culture of Learning, authors Douglas Thomas and John Seely Brown write, “Where imaginations play, learning happens.” This could and should define our services for now and in the future. The library as creative classroom means we approach the learning opportunities we create with thought, user-directed planning, and insights from research. This classroom may include physical spaces for instruction and discovery as well as online, multiscale platforms aimed at social learning and participation.“

.. steht auf der Seite des Dienstleisters Eventbride zu lesen, bei dem man sich für diese Online-Konferenz kostenlos anmelden kann, die am Mittwoch, 15. Juni zwischen 21.00 und 24.00 h stattfinden wird. Unter dem Veranstalter „The Learning Revolution Project“ kann man sich nicht sonderlich viel vorstellen, aber eine Seite auf Library 2.0 dann nennt ein paar Namen, u.a. jenen von Michael Stephens, Michael Casey und Jessamyn West, bekannte Namen also, da kann man sicher sein, dass es gut wird.

#VisDom2016

27. Mai 2016 Kommentare deaktiviert für #VisDom2016

Die #VisDom2016 (Visualisierung von Daten und Informationen – Symposium an der FH Potsdam) wird vom Fachbereich Informationswissenschaften veranstaltet und ist heute gestartet. Beobachtung von außen gelingt natürlich über den Twitter-Hashtag #VisDom2016 oder über die Facebook-Seite des Fachbereichs!

Ein Blick über den Tellerrand

26. Mai 2016 Kommentare deaktiviert für Ein Blick über den Tellerrand

In Bayern und Baden-Württemberg, wo die beiden Blogschreiber/innen beheimatet sind, ist heute Feiertag. Erwarten Sie etwa da den täglichen Eintrag? Nun je, vielleicht gestalten wir ihn einfach einmal anders als sonst, nämlich als Blick über den Tellerrand, via Lektüre von Beiträgen und der darauf folgenden Frage „Was könnte das bedeuten?“

Da gibt es erstens einen netten Artikel in der Wirtschaftswoche, dass IBMs interaktiver Computer „Watson“ (lassen wir einfach ‚mal das Marketinggebrabbel von „Superhirn“ und so weiter beiseite) mit der Sesamstraße kooperieren soll, um eine interaktive „Lernplattform“ und „Lernsoftware“ zu erstellen, damit Kindern im Primarbereich das Lernen erleichtert wird. Die beiden Extreme für die Bewertung werden im Artikel benannt: Zum einen ist es eine schnöde „Marken-Kooperation“ zum Besten beider – und man fragt sich, was dies für die Inhalte bedeutet, zum anderen kommen natürlich alle Buzzwords zum Einsatz, die man sich in diesem Feld vorstellen kann: „neue Generation maßgeschneiderter Lernwerkzeuge“ oder „bessere und individuellere Förderung in den entscheidenden Jahren“. Klingt gut! Die Frage wird nur sein, ob das gut umgesetzt werden kann, damit es wirklich so universal („Kinder aller sozialer Schichten“) wirkt. Programmiertes Lernen – und darum handelt es sich letztlich – hat eine jahrzehntelange Geschichte von überhöhten Erwartungen und ist nie Mainstream geworden. Inwiefern es zu selbst-programmiertem Lernen ausgebaut bzw. mit explorativem, selbstbestimmten Lernen ergänzt werden kann, darauf wird es ankommen. Zusatzfrage: Wie könnte man sich das im Bereich Informationskompetenz vorstellen?

Als zweites würde ich gern auf einen Blogbeitrag von Philippe Wampfler eingehen, der als Lehrer das Thema Was tun, wenn Lernende hinter Bildschirmen verschwinden?. Ich glaube, manche Bibliothekarinnen/Bibliothekare empfinden das auch als Problem bei Informationskompetenz-Veranstaltungen. Sein Plädoyer ist, die empfundenen Nachteile (Aufmerksamkeitsverlust durch Lesen von Nachrichten, Chats etc.) in Kauf zu nehmen, denn: „Entscheiden müssen die Lernenden selbst!“ Sie denken, das ist nicht zielführend? Irgendwie denke ich da – drittens – noch an einem Interviewteil herum, den die Werkstatt der Bundeszentrale für Politische Bildung gestern auf Facebook postete (ich finde den direkten Link leider nicht, deshalb lieber gleich hier auf YouTube), in dem Harald Lesch einiges über Bildung sagt – und über entdeckendes Lernen. – Lesenswert, ganz gleich ob Feiertag oder nicht! 🙂

