Oskar Negt und sein Verhältnis …

12. September 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

… zur Frankfurter Schule. Ein Vortrag, dessen Ankündigung zwar vermutlich zu spät sein dürfte (heute, 12.09.13 um 19.15 Uhr im Institut für Sozialforschung an der Goethe-Universität Ffm). Doch will ich ihn zum Anlass nehmen, auch Bibliothekswesen einmal auf Oskar Negt aufmerksam zu machen. Er, der eine „Symbolfigur der 68er-Bewegung“ ist, promovierte bei Theodor Adorno, war Assistent des geschätzten Philosophen Jürgen Habermas und ist – und jetzt wird’s für unser Thema Fortbildung interessant – der Autor von „Lernen in einer Welt gesellschaftlicher Umbrüche“. [via idw-online]

Es hat noch nicht gedämmert? Doch spätestens beim Begriff „Schlüsselqualifikationen“ sicherlich. Die da wären Sozial-, Methoden-, Selbst-, Handlungs- und Medienkompetenz. Die Selbstkompetenz wird heute auch durch den Begriff Individualkompetenz oder Personenkompetenz ersetzt bzw. erweitert.

Egal, wie … Negts sechs Kompetenzen – und auf diese will ich hinaus – wurden früher synonymisch für Schlüsselqualifikation verwendet, unterscheiden sich heute sicherlich, wenngleich es Schnittmengen gibt.

Hier sind sie:

  1. Identitätskompetenz: Umgang mit bedrohten und gebrochenen Identitäten
  2. Ökologische Kompetenz: pfleglicher Umgang mit Menschen, Dingen und der Natur
  3. Technologische Kompetenz: Begreifen gesellschaftlicher Wirkungen von Technik und Entwicklung
    von Unterscheidungsvermögen
  4. Historische Kompetenz: Erinnerungs- und Utopiefähigkeit
  5. Gerechtigkeitskompetenz: Sensibilität für Enteignungsverfahren, Recht und Unrecht, Gleichheit
    und Ungleichheit
  6. Ökonomische Kompetenz: Einsicht in die Funktionsweise des Marktes.

Besonders spannend finde ich die „Utopiefähigkeit“. Denn sie hat für mich viel mit Offenheit und damit mit der Bereitschaft, sich aufs Lernen einzulassen, zu tun. Bereit zu sein, dass etwas ganz anders sein könnte, als bisher erfahren und gewusst, sich auf Unbekanntes, Ungewohntes, ja, Utopisches einzulassen, das bewirkt, Altes loslassen und Neues annehmen zu können.

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