Überlebens-ABC zum Semesterstart für Macher (2): Geistesleben

6. Oktober 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Zweiter Tipp: ABC des Geistesleben, sprich: der inneren Haltung gegenüber „Stressoren“ wie beispielsweise dem Semesterstart, im Einklang mit „Körperlichkeit“.

3x A – Anspruchshaltung klären, die fremden wie die eigenen. Nicht kirre machen lassen, sondern kurz inne halten, um die verschiedenen Ansprüche gegeneinander abzuwägen. Nicht alles hat sofort Priorität, nicht alles muss zu 100% gelingen und vor allem – nicht alles muss MÜSSEN.

Achtsamkeit gegenüber den Warnsignalen des Körpers – Durst, Hunger, Müdigkeit, Angstschweiß, Aggression, Gefühllosigkeit, Herzklopfen, Gesichtsröte, Verkrampfungen, etc. – ist mehr als angebracht. Die Erfüllung der wenigstens kleinen „Bedürfnisse“ (ja, auch dieser natürlich) nicht zu lange hinausschieben. Ein paar Minuten des Ausstiegs aus der Mühle schenken uns hinterher die Gelassenheit und Kraft, wieder mitzulaufen im Rad.

Anekdoten-Haltung einnehmen. Mal was anderes, hat man so noch nicht gehört. Ich stelle mir in nervigen Stress-/Streitsituationen die ganze Geschichte als Anekdote her, die ich später mal meinen Urgroßnichten und -neffen erzählen werde. Ich könnte auch A wie Abstand einnehmen schreiben, doch das trifft’s nicht völlig, denn das Quentchen Augenzwinkern und der Humor wären nicht mit im Boot.

3x B – Bunt-denken statt Schwarz-Weiß. Also kein „blöder Kerl – nettes Mädchen“, „Läuft ätzend – läuft super“ etc. Es gibt so viele Farben dazwischen, die sich lohnen, bewusst wahrzunehmen. Ein lindes Grün (immerhin hat der blöde Kerl „Guten Morgen“ gesagt“) zwischen der Schwärze des Augenblicks („Schon wieder die Endlosdiskussion um die Gebühren“) zeigt statt einer dunklen Höhle, in die man sich verkriechen möchte, dann womöglich das Licht-Schattenspiel eines tropischen Regenwalds dicht am Boden. Riechen Sie die Würze der Erde? Na also! Wären wir beim nächsten Stichwort …

Beherzt herangehen. Nicht mit Ingrimm oder angstvoll, sondern mit Herz und Verstand. Übermenschlichkeit erwartet doch keiner, und wenn doch – deren Problem! Die Einstellung: „Ich tue, was ich kann, und wenn es ständig zu viel ist und ich bin ausgepowert, nutze ich keinem mehr“ gibt Ihnen die innere, geistige Freiheit, für sich zu sorgen zurück. Manchmal reicht das ja auch schon, um es wieder „beherzt“ anzupacken.

Banalitäten-Inseln schaffen. „Ach guck mal, was für ein lustiger Rucksack“, „Sollte ich mal wieder Händewaschen zwischendrin?“, „Heute nehme ich mir zur Abwechslung meinen eigenen Kaffee mit – und dann genussvoll Augen zu beim Schlürfen“, „Hi, Jürgen, habe mich verwählt, aber nett, dich kurz mal gesprochen zu haben!“ … verschaffen Denkpausen, in denen man wieder A wie Abstand erhält. Mini-Ausstiege aus dem Hamsterrad sind besser als ein späterer Burnout, der garantiert länger dauert.

3x C wie Character bewahren (Mich nicht auf die selbe Stufe herabbegehen, wie sich mein Gegenüber verhält), Coach-myself (Geistige Grundhaltung des eigenen Coach einnehmen. In etwa so: „Was würde mein Coach jetzt an mir feststellen? Was würde er mich fragen? Was würde ich ihm antworten?“), Counseling (wie Coaching plus erweitertes Umfeld in den Blick nehmen)

Na dann – geistig wie körperlich vorbereitet lasst uns den Semesterstart lächelnd begrüßen und anständig bewältigen!

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