P.S. Noch eine Assoziation für „Watson“ – wer „Sherlock“ liebt, der findet neuerdings beim Sonntagssoziologen einen Podcast „Sherlocks Erben„. Gerade ist die zweite Folge herausgekommen…

#coer16 hat begonnen: Ein MOOC zu Open Educational Resources

25. Mai 2016 Kommentare deaktiviert für #coer16 hat begonnen: Ein MOOC zu Open Educational Resources

Kursinhalt

Unter Open Educational Resources (OER) versteht man offene oder freie Lehr- und Lernmaterialien, die (meist) als elektronische Ressourcen in den unterschiedlichsten Formaten über das Internet zur Verfügung gestellt werden. OER stehen in der Regel unter einer Lizenz, die es erlaubt frei auf die Materialien zuzugreifen, diese zu verwenden, weiterzugeben oder sogar zu bearbeiten. Insofern kann das Konzept der OER als eine neue Art der Erstellung und des Teilens von Materialien im Bildungsbereich verstanden werden.

Der Kursinhalt richtet sich an Personen,

  • die daran interessiert sind, OER zum Lernen oder Lehren zu nutzen,
  • die daran interessiert sind, eigene Materialien anderen als OER zur Verfügung zu stellen,
  • die sich einen Überblick über das Thema OER verschaffen sowie bestehende Initiativen und Projekte kennenlernen möchten,
  • die Erfahrungen im Bereich OER haben und Lust haben, diese vertiefend zu diskutieren.

Dieser Kurs basiert auf dem bereits abgehaltenen Kurs COER13 und dessen WiederholungCOER15.

Dieses Zitat ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz und stammt von der Kursplattform iMoox. Ein Interview mit den drei Verantwortlichen ist auf open-ecucational-resources.de zu finden.

Kostenloses Whiteboard-Tool: TheLearnia

24. Mai 2016 § 2 Kommentare

Wieder ein Tool für kollaboratives Arbeiten in Klassenzimmern: TheLearnia – Free Online-Whiteboard.

Präsentieren mit Rückfrage- und Bewertungsmöglichkeit

23. Mai 2016 Kommentare deaktiviert für Präsentieren mit Rückfrage- und Bewertungsmöglichkeit

Die Präsentations-Variante von Google Docs ist durch Google Questions and Answers (in deutschsprachigen Ausgaben: Google Fragen und Antworten) ergänzt worden. Das wird in einem Blogbeitrag von Google samt Video recht gut beschrieben.

Man kann das also so anlegen, indem man „Präsentieren“ auswählt,
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und dann ein Code generiert wird, den man den Teilnehmern mitteilen kann.
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So laden diese eine Seite, wo sie die Präsentation sehen – man ist also nicht unbedingt weiter auf Beamer angewiesen – und Fragen stellen und Fragen der anderen bewerten („raten“) können. Man kann diese interaktive Funktion gut in sein didaktisches Design einbauen.

Steigerung beruflicher Attraktivität: Studie zur Ausbildung mit handfesten Handlungsempfehlung

20. Mai 2016 Kommentare deaktiviert für Steigerung beruflicher Attraktivität: Studie zur Ausbildung mit handfesten Handlungsempfehlung

Eine gehaltvolle und sehr empfehlenswerte, da auch für unsere Bibliothekswelt in Sachen Ausbildung erhellende und stimulierende Studie „Engagement und Ausbildungsorganisation“ wurde unlängst von der FG Berufsbildungsforschung des i:BB der Universität Bremen herausgegeben. Erstellt wurde sie im Rahmen der Landesinitiative „Steigerung der Attraktivität, Qualität und Rentabilität der dualen Berufsausbildung in Sachsen“. Die Studie basiert auf den Untersuchungen zur Einstellungen sächsischer Auszubildender zu ihrem Beruf und ihrer Ausbildung. 3300 Auszubildende u. a. von Dienstleistungsberufen wurden dabei befragt. Einige Handlungsempfehlungen – und das ist wahrhaft das Besondere an der Studie! -, die sich daraus ableiten, seien hier beispielhaft genannt:

