Zwanzig schreckliche Gründe für Frontalunterricht

11. Juli 2013 § 4 Kommentare

„Twenty terrible reasons for lecturing“ fasst die Gründe gegen für die Methode des Vortrags zusammen und begründet, warum sie nicht gelten. Ein schöner Text auf Englisch, der zum Nachdenken anregt. [via Oxford Brookes University / OCSLD]

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§ 4 Antworten auf Zwanzig schreckliche Gründe für Frontalunterricht

  • Detlev Hoffmeier sagt:

    Meinen „Lecturing“ und „Frontalunterricht“ dasselbe? Oder ist es dasselbe und jeder versteht etwas anderes darunter? Ich erinnere mich an grauenhafte Vorlesungen mit hundert Prozent eingeschlafenen Studenten und fantastischen Frontalunterricht mit 100 Prozent aktivierten und fragenden (!) Schülern. Und dann war da noch John Hattie ….
    http://werkstatt.bpb.de/2013/01/medienmonitor-der-unterschatzte-padagoge-und-die-renaissance-des-frontalunterrichts-die-hattie-studie/

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    • Guter Einwand! – Ich habe in der Tat auch mich beim Erstellen der Überschrift gefragt, ob „Frontalunterricht“ und „lecture“ dasselbe ist. Wahrscheinlich ist Frontalunterricht mehr, zumal man auch frontal mit Methodenvielfalt arbeiten kann. Wegfallen tun in beiden Fällen die aktivierenden Methoden in Form von Eigenarbeit und -erfahrung und Gruppenarbeit etc.
      Und was Sie von den Unterschieden plastisch berichten, das kann man wohl von jeder Methode sagen: Dass es jene gibt, die viel erreichen und andere wenig. Wenn Gruppenarbeit von einer Schlaftablette verabreicht wird, die sich gleich nach Aufgabenstellung hinter dem Pult verschanzt, ist das auch nicht viel wert.
      Übrigens bin ich selbst jemand, der gern vorträgt, präsentiert, aus der Praxis erzählt!🙂

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      • CH sagt:

        Danke für den Hinweis auf die Studie! Zitat aus dem bpb-Artikel:

        Bei durchschnittlich begabten Pädagoginnen und Pädagogen hat die Abkehr vom Frontalunterricht deutlich negative Effekte auf den Leistungsvergleich, so Schwerdt, während bereits eine Aufstockung des Frontalunterrichts um zehn Prozent Schülerinnen und Schülern einen Leistungsvorsprung verschafft.

        Ehrlicherweise muss man doch bei den meisten Schulenden in Bibliotheken von durchschnittlich begabten Pädagogen (wenn überhaupt) ausgehen. Wäre Frontalunterricht da nicht das Mittel der Wahl? Und eher die konkrete Ausgestaltung des Frontalunterrichts ein Thema als gänzlich andere Unterrichtsmethoden?

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      • > Und eher die konkrete Ausgestaltung des Frontalunterrichts ein Thema als gänzlich andere Unterrichtsmethoden?

        Danke für die Frage! Gegenfrage: Wie könnte diese Ausgestaltung aussehen? „Storytelling“ fällt mir als Auflockerungselement ein. Oder ein im Ablauf des Frontalunterrichts zu ergänzendes Mindmap. Eingestreute Filmsequenzen. Plakate, vorab angepinnt und im Laufe der Zeit enthüllt. Mal eine reine Tonwiedergabe ohne ablenkende Bilder. Fragerunden. Moderierte Diskussionsrunden. Die guten, alten, doch sehr flexiblen Moderationskärtchen. Gute Stimme und Rhetorik, fesseln können, …
        Nun, als Erwachsenenbildnerin bin ich methodentechnisch durchaus versiert. Doch mache ich immer wieder die Erfahrung, dass Teilnehmende die Bitte äußern, mal keinen Workshop mitgestalten zu müssen. Sie möchten einfach Input, und nichts anderes. Eine Zumutung? Ein Dilemma? Gar ein Rückschritt? Nö, muss man nicht so sehen.
        War das eine Antwort? Freue mich auf weitere Kommentare, gerne kontrovers.

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