AES 12 (1): Fortbildungskosten

11. November 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Um individuelle Kosten der Weiterbildung geht es mir in meiner Folge 1 zur AES 2012*, hier aus dem Kapitel Teil C: Subjektive Randbedingungen der Weiterbildungsentscheidung.

Bei über der Hälfte der Weiterbildungsaktivitäten sind nach Auskunft der Teilnehmenden Kosten für Teilnahme- oder Prüfungsgebühren oder für Bücher und Lernmaterialien entstanden.

Das finde ich doch recht passabel. Ich bin mir sicher, dass dies eine im Verhältnis zu anderen Ländern noch recht ordentliche Bildungssituation in Deutschland widerspiegelt.

In der Tabelle 46 auf Seite 188 des Berichts lässt sich die Situation auf einem Blick gut überschauen.

46 Prozent der Weiterbildungsaktivitäten in 2012 fanden statt, für die keine Kosten entstanden sind. In 2010 waren es noch 51 Prozent.

Wie viele müssen alle Kosten berappen?

Nur etwa jeder fünfte Teilnehmende musste anfallende Weiterbildungskosten komplett selber tragen. Und auch nur bei 4 Prozent wurden die Kosten zwischen Teilnehmenden und anderen Stellen aufgeteilt. Dieser Stand ist gleichgeblieben mit dem Vergleichszeitraum.

Die Zahlen spiegeln natürlich nur einen Durchschnittwert wieder.  Der größte Unterschied ist bei der Kostenübernahme zwischen individueller berufsbezogener Weiterbildung und den Schulungen am Arbeitsplatz zu erkennen. Während bei ersterer 45 Prozent die Kosten gänzlich selbst getragen wurden, sind es bei letztere nur 5 Prozent. Noch größer ist der Unterschied der Kostenübernahme zum Privatunterricht, der mit 68 Prozent angegeben ist.

Interessant ist in Tabelle 47 auf Seite 189, wie hoch die selbst getragenen Kosten sind, die in Teilnahmefälle mit individuell getragenen Kosten sind.

Wie hoch sind die Kosten?

In 24 Prozent der Fälle – und damit der prozentuale Spitzenwert – betrugen sie zwischen 200 und 499 Euro. Und in 18 Prozent der Fälle sogar zwischen 500 und 1.499 Euro. Nur in 13 Prozent der Fälle betrugen sie unter 50 Euro und zwischen 50 und 99 Euro. Allerdings gab es auch 11 Prozent Teilnahmefälle, in denen 1.500 Euro und mehr bezahlt werden mussten.

Nur bei rd. jeder zehnten betrieblichen Weiterbildungsaktivität haben die Teilnehmenden selbst direkte Kosten übernommen. Bezogen auf die Teilnahmefälle mit individuell getragenen Kosten fiel bei diesen Aktivitäten jedoch mit 610 Euro ein erheblicher Eigenanteil an, der dem Durchschnitt aller Weiterbildungsaktivitäten
entspricht; bezogen auf alle Teilnahmefälle in der betrieblichen Weiterbildung ist die Kostenbelastung der Individuen mit 59 Euro jedoch relativ niedrig.

Da kann man nur sagen: bibliothekarische Weiterbildungskosten sind in der Regel sehr viel günstiger, wie ich aus meinen eigenen Erfahrungen her als Fortbildungsanbieterin sowie -teilnehmerin her weiß.

* Adult Education Survey / Weiterbildungsverhalten in Deutschland. Der Datensatz zu den Befragen (18-64-Jährige) ist hier einsehbar.

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