  • „Auf das „Lernen im Arbeitsprozess“ mit Entwicklungspotenzial kommt es also an. Ganz entscheidend ist dabei, dass die Auszubildenden lernen, ihre Arbeitsaufträge oder die Arbeitsaufträge, an denen sie mitarbeiten, in die betrieblichen Geschäftsprozesse einzuordnen. Daraus erwächst Verantwortungs- und Qualitätsbewusstsein sowie Zusammenhangsverständnis.“
  • „Dabei muss vermieden werden, Auszubildende zu unterfordern. Die Regel, eher Auszubildende etwas zu überfordern (ohne das Scheitern zu provozieren) als zu unterfordern und ihnen zu ermöglichen, an den Brennpunkten der betrieblichen Organisationsentwicklung Erfahrungen zu sammeln, hat sich in diesem Zusammenhang bewährt. Dagegen bewirken Routinetätigkeiten, wie sie auch von Hilfskräften ausgeführt werden können, sowie das lehrgangsförmige Lernen in Lehrwerkstätten nur sehr begrenzt die Entwicklung beruflicher Identität und beruflichen Engagements.“
  • „Fehler zuzulassen, ist ein wichtiges ausbildungsdidaktisches Prinzip. Denn aus Fehlern kann man lernen. Dies schließt die Vermittlung der Einsicht ein, dass es in der Arbeitswelt stets darauf ankommt, berufliche Aufgaben vollständig zu lösen.“
  • „Das traditionelle Muster „Jemand hat ausgelernt“ sollte ersetzt werden durch das Leitbild des beruflichen Karriereweges und des lebensbegleitenden Lernens. […] Die Übergangsregelungen in der Schweiz, wonach der Zugang zum Fachhochschulstudium an eine abgeschlossene duale Berufsausbildung gebunden ist, gelten in diesem Zusammenhang als vorbildlich.“

Und derer folgen noch viele weitere, sehr schlüssig dargelegte Handlungsempfehlungen, die sich sicherlich auch auf unsere Aus-, Fort- und Weiterbildungssituationen adaptieren lassen und positive Ergebnisse zeitigen sollten.

EBMOOC

19. Mai 2016 Kommentare deaktiviert für EBMOOC

Hier gibt es einen MOOC für Erwachsenenbildner/innen, für den man sich seit gestern anmelden kann! Er findet auf der Plattform imoox statt.

Erwartungstypen der Information und Kommunikation

18. Mai 2016 Kommentare deaktiviert für Erwartungstypen der Information und Kommunikation

Okay, es war nur eine Studie, die sich der Erwartungstypen im Zusammenhang mit Energieprojekten angenommen hat. Doch ich kann mir vorstellen, das ließe sich auch verallgemeinern und auf die Nutzeransprache in bzw. von Bibliotheken anwenden. Zumal die Studie zeigt, dass es auf das Bundesland und auf die Größe der Kommune ankommt, auf welche Weise deren Bürger/innen informiert werden will. Ein spannender neuer Ansatz der (Noch-Nicht-)Nutzerbefragung. Mit welchen Erwartungstypen ist also laut Pressemeldung zu rechnen?

Typ 1 – Anspruchsvoller Informationstyp:
Will anspruchsvoll informiert werden, verhält sich aber passiv und hat eine Präferenz für lokalen Bezug bei Informationen,
Typ 2 – Aktiver Dialogtyp:
Informiert sich aktiv und will sich einbringen sowie sich über viele Kanäle mit anderen austauschen,
Typ 3 – Nutzenorientierter Gesprächstyp:
Steht einer Beteiligung offen gegenüber, aber andere sollen auf ihn zugehen. Er präferiert die persönliche Kommunikation, legt aber wenig Wert auf Informationen mit lokalem Bezug,
Typ 4 – Verschlossener heimatverbundener Typ:
Ist ein detailgenauer und eher scheuer Beobachter, der informiert, aber nicht direkt involviert werden will. Direkten Austausch lehnt er ab.

Mit welchen Mitteln die Ergebnisse erstellt wurden, erfährt man ebenfalls. Ich überlege, wie sich das grundsätzlich für Bibliothekskonzepte verwenden ließe. Und haben wir eine Antwort für unser spezielles Bibliotheksumfeld – was machen wir dann damit? Was wären die Umsetzungskonsequenzen? Wie lassen sich mit diesem Wissen neue Nutzergruppen (und alte besser) ansprechen?

Dazu würde ich liebend gerne einen Workshop veranstalten. Oder eine Umfrage unter Bibliothekskolleg/inn/en.

Wo bin ich?

Du siehst dir momentan die Archive für Mai, 2016 auf Fortbildung in Bibliotheken an.

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