3 Basics für Makerspace an Bibliotheken

22. Juli 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Dem gestrigen Beitrag schicke ich gleich noch etwas hinterher. Und zwar inspiriert von Laura Flemings Blogbeitrag, der wiederum eine Extrahierung aus ihrem Buch: Worlds of Making: Best Practices for Establishing a Makerspace for Your School“ ist. Wie gesagt, der Beitrag ist keine Übersetzung, sondern lehnt sich lediglich an.

Makerspace-Basic 1: Lernende verstehen

Beginnen Sie mit den Lernenden.

  • Finden Sie heraus, was sie normalerweise tun (in der Schule, in der Freizeit)
  • … und was sie tun wollen.
  • Stellen Sie ihnen Fragen, entweder offene oder in Form eines Ankreuzbogens.
  • Sehen Sie sich die (Computer-)Spiele der Schüler/innen an und greifen Sie Teile davon heraus, die „magisch“ wirken. Würde es Spaß machen, sie nachzubasteln oder nachzuentwickeln?

Makerspace-Basic 2: Themen entwickeln

Themen lassen sich aus und über die Schullehrpläne hinaus entwickeln. Dabei hilft es, sich selbst up-to-date zu halten, also nach Zukunftsthemen Ausschau zu halten, beispielsweise durch Zukunftsszenarien. Ziehen sie den jährlichen Horizon-Report heran. Oder ganz einfach: recherchieren Sie im WWW mit dem Suchbegriff „Zukunft“ und landen beispielsweise in der „Welt“ („Die Zukunft der Menschheit wird fantastisch“). Es sei dahingestellt, ob wir das alles auch wirklich haben wollen, was darin heraufbeschworen wird. Sagen wir mal so: in Ihrem Makerspace wird sicherlich nicht gleich ein genmanipuliertes, immerwährend nachwachsendes Schweinehühnerschnitzel entstehen.

Trendthemen der nächsten Jahre:

  • Robotik
  • Maschinenbau
  • 3D-Druck und Design
  • Verschlüsselungstechnik
  • Molekularküche
  • Elektrik / Elektronik
  • Energietechnik
  • Magnettechnik
  • Nanoatechnik
  • Biologie

Makerspace-Basic 3: Materialien bereit stellen

  • Für die Themengruppe(n), für die Sie sich entschieden haben, besorgen Sie nun gezielt die Materialien.
  • Sind Sie im Social Network unterwegs, könnten Sie einen Aufruf starten und nach Material fragen.
  • Binden Sie Hobbybastler mit ein, sie kennen oft recht pfiffige Alternativen.
  • Sehen Sie sich auf Trödelmärkten um.
  • Fragen Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis nach.
  • Setzen Sie Leute darauf an, bestimmte Dinge für Sie zu finden, indem Sie deren Jagdinstinkt entfachen und an ihren Ehrgeiz appelieren.

Ihr Makerspace dürfte alsbald eine gut gestaltete, einzigartige Lernumgebung darstellen, der zum Basteln ermutigt, in dem gespielt werden kann und der eine offenes Forschen und Experimentieren für alle in einem Miteinander ermöglicht. Das hat besonders in Zeiten der Integration von Menschen ein enormes gesellschaftlich relevantes Potential.

 

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