Nicht über einen Kamm scheren …

10. Oktober 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

… darf man Lesestörungen und Rechtschreibstörungen, zusammenfassend auch als Legasthenie bekannt. Einer langjährigen Untersuchung zufolge sind die damit verbundenen Lernschwierigkeiten unterschiedlich zu bewerten. Defizite im Arbeitsgedächtnis der untersuchten Kinder (und ich könnte mir denken, dass das bei Erwachsenen ähnlich sein dürfte) sind zu differenzieren nach der Koordination verschiedener gleichzeitiger Tätigkeiten nebst dem Abruf von Informationen aus dem Langzeitgedächtnis sowie der Verarbeitung sprachlicher Informationen. Verortet also in der zentralen Exekutive (zuständig für Lesen, Schreiben und Rechnen) und der Phonologischen Schleife (Sprachliche Informationen) – wenn ich das richtig verstanden habe.

Die Erkenntnisse dürften sich auswirken in der Art der Behandlung kindlicher Lernstörungen, sollten aber auch bedacht werden, wenn wir es in der Fortbildung mit Erwachsenen zu tun haben. Nämlich insofern, als wir daran denken sollten: was für die einen kein Problem ist, lesend aufzunehmen, ist für die anderen leichter mittels Zuhören zu erfassen. Methodisch also immer hübsch mixen.

[via idw-online]

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